Blender: Am Mittwoch ist Blender 5.2 LTS als Beta erschienen. Die finale Version, die Mitte Juli erscheinen soll, wird also zwei Jahre Unterstützung erhalten, was insbesondere für große Projekte und Firmen wichtig ist, die nicht ständig auf eine neue Version umstellen können.
Die größten Neuerungen sind ein experimentelles, auf Geometry Nodes basierendes, Physics-System, welches schnell und einfach Stoff- und Haarsimulationen ermöglicht. Der Realtime-Renderer Eevee wurde verbessert, Cycles hat einen neuen Texture-Cache bekommen, der den RAM-Verbrauch in großen Szenen senkt und die Zusammenarbeit des Videoschnitt-Editors und des Compositors wurde verbessert. Wie eigentlich immer seit ihrer Einführung wurden auch die Geometry Nodes deutlich verbessert. Die vollen Änderungen sind in den ausführlichen Release Notes zu finden.
Servo: Die in Rust geschriebene Browser-Engine Servo ist am Sonntag in Version 0.2 erschienen. Neben den üblichen Verbesserungen im Hinblick auf die Kompatibilität zu verschiedenen Web-Funktionen ist die neue Android-Oberfläche eine große Neuerung. Alle Details zur neuen Version lassen sich im monatlichen Blogpost der Servo-Entwickler finden.
Natürlich sind die Engine und vor allem noch die Browser (also Desktop und Mobile) noch im frühen Alpha-Stadium, es treten also noch häufig Anzeigefehler auf und die UI bietet auch bisher nicht viele Optionen. Trotzdem ist es gut zu sehen, dass das Projekt erfolgreich voranschreitet.
KDE: Die kommende KDE Plasma Version 6.7 wird die letzte mit X11-Unterstützung sein. Danach wird mit der Entfernung des veralteten Protokolls begonnen und nur noch Wayland wird zur Verfügung stehen. XWayland wird dabei weiterhin existieren, um die Kompatibilität mit X11-Programmen sicherzustellen, sodass die meisten User nicht viel von der Umstellung mitbekommen dürften. Die Statistiken, die das Projekt erhebt, zeigen, dass etwa 95 % der Nutzer der aktuellen Version 6.6 Wayland nutzen und so die meisten nicht betroffen sein dürften.
Sonstiges: Flathub hat seine KI-Regelungen überarbeitet, worüber Linuxnews.de berichtete. Zukünftig sollen keine neuen Programme mehr angenommen werden, bei denen KI zum Einsatz kam.
IBM möchte mit Project Lightwell etwa 5 Milliarden US-Dollar in Open-Source-Sicherheit investieren. Die Details und Probleme dazu lassen sich ebenfalls bei Linuxnews.de finden.
Beim COSMIC-Desktop wird an ziemlich prominenten Blur-Effekten gearbeitet, wie Carl Richell, CEO von System76, der Firma hinter POP_OS und dem COSMIC-Desktop, auf Mastodon zeigte.
Quellen:
Titelbild: https://unsplash.com/photos/white-printer-paperr-FoKO4DpXamQ
https://servo.org/blog/2026/05/31/april-in-servo/
https://developer.blender.org/docs/release_notes/5.2/
https://linuxnews.de/flathub-verschaerft-regeln-fuer-ki-generierten-code/
https://fosstodon.org/@carlrichell/116677708316358089
https://blog.davidedmundson.co.uk/blog/596/
https://linuxnews.de/ibm-will-5-milliarden-dollar-in-open-source-sicherheit-investieren/
