Geht SUSE an die Börse?

Mi, 18. November 2020, Ralf Hersel

Laut Bloomberg plant EQT einen Börsengang für das deutsche Linux- und Unternehmenssoftware-Unternehmen SUSE. EQT ist eine in Schweden ansässige Private-Equity-Firma mit einer Kapitalisierung von 50 Milliarden Euro. SUSE ist der führende Linux-Distributor der Europäischen Union.


Im Laufe der Jahre hat SUSE mehrmals den Eigentümer gewechselt. Zunächst wurde das Unternehmen 2004 von Novell übernommen. Dann kaufte Attachmate Novell und SUSE im Jahr 2010. Im Jahr 2014 erwarb Micro Focus Attachmate und SUSE wurde als eigenständiger Geschäftsbereich ausgegliedert. Im März 2019 erwarb EQT dann SUSE für 2,5 Milliarden US-Dollar von Micro Focus.

Mit einem Börsengang von ca. 6 Milliarden Dollar würde EQT in sehr kurzer Zeit einen Erfolg verbuchen.

SUSE ist unter EQT sehr erfolgreich gewesen. Der im September 2020 gemeldete Q3-Umsatz von SUSE ist im Vergleich zum Vorjahr um 14% gestiegen. Dies geschah trotz der Ergebnisse der COVID-19-Pandemie der Weltwirtschaft. Die Buchungen von Cloud ACV (Annual Contract Value) florierten weiterhin mit einem Wachstum von 81% und markierten damit 14 aufeinanderfolgende Quartale im Jahresvergleich einen Anstieg des Cloud ACV.

Die deutsche Linux-Power meldete ausserdem einen Anstieg von 35% im bisherigen Jahresverlauf bei Kundenaufträgen im Wert von mehr als 1 Million US-Dollar, einen 50%igen Anstieg der ACV-Buchungen im Jahresvergleich für SUSE Linux Enterprise Server (SLES) für SAP-Anwendungen und einen 25%igen Anstieg der ACV-Buchungen in den USA im Jahresvergleich. Kurz gesagt: SUSE wächst und zwar schnell.

Laut Bloomberg befinden sich die Abklärungen für einen möglichen Börsengang in einem sehr frühen Stadium.

Quelle: https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-11-06/eqt-is-said-to-plan-ipo-of-6-billion-software-developer-suse?sref=y7UfZ5i4

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