Nextcloud fordert eine digital souveräne Schulcloud

Freie Software in Schulen ist leider immer noch selten. Nextcloud möchte dies ändern und bietet zusammen mit IONAS eine Lösung an.

Do, 10. September 2020, Lioh Möller

Der Anbieter der Open Source Cloudlösung für kollaborative Zusammenarbeit und Dateiaustausch Nextcloud sieht die aktuelle Entwicklung an deutschen Schulen als kritisch an. Aufgrund der für alle überraschend eingetretenen Pandemie waren und sind viele Schule schlichtweg überfordert und haben in der Not zu einem schnell verfügbaren Strohhalm gegriffen. Sei es Zoom oder Microsoft 365 mit Teams, welches bereits bei vielen Schulen zum Einsatz kommt. Doch laut Hersteller verlieren Schulen damit ihre Eigenständigkeit und letztendlich auch die Kontrolle über die Daten der Schüler und des Personals.

Auch von betroffenen Schülern und Eltern wird Kritik laut. Viele sind nicht bereit ihre Dokumente und Daten in die Hände eines amerikanischen Anbieters zu legen. Ein rechtlicher Rahmen ist nur bedingt gegeben und es ist nur schwer zu überprüfen, wer tatsächlich alles Zugriff auf diese Daten erhält.

Ein weiterer angeführter Punkt ist die Stärkung der inländischen Wirtschaft. Und genau dort positioniert sich Nextcloud. In Zusammenarbeit mit IONAS wird eine Software-as-a-Service Lösung für Schulen angeboten, um einen ähnliche geringen Betriebsaufwand zu bieten, wie es zum Beispiel bei Produkten von Microsoft der Fall ist. Laut Nextcloud kann die angebotene Lösung ohne Weiteres von Millionen von Schülern gleichzeitig genutzt werden. Die Kosten liegen dabei unter denen eines vergleichbaren Angebotes von Microsoft und die Daten werden ausschliesslich in Deutschland DSGVO konform verarbeitet.

Quelle: https://nextcloud.com/blog/eine-digital-souverane-schulcloud/