Captain it's Wednesday - Folge 194 - Vanille versus Erdbeere

  Ralf Hersel   Lesezeit: 3 Minuten  🗪 5 Kommentare Auf Mastodon ansehen

Folge 194 des CIW Podcasts. Unser Desktop soll schöner werden, oder so bleiben, wie er ist.

captain it's wednesday - folge 194 - vanille versus erdbeere

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Shownotes

CIW - Folge 194 - 16.09.2026 - Vanille versus Erdbeere

  • Wir begrüssen alle Oberflächlichen zur Folge 194 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 1. September von Lioh Möller und Ralf Hersel. In dieser Folge reden wir über Desktop statt Distro und ob mensch seine Arbeitsoberfläche verändern möchte.

Hausmitteilungen

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  • Hinweis: Diese Folge erschien bereits am 26. August als Artikel, aber ohne Lioh.

Thema: Unser Desktop soll schöner werden, oder nicht?

Wenn sich Ein- oder Umsteiger für Linux interessieren, liegt das Augenmerk meistens auf einer geeigneten Distribution. Soll man Ubuntu oder Linux Mint verwenden? Oder eine der tausend anderen Distributionen? Die Antwort lautet: Nein!

Die aktuellen Distros sind alle so gut, dass es für die Einsteigerin kaum einen Unterschied macht. Allenfalls ist es hilfreich, den Unterschied zwischen Stable und Rolling zu verstehen. Neulingen empfehlen wir stabile Distributionen. Linux Mint mit dem Cinnamon-Desktop ist eine gute Basis. Selbstverständlich fallen uns mindestens drei weitere gute Starter-Distros ein, aber wir hüllen uns in Schweigen, weil Vielfalt am Anfang verwirrt.

Für viel wichtiger als die Distribution, halten wir die Arbeitsoberfläche, also den Desktop. Das ist, was euch grafisch anmacht und euren Arbeitsablauf bestimmt. Im Gegensatz zu den mannigfaltigen Distributionen, hält sich die Auswahl bei den Desktops in Grenzen. Die wichtigsten sind (ohne Reihenfolge):

  • KDE-Plasma
  • GNOME-Shell
  • Xfce
  • LXqt
  • Cinnamon

Eigentlich sind es nur KDE-Plasma und GNOME, weil Xfce die beste Wahl für schwachbrüstige Computer ist und Cinnamon sehr durch die Popularität von Linux Mint verstärkt wird.

Lioh mag was?

  • Xfce

Ralf mag Erdbeere

  • Das GNOME-Problem (zu wenig, zwingt zu Erweiterungen)
  • Die Extension-Herausforderung (sie versagen bei neuen GNOME-Versionen)
  • Der Workflow (App-Grid?)
  • Die Optimierungen-Anwendung (blaues Puzzleteil)
  • Platz sparen (Dash-to-Panel)
  • Shortcuts (wichtige Anwendung und Shutdown)
  • Hintergründe
  • Menü statt Grid
  • Overview on Startup (Claudias Skript)
  • Arbeitsflüsse (Screenshot für Artikel)
  • Nautilus: Die Katastrophe (default Fokus beim Speichern-Dialog)
  • Kein Session-Restore
  • Keine Erinnerung an Window-Grösse und -Position

Outro

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Quellen

Tags

Podcast, CIW, Captain

Herbert Hertramph
Geschrieben von Herbert Hertramph am 16. September 2026 um 17:37

Sehr gute Folge! Ab und zu hat man schmunzeln müssen, über Eure Wortwechsel - Lioh = die "reine Lehre", Ralf = der Pragmatiker :-) Aber was mich wirklich interessiert: Die These von Lioh, dass Mint technisch nicht gut sei. Man hätte mehr Möglichkeiten mit anderen Systemen. Was ist denn damit genau gemeint? Ich bin seit 2 Jahren sehr zufrieden mit Linux Mint und habe es auch wunderbar anpassen können - sowohl optisch, Design, Funktionen, Automatisierungen usw. usw. XFCE, das evtl. eher Liohs Vorstellungen entspricht, kenne ich auch einigermaßen, finde es gut, kenne auch ein paar technische Vorteile - wüsste aber als Anwender nicht, was mein "Mehrwert" da wäre. Mit KDE Plasma geht es mir ähnlich wie Ralf - ich will ja nicht ständig irgendwo rumschrauben. Auch finde ich den Gedanken von Ralf gut, Umsteigern 1 System (= Linux Mint) vorzuschlagen und nicht aus jeder Ecke mit anderen Varianten zu kommen. - Aber wenn es denn eine Distro gibt, die für mich als Anwender echte Vorteile gegenüber Mint im Alltag bringt, so schaue ich mir die gerne noch mal genauer an. Prima wäre es, wenn Lioh zu diesem Thema mal einen Artikel oder ein Video machen könnte!

Stefan
Geschrieben von Stefan am 16. September 2026 um 20:37

Das hast du wirklich sehr gut zusammengefasst. Ich bin ebenfalls jetzt seit ca. 3 Jahren auf Linux Mint unterwegs und bin dort ebenfalls noch nie auf irgendwelche Nachteile gegenüber anderen Linux Distributionen oder gar Showstopper gestoßen. Ganz im Gegenteil, haben die allermeisten Dinge immer sofort funktioniert. Wenn ich die allerneuste Bleeding Edge Software brauche installiere ich mir eben das native Debian Paket oder ich nehme dafür das Flatpak, dass automatisch vom Systemupdate unterstützt wird. Diskussionen um Desktops und technische Hintergründe sind spannend, aber ich kenne auch nichts, worauf man bei der Benutzung von Linux Mint verzichten muss, also mir fehlt nichts.

Wer vor der Wahl einer passenden Linux Distro steht, sollte vielleicht mal einen Blick in die mehr als 1000 Bewertungen werfen. Viele sind mit Mint super zufrieden, weil das System einfach genau das tut was es soll - nämlich (rock solid) funktionieren! https://distrowatch.com/dwres.php?resource=ratings&distro=mint

El Pollo Diablo
Geschrieben von El Pollo Diablo am 17. September 2026 um 17:26

Minute 36:26: Ralf liefert den besten Titel für diese Folge -> "Warum dieses Scheiß AppGrid?!" :D

Kann ich als GNOME User aber bestätigen. Am klassischen PC ist das AppGrid nahezu überflüssig. Ich selbst nutze auch nicht das AppGrid. Am Desktop geht es locker mit der Super-Taste. Am Laptop wird mit drei Fingern nach oben gewischt und drauf los getippt.

T
Geschrieben von T am 20. September 2026 um 09:41

Sehe ich auch so. Fahre auch zweigleisig. Am Stand PC mit großem Bildschirm und Maus KDE. Am Laptop Gnome.

Rolf
Geschrieben von Rolf am 24. September 2026 um 13:09

Schöner Diskurs!

Ich war treuer Gnome-Nutzer, bis ich die Standard-Bookmarks in Nautilus anpassen wollte. Beim Neukompilieren von glib und Nautilus muss irgendwas schief gegangen sein, jetzt bin ich bei KDE.