Einsteigerlinux: Manjaro/Xfce

Mi, 26. Januar 2022, Ralf Hersel

Manjaro ist eine auf Arch Linux basierende Linux-Distribution, die in Österreich, Frankreich und Deutschland entwickelt wird. Die Distribution ist auf Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet. Wie seine Basis - Arch Linux - nutzt es ein Rolling-Release-Modell.

Das Projekt bietet drei Haupt-Desktop-Umgebungen an: Xfce, KDE-Plasma und die GNOME-Shell. Ob und wie sich Manjaro für Einsteiger eignet, teste ich mit der aktuellen Version 21.2.1 mit dem Xfce-Desktop. Um an die ISO-Datei zu gelangen, wählt man auf der Webseite des Projekts zuerst aus, welche Desktop-Umgebung man gerne hätte und kann diese dann direkt, oder als Torrent-Datei herunterladen.

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Systemd lernen und ausprobieren

Mi, 26. Januar 2022, Ralf Hersel

Systemd ist eine Sammlung von Programmen, Hintergrundprogrammen und Bibliotheken für Linux-Systeme. Ihr zentraler Bestandteil ist der systemd init-Prozess, der als erster Prozess zum Starten, Überwachen und Beenden weiterer Prozesse dient. Es bietet aber auch andere Systemkomponenten an, deren Bandbreite vom Booten bis zum Logging reichen.

Die Webseite systemd-by-example stellt eine Möglichkeit dar, um sich mit systemd zu beschäftigen, bzw. den Umgang damit zu lernen. Die Seite ermöglicht es einem, wie auf einer Spielwiese systemd interaktiv zu erlernen, direkt vom Browser aus. Dort kann man Beispiele erstellen, ohne Gefahr zu laufen, sein System zu zerstören, und ohne von Hunderten von unzusammenhängenden Unit-Dateien abgelenkt zu werden.

Die Seite führt anhand von 15 Beispielen die Verwendungsmöglichkeiten von systemd ein. Es wird mit einem 'leeren' System begonnen, bei dem keinerlei Systemd-Units vorhanden sind. Nun kann man sich schrittweise durch die Beispiele hangeln, um mit systemd zu experimentieren. Ermöglicht wird das durch eine 'Spielwiese', die aus drei Tabs besteht. Im ersten Reiter sieht man die einzelnen Unit-Dateien und deren Inhalte. Im zweiten Reiter wird der Output eines gestarteten/laufenden Betriebssystems angezeigt. Der dritte Tab zeigt die Ausgabe des Systemd-Journals. Die Webseite erlaubt es einem, bestehende Units zu verändern und neue hinzuzufügen.

Nachdem man sich die einzelnen Unit-Dateien angesehen (und verstanden) hat, kann man die Spielwiese starten, um das Betriebssystem in Gang zu setzen. Der Output-Reiter verrät einem, was die Units bewirken. Im Journal-Reiter sieht man die Protokoll-Ausgaben von systemd. Die virtuelle Maschine erlaubt auch das System zu stoppen. Das ist wichtig, weil beim Shutdown eines System, ebenfalls systemd Aktionen ablaufen, deren Ausgabe von Interesse sind.

Quelle: https://systemd-by-example.com/

App für GNOME-Shell Erweiterungen erhält neue Funktionen

Di, 25. Januar 2022, Ralf Hersel

Der Extension Manager ist eine Desktop-Anwendung, mit der man Erweiterungen für die GNOME-Shell suchen, verwalten und installieren kann, ohne einen Webbrowser verwenden zu müssen. Die Anwendung basiert auf GTK4 und libadwaita und kann von Flathub aus installiert werden.


Das erste grosse Funktionsupdate fügt so ziemlich alles hinzu, was von den Nutzern vorgeschlagen wurde, darunter ein globaler Ein-/Ausschalter und eine klare Trennung zwischen den vom Nutzer installierten Erweiterungen und den vom System installierten Erweiterungen. Zusätzlich gibt es neue Filter, um die Suchergebnisse nach Beliebtheit, Aktualität, Downloads oder Namen zu sortieren - dieselben Optionen, die auch auf der Hauptseite der GNOME-Erweiterungen verfügbar sind.

Nicht unterstützte Erweiterungen werden nun in den Suchergebnissen markiert und nicht mehr versteckt. Ausserdem werden Vorschauen der Erweiterungen angezeigt, wodurch Anwender:innen eine Entscheidungshilfe vor der Installation erhalten. Der Extension Manager in Version 0.2.1 unterstützt jetzt auch den dunklen Modus (manuell oder automatisch), und der Entwickler hat die allgemeine Leistung und Stabilität des Tools zu verbessert.

Der Extension Manager ist auf Flathub verfügbar.

Quelle: https://github.com/mjakeman/extension-manager

Einsteigerlinux: Debian GNU/Linux

Di, 25. Januar 2022, Lioh Möller

Bei Debian GNU/Linux handelt es sich um die Hausdistribution des Debian Projektes. Neben Slackware ist Debian GNU/Linux eine der ältesten noch aktiv entwickelten Distributionen. Das Projekt ist als Community mit klaren Strukturen aufgestellt. Umgangssprachlich wird meist von Debian gesprochen, wobei es sich dabei jedoch wie eingangs erwähnt um das Projekt und nicht um die Linux-Distribution selbst handelt.

Für Linux-Einsteiger stellt bereits die Auswahl des passenden Installationsmediums die erste grosse Hürde dar. Ein Klick auf Herunterladen auf der Webseite des Projektes bietet interessierten Neulingen eine sogenannte netinstall ISO für die amd64 Architektur an. Während der Installation werden grosse Teile des Systems aus dem Internet nachgeladen, was eine verlässliche Internetverbindung voraussetzt. Darüber hinaus enthalten die Standardmedien keine unfreien Treiber. Somit sind ein grosser Teil von Komponenten wie die meisten WLAN-Adapter nicht lauffähig.

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Ada und Zangemann im Kindermagazin Kurzwelle

Di, 25. Januar 2022, Lioh Möller

In einer aktuellen Folge des Kindermagazins Kurzwelle stellen die Reporterinnen Emma und Karla das Buch Ada und Zangemann vor.

Auch wir haben das Märchen über Software, Skateboards und Himbeereis bereits vorgestellt und viele Erwachsene finden ebenfalls Gefallen daran. Doch was passt besser, als dass sich Kinder mit dem Buch von Matthias Kirschner auseinandersetzen.

In der kurzen Episode des Magazins werden Teile des Buchs vorgelesen und ein klarer Lesetipp ausgesprochen.

Bildquelle: Kindermagazin Kurzwelle
Verlag: https://oreilly.de/produkt/ada-und-zangemann/

SimpleX Chat

Di, 25. Januar 2022, Ralf Hersel

SimpleX ist ein dezentralisiertes Open-Source-Client-Server-Netzwerk, das Einwegknoten für die asynchrone Weiterleitung von Nachrichten verwendet und Empfänger und Absender anonymisiert. Der Hauptunterschied zu anderen Chat-Protokollen wie XMPP, Matrix, Signal besteht darin, dass SimpleX überhaupt keine Form von Identität für das Nachrichten-Routing verwendet und die erste Verbindung entweder ausserhalb des Bandes oder über Kanäle, die nicht am Nachrichten-Routing teilnehmen, hergestellt werden muss, sodass die einzige Möglichkeit, Verbindungen des SimpleX-Netzwerks aufzubauen, die Beobachtung der IP-Paketzeiten ist.


Darüber hinaus verwendet SimpleX zwei Schichten der E2E-Verschlüsselung (double-ratchet für Duplex-Verbindungen): Eine bietet Forward Secrecy, mit der der Chat auch dann noch Schutz bietet, wenn die Langzeit-Credentials bekannt werden, eine zweite ist zum Schutz der Metadaten gedacht.

SimpleX Chat verwendet das SimpleX Messaging Protocol (SMP), um Nachrichten in eine Richtung an einen Empfänger zu senden. Im Gegensatz zu P2P-Netzwerken werden alle Nachrichten über einen oder mehrere Server geleitet, die nicht persistent sein müssen. Hier werden asynchrone Nachrichtenwarteschlangen verwendet, die die Daten nur in eine Richtung übertragen können - in der Kommunikationstechnik auch Simplex genannt. Dies vereint die Vorteile und vermeidet die Nachteile von föderierten und P2P-Netzen.

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Augen auf bei der Tastatur-Wahl: Alternative Tastatur-Apps für Android, die nicht nach Hause telefonieren.

Di, 25. Januar 2022, Caos

Viele Tastaturapps haben einen enorm grossen Funktionsumfang. So kann man zwar einerseits in den Genuss personalisierter Wortvorschläge kommen, dieser mögliche Komfortvorteil erfordert aber anderseits permanente Verbindungen zwischen Tastatur-App und dem Server des Anbieters. Tastatur-Apps mit Online-Verbindung tracken also alle Eingaben, die auf dem Gerät erfolgen, inklusive höchst sensibler Daten wie Passwörtern, Kredikartennummern etc.
Custom ROMs haben in der Regel die Android-Tastatur des „Android Open Source Projects“ (AOSP) als Voreinstellung. Die häufigsten Tastatur-Apps, die jedoch auf Geräten mit Stock-Android vorinstalliert sind, sind „Swiftkey“ von Microsoft bzw. „Gboard“ von Google. „Sowohl SwiftKey als auch Gboard haben Zugriff zum Internet. Sie stehen im Verdacht, Nutzer*innendaten an ihre Hersteller zu versenden.“ (mobilsicher.de) Darüber hinaus genehmigen sich diese Tastatur-Apps oft unnötig viele Berechtigungen wie den Zugriff auf Kalender, Kontakte und Gerätestandort.



Die Nutzung einer alternativen Tastatur-App ist also in vielen Fällen schon aus Privacy-Gründen zu empfehlen. Darüber hinaus bieten einige alternative Anwendungen auch besondere Funktionen.
Der alternative App-Store F-Droid hat einige Tastatur-Apps im Angebot, die zunächst einmal zusätzlich installiert und dann in Ruhe ausgetestet werden können. Im nächsten Schritt kann dann eingestellt werden, welche Tastatur als Standard verwendet werden soll.

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Scribus 1.5.8 behebt mehrere Fehler

Di, 25. Januar 2022, Marco

Die Desktop-Publishing-Software Scribus ist in der Version 1.5.8 erschienen. Die Entwickler haben in der aktuellen Version Fehler behoben, Codeverbesserungen durchgeführt sowie erste Vorbereitungen getroffen in Bezug auf Qt6. Verbesserungen am Code dienen vor allem der Stabilität und der Performance. Der Quelltext von Scribus steht unter der GNU GPL öffentlich zur Verfügung.

Eine für den Endanwender ersichtliche Verbesserung in dieser Version ist sicherlich, dass die Oberfläche im Dark-Mode verbessert wurde und Icons aktualisiert wurden. Ausserdem wurde der Import von unterschiedlichen Dateitypen wie zum Beispiel PDF und PNG sowie das Exportieren einer PDF-Datei verbessert. Des Weiteren wurde der Story-Editor sowie das Build-System verbessert. Neben den Fehlerbehebungen wurden auch die Übersetzungen aktualisiert.

Im Scribus-eigenen Wiki wird darauf hingewiesen, dass einige Fehlerbehebungen es auch in den 1.4.X-Branch geschafft haben, allerdings wird diese Version offiziell nicht mehr unterstützt. Falls man diese Version dennoch noch braucht, so muss das Programm aus den Quellen selber gebaut werden. Für diejenigen, die nicht auf der Pakete der jeweiligen Distribution warten können, listet der Wiki-Eintrag unterschiedliche Download-Möglichkeiten auf inklusive der Checksummen zur Überprüfung der jeweiligen Binaries.

Quellen: