My Love - OpenDTU

Di, 6. Dezember 2022, Remo

Vor einiger Zeit habe ich meine Plug-&-Play-Photovoltaikanlage vorgestellt. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich für einen neuen Wechselrichter entschieden, hauptsächlich um zwei separate MPPT zu haben. Ich habe einen HM-1200 von Hoymiles gekauft. Die Einspeiseleistung muss auf 600 W begrenzt werden, um den normativen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu wird aber eine Datenübertragungseinheiten (DTU) vom Hersteller benötigt. Diese kostet je nach Model so viel ein Wechselrichter und für die Ertragsüberwachung ist man von der Cloud des Herstellers abhängig. Bei der Suche nach einer Alternative bin ich auf das Projekt OpenDTU gestossen. OpenDTU stellt eine offene Schnittstelle zu den Hoymiles Wechselrichtern bereit. Ich möchte euch das Projekt kurz vorstellen.

Da das Projekt noch sehr jung ist, gibt es häufig Updates. Es gibt auch noch keine stabile Version. Man installiert immer den main branch. Allerdings läuft der ESP32 bei mir seit zwei Wochen durch und das absolut stabil. Eine Installationsanleitung findet ihr auf der Projektseite oder in der c’t 24/2022 S. 158.

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Fedora Mobility Phosh

Di, 5. Dezember 2022, Lioh Möller

Das Fedora Engineering and Steering Committee (FESCo) hat der Erstellung von Installationsmedien für Mobilgeräte zugestimmt. Geplant ist es für die kommende Version 38 entsprechende ISOs für die Architekturen x86_64 und AArch64 bereitzustellen.

Als grafische Benutzeroberfläche ist zunächst Phosh auf Basis von Wayland vorgesehen. Eine Variante mit Plasma Mobile ist allerdings ebenfalls angedacht.

Die Fedora Mobility SIG (Special Intrest Group) hat die benötigten Phosh Pakete bereits erstellen können und in eine Paketgruppe namens phosh-desktop zusammengefasst.

Zu beachten ist dabei, dass PinePhones zwar ein mögliches Ziel darstellen, aktuell allerdings noch nicht alle für eine Unterstützung benötigten Treiber im Upstream-Kernel vorhanden sind.

Weitere Informationen finden sich im Change Proposal.

Quelle: https://pagure.io/fesco/issue/2896
Bildquelle: https://puri.sm/posts/phosh-overview/

Umfragen #40: Fediverse-Client

Mo, 5. Dezember 2022, Marco

In der letzten Umfrage wollte GNU/Linux.ch wissen, ob innerhalb der Community der Bedarf an spontanen Audioräumen besteht. Dieses Mal will die Community wissen, welche Anwendung ihr für die Nutzung des Fediverse bevorzugt.

Zunächst einmal die Resultate der vorherigen Umfrage. Im Fediverse haben 113 Personen an der Umfrage zum Thema spontane Audioräume teilgenommen. Zusätzlich hat eine Person den Artikel direkt kommentiert. Nachfolgend die Aufteilung der Antworten aus dem Fediverse:

  • Gute Idee, wäre ich dabei. (24%)
  • Gute Idee, aber nichts für mich. (42%)
  • Kann mich nicht entscheiden. (16%)
  • Andere / Ergebnis (19%)

Der grösste Teil der Personen, welche an der Umfrage teilgenommen haben, findet, dass spontane Audiokonferenzen eine gute Idee seien, allerdings sind diese nicht daran interessiert. Rund ein Viertel der Teilnehmenden gab an, dass die Idee gut ist und sie auch dabei sind. 16% können sich nicht entscheiden und 19% haben die Antwortoption "Andere / Ergebnis" gewählt. Insbesondere bei der letzten Antwortoption wird es sicherlich auch einige Stimmen dabei haben, welche die Idee grundsätzlich als nicht sinnvoll oder geeignet erachten.

Neben den Umfrageantworten wurden auch einige Kommentare hinterlassen. Als mögliches technisches Werkzeug für spontane Audiokonferenzen wurde Jitsi Meet genannt, da es im Vergleich zu BigBlueButton weniger technische Funktionen gibt und so für alle einfacher verständlich ist. Die Möglichkeit, spontane Audiokonferenzen zu nutzen, wird von einer Person vorwiegend bei Verständnisproblemen als sinnvoll erachtet. Ein Kommentar weist darauf hin, dass dies andere bereits betreiben, allerdings benötigt es dort für ein reibungsloses Funktionieren noch ein wenig Erfahrung.

Bei der aktuellen Umfrage möchte die Community wissen, wie und vor allem mit welchen Anwendungen ihr das Fediverse hauptsächlich nutzt. Folgende Antwortoptionen stehen zur Verfügung:

  • Webanwendung
  • Desktop-Anwendung
  • Smartphone-App
  • Kommandozeilentool

Am einfachsten könnt ihr im Fediverse an der Umfrage teilnehmen. Natürlich kann wie gewohnt auch in unseren Kommunikationskanälen oder direkt beim Artikel ein Kommentar hinterlassen werden.

Bildnachweis: https://pixabay.com/illustrations/technology-equipment-responsive-web-2468063/ (Pixabay-Lizenz, ElisaRiva)

Thunar statt Nautilus

Mo, 5. Dezember 2022, Ralf Hersel

Der Standard-Dateimanager der GNOME-Desktopumgebung heisst GNOME-Files (aka Nautilus). Die aktuelle Version 43.0 hat als grosse Verbesserung die Auswahl von mehreren Dateien oder Verzeichnissen mit der Maus (Maus-Lasso) erhalten. Daneben sehe ich jedoch einige Verschlechterungen, die mich stören und bewogen haben, eine Alternative auszuwählen.

Sowohl Nautilus als auch Thunar verwenden GTK als GUI-Toolkit, womit dem Austausch aus optischen Gründen nichts im Wege steht. Thunar sieht genauso gut wie Nautilus auf dem GNOME-Desktop aus. Bei der Funktionalität bietet der Dateimanager aus dem Xfce-Lager in vielen Bereichen mehr, als GNOME-Files. Wer mit Nautilus keine Probleme hat, kann den GNOME-Standard-Dateimanager selbstverständlich weiterverwenden. Allen, die mehr möchten, kann ich Thunar empfehlen.

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RawTherapee 5.9 wurde veröffentlicht

Mo, 5. Dezember 2022, Joël Schurter

Das bekannte Bildbearbeitungstool, welches besonders für das Verarbeiten von RAW-Bildern geeignet ist, hat mit der Version 5.9 ein neues Update erhalten.

In diesem Update wurden verschiedene Werkzeuge verbessert und neue hinzugefügt. Des Weiteren sind zahlreiche Fehler behoben worden und es werden neu sehr viele weitere Kameramodelle unterstützt.

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Serienbriefe mit Python

Mo, 5. Dezember 2022, Ralf Hersel

Das ist ein typischer Linux-Artikel. Wenn dich etwas juckt, dann ändere es! Zurzeit bin ich damit beschäftigt, für GNU/Linux.ch einige Serien-E-Mails zu schreiben. Dabei gibt es einen Grundtext, der für viele Adressaten personalisiert werden muss. Als Erstes fällt einem ein Serienbrief in LibreOffice Writer als Mittel der Wahl ein. Nach fünf Minuten, mit dem Serienbrief-Assistenten, hatte ich die Nase voll, und beschloss ein eigenes Programm für Serienbriefe zu schreiben.

Vermutlich gibt es schon hunderte Shell-Skripte, die diese Aufgabe lösen. Da ich nach kurzer Suche keine gefunden hatte, entschloss ich mich, diesen Anwendungsfall durch eine eigene Lösung abzudecken. Die Bestandteile sind ein Mustertext, der mit Platzhaltern ergänzt ist. Diese Platzhalter sollen durch individuelle Inhalte durch das Programm ersetzt werden. Diese Inhalte stehen in einer CSV-Datei, wobei die Namen der Platzhalter in der ersten Zeile der Datei stehen.

Damit ihr euch das besser vorstellen könnt, folgt nun eine ausführliche Erklärung:

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ChatGPT, emuliere ein Linux Terminal!

Mo, 5. Dezember 2022, Ralf Hersel

Vergangenen Freitag hatte ich mich mit OpenAIs ChatGPT über Adventskalender unterhalten. Die KI basiert auf dem erweiterten GPT 3.5 Sprachmodell und erlaubt lockere Chats oder das Generieren von Gedichten. Das Ding kann aber noch mehr; wie wäre es mit einem Terminal-Emulator?

Wie bei vielen KI-Engines hängt das Ergebnis massgeblich vom Prompt ab. Also von der Text-Eingabe, mit der man seine Wünsche beschreibt. Das gilt für die Generierung von Bildern mit Stable Diffusion, für die Text-Generierung mit GPT3, und auch für die Ergebnisse, die man ChatGPT herausholen möchte. Hier ist ein Versuch, auf den man nicht ohne Weiteres kommt.

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Chemnitzer Linux-Tage 2023

Mo, 5. Dezember 2022, Ralf Hersel

Die Chemnitzer Linux-Tage finden am 11. und 12. März 2023 wieder vor Ort statt. Für die Veranstaltungen werden noch Vorträge, Workshops, Aussteller und Helfer gesucht. Beiträge können bis zum 4. Januar 2023 eingereicht werden. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Bewusst sein".

Die Veranstalter beschreiben es so:

Wir hoffen, im März 2023 unsere Besucherinnen und Besucher nach zwei Online-Jahren endlich wieder vor Ort begrüßen zu können. Ein wichtiger Schritt dorthin ist hiermit getan: Unsere Webseite und die herzliche Einladung zum Einreichen von Beiträgen für das Vortrags- und Workshopprogramm oder den Präsentationsbereich im Foyer sind online.

„Bewusst sein“ ist unser Motto für 2023: Was bedeutet es, sich für Open Source, vielleicht sogar konkret ein bestimmtes Projekt oder Produkt zu entscheiden – sowohl nutzend als auch entwickelnd? Wie bringe ich mein Wissen verantwortungsvoll und nachhaltig in Projekte ein? Welche Konsequenzen ergeben sich aus meinen Entscheidungen, beispielsweise für eine bestimmte Lizenz?

Zu diesen und weiteren Fragen suchen wir Beiträge für unser Vortrags-, Workshop- und Junior-Programm und laden ebenso zur Bewerbung um einen Platz im Präsentationsbereich ein.

Quelle: https://chemnitzer.linux-tage.de/2023/de