Kampf gegen manipulative Cookie-Banner

Fr, 17. September 2021, Ralf Hersel

Alle kennen sie, alle nerven sie: Wer im Netz unterwegs ist, muss bei den meisten Webseiten anklicken, welche Daten sie (nicht) von sich preisgeben will. Laut Untersuchung der Verbraucherzentralen verstossen zehn Prozent dieser Cookie-Banner eindeutig gegen die Vorgaben des Telemediengesetzes (TMG) und der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

"Teils waren „Durch Weitersurfen akzeptieren Sie alle Cookies“-Banner geschaltet, teils Einstellungen schon vorangekreuzt. Manchmal war gar kein Banner vorhanden, obwohl Daten gespeichert wurden. Viele der untersuchten Banner befanden sich zudem in einer rechtlichen Grauzone", so der Deutsche Bundesverband der Verbraucherzentralen.

Wegen der eindeutigen Verstösse haben die Verbraucherschützer knapp 100 Abmahnungen verschickt und 66 Unterlassungserklärungen erwirkt.

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Firewall auf dem Raspberry Pi

Fr, 17. September 2021, Norbert Rüthers

Ursprünglich hatte eine Firewall bzw. ein Paketfilter eine simple Aufgabe:

Die Schaffung eines kontrollierten Übergangs zwischen zwei oder mehreren Netzen, mit dem Ziel, den Datenverkehr zu überwachen und anhand von festgelegten Regeln zu entscheiden, ob bestimmte Netzwerkpakete durchgelassen werden oder nicht. Doch vielen Herstellern war das nicht genug. Sie gingen dazu über unterschiedliche Sicherheitsaufgaben auf einer Plattform zu vereinen. Eine Firewall war nicht mehr bloss ein einfacher Paketfilter, sondern gleichzeitig ein Gateway, Proxy (Contentfilter), Intrusion-Detection-System, Virenscanner oder VPN-Gateway.
Für diese Lösungen kann man, wenn man will, viele tausend Euro ausgeben. Im privaten Umfeld bzw. bei kleinen Firmen ist das keine Option.
Oder aber man benutzt ein Universaltalent wie den Raspberry Pi, der im Privatbereich die Sache genauso gut erledigt.

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Entwicklung der Suse Aktie

Fr, 17. September 2021, Ralf Hersel

Der Linux-Softwareanbieter Suse wird nach überraschend starken Geschäften im abgelaufenen Quartal zuversichtlicher für 2021. Der bereinigte Umsatz dürfte die obere Hälfte der bisher genannten Spanne von 550 bis 570 Millionen US-Dollar (465,5 bis 482,5 Mio Euro) erreichen, teilte das im SDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Luxemburg mit. Sonderposten herausgerechnet, sollen weiterhin etwa 35 Prozent des Umsatzes als operativer Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) bei Suse hängen bleiben.

12 % Kursgewinn gegenüber dem Ausgabewert von 30 Euro

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juli erzielte der Softwareanbieter einen Umsatz von 151 Millionen Dollar - rund 21 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Der bereinigte operative Gewinn legte um zehn Prozent auf 55,2 Millionen Dollar zu. Die bereinigte operative Marge lag mit 37 Prozent über dem Zielwert für das Gesamtjahr. Suse war Mitte Mai an die Börse gegangen.

Quelle: https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/acd34fd8-a9da-40e2-9354-ca408802de12

Firefox nur noch als Snap-Paket in Ubuntu

Fr, 17. September 2021, Ralf Hersel

Eine Feature Freeze Exception (FFE), die von Olivier Tilloy (Canonical) eingereicht wurde, wird das Firefox deb-Paket in Ubuntu 21.10 (Impish Indri) wahrscheinlich durch die Snap-Version des Webbrowsers ersetzen.

Tillay schreibt:

"Gemäss der Vertriebsvereinbarung von Canonical mit Mozilla machen wir Snap zur Standardinstallation von Firefox auf Desktop-ISOs, beginnend mit Ubuntu 21.10."

Firefox wird derzeit über die Ubuntu-Repos als deb-Paket verteilt. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, erhalten Ubuntu-Anwenderinnen mit der Version 21.10 ab Ende Oktober den Webbrowser Firefox standardmässig als Snap-Paket installiert.

Zur Begründung schreiben die Beteiligten Canonical und Mozilla:

Dies ist das Ergebnis der Kooperation und Zusammenarbeit zwischen den Ubuntu-Desktop- und Snap-Teams bei Canonical und den Mozilla-Entwicklern und ist der erste Schritt zu einem Deb-to-Snap-Übergang, der während des 22.04-Entwicklungszyklus stattfinden wird.

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Neuer Anstrich, neuer Inhalt: Linux Mint stellt neue Website vor

Fr, 17. September 2021, Denys Konovalov

Die meisten Menschen werden zustimmen, dass Linux Mint eine der einsteigerfreundlichsten und, besonders unter Windows-Umsteigern, beliebtesten Distributionen ist. Doch die Website von Linux Mint war lange veraltet und schreckte neue Nutzer*innen teils ab. Jetzt hat das Projekt endlich eine neue Website vorgestellt, welche allen modernen Standards entspricht, und den Ersteindruck über Linux Mint bei vielen Neulingen sehr verbessern wird.

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To Comment Or Not To Comment ?

Do, 16. September 2021, Lioh Möller

Kommentarfunktionen auf Webseiten sind Fluch und Segen zugleich. Zum einen bieten sie eine weitere Interaktionsmöglichkeit neben Chat und Sozialen Netzwerken, zum anderen wollen sie in einer gewissen Form moderiert werden. Der Vorteil gegenüber eher flüchtigen Chatdiskussionen liegt klar auf der Hand. Man hat auch die Möglichkeit auf ältere Artikel zu reagieren oder nachhaltig für alle Beteiligten weitere Informationen zum Thema zu teilen.

Bis vor kurzem hatten wir eine Forensoftware namens Snicker für unser CMS System im Einsatz. Diese erwies sich als nicht ausgereift und hat letztendlich zu einer vollständigen Abschaltung der Funktionalität geführt. Zumindest für eine kurze Zeit, denn wir sind uns natürlich bewusst, dass viel und gerne kommentiert wird. Daher haben wir uns nochmals umgesehen und sind nach einer vertieften Suche auf das Kommentarsystem Isso gestossen. Das Akronym steht dabei für Ich schrei sonst!

Die Python-basierte Software läuft dabei unabhängig von der Webseite und lässt sich einfach in beliebige Plattformen integrieren. Die Installation ist, sofern sie sorgfältig ausgeführt wird, zwar mit viel Aufwand verbunden, dieser zahlt sich allerdings aus. Dank der ausführlichen Dokumentation sollte jeder Interessierte in der Lage sein, Isso einzurichten und auf seiner Webseite einzubinden.

Das neue Kommentarsystem ist ab sofort aktiv und wir freuen uns über eine weitere Möglichkeit zum Austausch mit der Community.

Unser Redaktionsmitglied Niklas arbeitet derweil noch an einer Verbesserung des Designs, insbesondere bei der Nutzung des vor kurzem eingeführten Dark-Modes auf GNU/Linux.ch.

Quelle: https://posativ.org/isso/

Conduit - ein Matrix Homeserver in Rust

Do, 16. September 2021, Lioh Möller

Viele kennen und nutzen den Python basierten Homeserver synapse. Mit Conduit steht nun eine in Rust implementierte alternative Lösung zur Verfügung.

Das Ziel des Projektes ist es eine möglichst effiziente Lösung zu schaffen, die sich sowohl für einen Betrieb auf Single-Board-Computern wie den Raspberry Pi als auch für grössere Installationen eignet.

Interessierte haben bereits jetzt die Möglichkeit Conduit auszuprobieren, indem sie als Homeserver-URL in dem verwendeten Matrix-Client conduit.rs eintragen.

Der öffentliche Server wird auf einem ODROID HC 2 mit 2 GB RAM und einer SAMSUNG Exynos 5422 CPU betrieben.

Mit der aktuell vorliegenden Beta-Version ist es möglich den meisten Matrix-Räumen beizutreten und zu interagieren. Allerdings wurden einige Funktionen wie die E2EE Überprüfung über die Federation noch nicht implementiert.

Alternativ zum öffentlichen Server lässt sich Conduit mit wenig Aufwand selbst betreiben. Für Debian GNU/Linux stehen aktuelle Pakete zur Verfügung und ein Betrieb innerhalb einer Docker-Instanz ist ebenfalls möglich.

In beiden Fällen wird zusätzlich ein Reverse-Proxy wie Nginx benötigt. Eine einfache Möglichkeit stellt die Nutzung des Nginx Proxy Managers dar, den wir bereits ausführlich beschrieben haben.

Quelle: https://conduit.rs

Ventoy jetzt mit GUI

Do, 16. September 2021, Ralf Hersel

Ventoy ist ein Open-Source-Tool zur Erstellung bootfähiger USB-Laufwerke. Ursprünglich wurde es als Kommandozeilenprogramm veröffentlicht. Später, im März dieses Jahres, wurde eine Web-UI eingeführt, die jedoch nicht wirklich funktionell und benutzerfreundlich war. In diesen Tagen haben die Entwickler die erste Version von Ventoy mit einer nativen Linux-GUI angekündigt.



Mit Ventoy kann man ein bootfähiges und permanentes Laufwerk erstellen, das sogar mehr als eine Distribution auf einmal enthalten kann. Wir berichteten bereits im letzten Jahr über das Werkzeug. Das Tool ist sehr einfach zu bedienen. Man installiert es auf einem USB-Laufwerk und kopiert dann das ISO-Image auf dieses Laufwerk. Das USB-Laufwerk muss nicht formatiert werden, und man kann beliebig viele ISO-Dateien kopieren. Dann wird eine Liste der vorhandenen ISOs angezeigt, sodass man die bevorzugte booten kann.

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