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Shownotes
CIW - Folge 168 - 04.02.2026 - DI.DAY
- Wir begrüssen alle Unabhängigen und die, die es werden wollen, zur Folge 168 von "Captain it's Wednesday", dem Podcast über Freie Software und Freie Gesellschaft von GNU/Linux.ch, aufgenommen am 2. Februar von Lucas Peters und Ralf Hersel. In dieser Folge sprechen wir über den Digital Independence Day.
Hausmitteilungen
- Jetzt kann man bei uns auch über GNU Taler spenden.
- Lucas ist unser neues CORE-Mitglied und ersetzt Silas.
Thema: DI.DAY
Was ist der Digital Independence Day?
Der Di.Day ist eine gemeinsame Initiative vieler Organisationen, Verbände und Institutionen, die von Save Social - Networks For Democracy in Hamburg koordiniert wird. Die Initiative wurde beim letzten Congress von Mark-Uwe Kling (der mit dem Känguru) und Linus Neumann (der vom CCC) angekündigt.
Aktuell wird der DI.DAY von 44 Organisationen unterstützt. Darunter findet man fast alle, die in der Freien Software Szene eine Rolle spielen, wie z. B.: dem CCC, Wikimedia, Mastodon, Ecosia, Nextcloud, der Open Search Foundation, Digitalcourage, dem SUMA e.V., der Digitalen Gesellschaft, Tuta und viele andere.Die Idee: An jedem 1. Sonntag im Monat ist DI.DAY. Man wählt kleine und einfache Schritte, um ein Stück digitale Freiheit zurückzugewinnen. Warum nicht häufiger? Um sich nicht übermässig unter Druck zu setzen. Es gibt eine Agenda mit Veranstaltungen, die am jeweiligen DI.DAY durchgeführt werden. Zu bemerken ist, dass zu Beginn kein vollständiger Wechsel nötig ist, anfangs reicht auch eine Fokusänderung.
Auf der Website der Initiative gibt es Umsteigevorschläge, die als Rezepte formuliert sind, z. B.:
- Microsoft zu LibreOffice
- PayPal zu Wero
- Chrome zu Firefox
- Google zu Ecosia
- Amazon zum Buchladen
- Gmail zu unabhängiger E-Mail
- X zu Mastodon
- WhatsApp zu Signal
- Weitere sollen folgen
- Lucas nennt diese: HomeAssistant, Immich, AdGuard, Jellyfin
- Ralf schlägt BigTech-Cloud zu Nextcloud vor …
- … und der Elefant im Raum heisst: Windows zu Linux
Aus CCC-Kreisen gab es auch Kritik zu den Rezepten, da diese zu einseitig ausfallen. Dabei gibt es bei allen Rezepten einen Nachtisch mit Zusatzinformationen, in denen weitere Alternativen Erwähnung finden, z. B. neben Signal auch Threema und Matrix-Element. Eine weitere Kritik gibt es bezüglich des Messengers Signal, aufgrund dessen US-Abhängigkeit.
Wer sich für einen Richtungswechsel interessiert, ist nicht nur auf die DI.DAY-Veranstaltungen angewiesen. Hier sind ein paar weitere Möglichkeiten:
- im Freundeskreis fragen
- die EndOf10-Veranstaltungen besuchen
- einen Blick auf die Linuxheldenkarte werfen
- beim lokalen Hackerspace oder einer Linux User Group vorbeischauen
- zu einem Erfa-Kreis des CCC gehen
- eine lokale Gruppe der FSFE besuchen
- den GNU/Linux.ch-Räumen TALK und HELP beitreten
Wichtig ist, überhaupt ein Problembewusstsein zu entwickeln und sich die Möglichkeiten klarzumachen. Dann kann man mit Unterstützung kleine Schritte machen und mit den einfachen Umstellungen beginnen. Nach und nach entwickelt sich dann ein Gefühl der Selbstermächtigung und der Freiheit. Es fühlt sich toll an, aus der Fremdbestimmung auszubrechen. Wer einmal damit begonnen hat, kann sich nach einiger Zeit auch den dicken Brettern widmen.
Um den Schweizer Reformator Huldrych Zwingli sinngemäss zu zitieren:
“Tut um eurer Willen etwas Tapferes!”
Outro
- Euer Feedback ist uns wichtig. Ihr könnt uns über Matrix, Mastodon oder per E-Mail erreichen. Die Adressen findet ihr auf unserer Webseite.
- GNU/Linux.ch ist ein Magazin, in dem die Community für die Community interessante Artikel erstellt und im Podcast darüber diskutiert. Helft mit, die Infos für die Community zu bereichern. Wie das geht, erfahrt ihr hier.

Hallo Ralf,
ich hör euren Podcast schon länger und bin grad bei eurer aktuellen CiW - Episode über den di-day. Ich hab grad vor 2-3 Wochen mein Audiostreaming-System vom uralten Raspi 3 auf den etwas performanteren Raspi 4 übersiedelt. Ich weiß, dass du mopidy schon mal versucht/verflucht hast, weil die Installation bei dir nicht geklappt hat, kann aber bestätigen, dass es auch auf aktuellen Systemen (Debian Trixie & Python 3.13.5) nach wie vor sehr gut läuft. Neben der Möglichkeit via Snapcast beliebig viele Clients dranzuhängen ist für mich hier der größte selling point, dass man auch subsonic/navidrome einbinden kann. Damit kann ich über meinen Navidrome-Server gleichzeitig über Mopidy zu Hause Multiroom Streamen und über den Android-Client unterwegs Musik aus der gleichen Quelle hören. Die Basis für das Einrichten war bei mir (damals wie heute) die sehr gute Anleitung von hoerli: https://hoerli.net/mopidy-snapcast-multi-room-music-setup/
Lg Chris
PS: Wie die Lage bzgl. Spotify API aktuell aussieht weiß ich leider nicht, damals ging die Mopidy-Spotify-Integration kaputt weil Spotify 2022 kurzerhand die Schnittsstelle abgedreht hatte.
Alternativ gibt es noch den Picoreplayer in Verbindung mit Lyrionmediaserver ( ehemals Logitechmediaserver). Für diese Kombi gibt es Plugins für Qobuz. Tidal, Deezer, Spotify und mehr. Die Bedienung erfolgt über Handy/Tablett, jedem Webbrowser und alternativ über Touchpanel, wenn man mehr möchte. Ich bin damit sehr zufrieden.
LG Mike
Hallo, habe die Folge noch nicht ganz fertig gehört. Aber kurzes Feedback Libreoffice: Mein AG (ca. 600 MA) hatte vor Jahren schon auf Libreoffice gesetzt weil es günstiger als MS-Office ist/war. ( das Rechenzentrum hat etwas verlangt für die Pflege und automatische Updates usw.). Seit 2 Jahren sind wir bei M365 :-(( . Aber die VR-Banken in Deutschland müssen / wollen das ja. :-((
Mail: Ich habe eine eigene Domain und kann bei meinem Hoster entweder mehrere Postfächer anlegen oder Aliase auf eine bestehende Mailadresse anlegen. Für bestimmte Dienste habe ich jeweils einen eigenen Alias oder für Newsletter einen gesammelten. Ja ist aufwändiger zu verwalten aber damit wird die "richtige" Adresse nicht so schnell zugespammt und nicht jeder Dienst/Shop kennt meine richtige Adresse und damit hoffentlich weniger Profilbildung. Aber es gibt ja noch mehr Möglichkeiten z.B. Catch-All-Adresse usw.
Viele Grüße, Stefan
Hi zusammen
Zum DiDay kann ich nicht so viel beitragen, weil ich vor 20 Jahren auf Linux umgestiegen bin und die Monopolplattformen zwar immer angeschaut habe, aber nach Kräften vermieden habe, sie in meine Prozesse einzubauen.
Zu Eurer Frage nach dem Umgang mit Email bei Diensten, Online-Shops etc. meine zwei Cents:
Ich habe eigene Domänen/Subdomänen. Vor Jahren habe ich eine Subdomain "nospam." angelegt und mir angewöhnt, für fast alle Dienste eine Alias-Mail anzulegen, z.B. aliexp-hm@nospam., die auf eine zentrale Mail-Adresse zeigen. Über die Jahre haben sich so fast 1000 Aliase angesammelt.
Wenn dann einer der Aliase bei "Have I Been Pwned" auftaucht oder Spam auftaucht, dann ist der Schaden begrenzt und/oder der Alias schnell gelöscht.
Über die Jahre muss ich aber sagen, dass ich über die Alias-Adressen fast keinen Spam bekomme. Ob`s an der "nospam"-Abschreckung, dem Namen des Dienste-Anbieters in der Mail-Adresse auftaucht oder die Plattformen alle so seriös sind, weiß ich natürlich nicht ..
Das ist sicherlich etwas nerdig und nicht für jedermann/frau machbar - aber eben auch eine Variante ..
LG in die Schweiz, Peter
Ah, Euer "Little Bobby Tables" Filter entfernt Ausdrücke in spitzen Klammern. Im Text oben sollte da stehen "nospam.[domainname]" bzw. aliexp-hm@nospam.[domainname]. War vermutlich trotzdem verständlich - aber der vollständigkeit halber ..