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GNU/Linux.ch - News rund um das Freie Betriebssystem

Kollaborativ geschriebene Neuigkeiten über GNU/Linux und Freie Software.

In eigener Sache: Betriebskosten

Do, 03. Juli 2020, Redaktionsteam

Auch für den Betrieb einer Seite wie GNU/Linux.ch entstehen kosten. Diese beinhalten die Domain sowie den Serverbetrieb und belaufen sich insgesamt auf CHF 133.10 jährlich.

Da es sich um ein gemeinschaftliches Projekt handelt, würden wir uns über eure Unterstützung sehr freuen. Am einfachsten geht dies über unser Patreon Konto. Falls ihr lieber eine klassiche Überweisung vorzieht, schreibt bitte eine E-Mail oder kontaktiert uns über unsere Telegram-Gruppe.

Vielen Dank für eure Unterstützung. Nur dank eurer Hilfe ist ein Projekt wie dieses erst möglich.

GNU/Linux.ch macht Sommerferien

Do, 25. Juni 2020, Redaktionsteam

Wir haben es uns verdient und freuen uns auf die Sommerferien. Vom 26. Juni bis zum 11. Juli liegt die GNU/Linux.ch-Redaktion irgendwo unter einem Sonnenschirm. Dort machen wir vieles, ausser News zu schreiben. Während der nächsten zwei Wochen gibt es aufgrund der Sommerpause keine News und keine Audio-Zusammenfassung auf dieser News-Seite.

Wir bedanken uns für eure Treue zu unserem News-Portal. Mit den Leserzahlen und Seitenaufrufen sind wir durchaus zufrieden. Klar, mehr geht immer, aber wir wollen nicht jammern, sondern uns an dem stetigen Wachstum erfreuen. GNU/Linux.ch berichtet über Nischen-Themen für Leserinnen in einer Filterblase; dessen sind wir uns bewusst. Wir haben viele Pläne, um den Inhalt unseres News-Portals auszubauen und für Interessierte ausserhalb der Nische interessanter zu gestalten.

Das funktioniert nur mit eurer Hilfe. Als kollaboratives News-Projekt, sind wir auf euch angewiesen - ohne dich kann GNU/Linux.ch nicht lange bestehen. Je mehr MitschreiberInnen es bei uns gibt, umso besser ist dies für die Vielfalt und Nachhaltigkeit der Freien Nachrichten. Die Community lebt vom Geben und Nehmen und sollte keine Einbahnstrasse werden.

Zur Zeit betreiben wir GNU/Linux.ch mit zwei bis drei Redakteuren. Das ist zu wenig, um jeden Tag interessante News zu schreiben, Interviews aufzunehmen und das Portal weiterzuentwickeln. Die Sommerferien sind somit eine gute Zeit, um sich für eine Mitarbeit bei uns zu entscheiden.

Wir zählen auf euch, liebe Leser und Leserinnen. Macht mit und gestaltet eure freien Nachrichten!

Geniesst den Sommer,

das GNU/Linux.ch Redaktionsteam
Joël, Lioh und Ralf

Linux Mint 20 steht zum Download bereit

Do, 25. Juni 2020, Lioh Möller

Kurz vor der GNU/Linux.ch Sommerpause möchten wir euch noch mit einem Link erfreuen. Bereits vor der offiziellen Ankündigung von Linux Mint 20, steht die Version bereits auf den Spiegelservern zum Download zur Verfügung. Die wichtigsten Neuerungen haben wir bereits im Artikel zur Beta Version beschrieben. Wie gewohnt gibt es Linux Mint wahlweise mit Xfce, Mate oder der hauseigenen Cinnamon-Desktopumgebung. Wir wünschen allen Mint-Fans (und die es werden wollen) eine fröhliche Installation oder ein erfolgreiches Upgrade.

Quelle: https://ftp.heanet.ie/mirrors/linuxmint.com/stable/20/

Grml 2020.06 veröffentlicht

Do, 25. Juni 2020, Lioh Möller

Das Debian-basierte Live System wurde in der Version 2020.06 mit dem Codenamen Ausgehfuahangl veröffentlicht. Der Name ist eine Anspielung auf die zur Zeit weit verbreiteten Gesichtsmasken zur Unterbindung der Verbreitung des Corona-Viruses. Aus dem Österreichischen übersetzt bedeutet es so viel wie Ausgeh-Vorhang. Die Distribution ist bekannt für ihre Dialekt-Releasenamen.

Aus technischer Sicht richtet sich Grml in erster Linie an Systemadministratoren. Dies spiegelt sich auch in der Softwareauswahl wie zum Beispiel der Standard-Shell zsh wieder. Die meisten der enthaltenen Pakete stammen aus dem Testing Zweig der Debian Distribution Bullseye.

Bisher enthielt das Live-System einen angepassten Kernel, welcher in dieser Version durch den Debian-Standardkernel in Version 5.6 zum Einsatz. Die grml-eigenen Tools wie grml2usb zum erstellen eines bootbaren USB-Sticks wurden von Python 2 auf Python 3 portiert. Neu hinzugekommen ist die cloud-init Unterstützung, welche durch die Bootoption`services=cloud-init` aktiviert werden kann. cloud-init dient der Identifikation der Cloudlösung auf der das Betriebssystem läuft. Daraufhin werden alle bereitgestellten Metadaten aus der Cloud ausgelesen und das System entsprechend initialisiert.

Ausserdem wurden die Qemu-Gast-Agenten hinzugefügt. Eine Installation eines puren Debian GNU/Linux Systems auf eine Festplatte ist mit Hilfe des enthaltenen Assistenten grml-debootstrap ebenfalls möglich. grml selbst ist primär für die Nutzung als Live System und Rettungsmedium ausgelegt.

Quelle: https://grml.org/changelogs/README-grml-2020.06/

Flatpak 1.8 released

Do, 25. Juni 2020, Ralf Hersel

Flatpak-Betreuer Alexander Larsson kündigte gestern die allgemeine Verfügbarkeit von Flatpak 1.8 als neuesten stabilen Zweig an.


Flatpak 1.8 ist vollgepackt mit vielen neuen Funktionen und Verbesserungen. Zu den wichtigsten gehört die vereinfachte Installation der OSTree P2P (Peer-to-Peer)-Unterstützung, die die Installation von Anwendungen von lokalen Netzwerk-Peers überflüssig macht und das automatische Sideloading von Anwendungen von einem lokalen USB-Stick nicht mehr erlaubt.

Flatpak bietet jetzt auch Unterstützung für die Vervollständigung in der fish Shell, effizientere Downloads, direkten ALSA-Gerätezugriff für Anwendungen, die Fähigkeit, die Migration von Fernbedienungen mit Sammel-IDs zu handhaben, eine neue Datei sysusers.d, die es sysystems ermöglicht, erforderliche Benutzer zu erstellen, sowie neue Spawn-Portal-APIs, um die tatsächliche PID von gestarteten Anwendungen zu erhalten.

Diese Version führt auch neue "host-etc"- und "host-os"-Dateisystemberechtigungen ein, um Zugriff auf System /usr und /etc zu gewähren, schreibgeschütztes Mounten von Journal-Sockets, eine neue Signal-"install-authenticator"-Funktion in FlatpakTransaction, die es Clients ermöglicht, die für eine Transaktion benötigten Installations-Authentifikatoren zu handhaben, sowie neue Bibliotheksaufrufe.

Flatpak 1.8 fügt auch Zeitzonenverbesserungen für viele Anwendungen hinzu, indem die Host-Zeitzonendaten immer bereitgestellt werden, verbessert die Handhabung von Docker-Medientypen in OCI-Fernbedienungen, verbessert die Befehle "flatpak enter" und "flatpak uninstall" und macht libsystemd optional in configure und das Verzeichnis /lib des Hosts als /run/host/lib zugänglich, wenn eine Flatpak-Anwendung Zugriff auf das Dateisystem hat.

Erwähnenswert ist auch, dass die Dokument-Exportkomponente Unterstützung für das Exportieren von Verzeichnissen erhält, die DConf-Migrationsfunktion, die jetzt Versionsnummern in Objektpfaden unterstützt, sowie transiente Flatpak-systemd-Einheiten, die jetzt ein App-Präfix haben, das den neuen XDG-Spezifikationen für cgroup Namen folgt.

Linux-Betriebssystembetreuer, die Flatpak ausliefern, können den Flatpak 1.8-Quellcode von der GitHub-Seite des Projekts herunterladen. Alle anderen, die ein Upgrade durchführen möchten, sollten darauf warten, dass die neue stabile Version von Flatpak in den stabilen Repos ihrer GNU/Linux-Distributionen landet.

Quelle: https://github.com/flatpak/flatpak/releases/tag/1.8.0

Nextcloud Snap auf 19.0.0 aktualisiert

Do, 25. Juni 2020, Ralf Hersel

Seit dem 24. Juni 2020 ist der Nextcloud-Server in Version 19.0 als Snap-Paket verfügbar. Damit ist die Installation von Nextcloud besonders einfach. Das Snap enthält:

  • Nextcloud 19.0.0
  • Apache 2.4
  • PHP 7.3
  • MySQL 5.7
  • Redis 5.0
  • mDNS for network discovery

Quelle: https://snapcraft.io/nextcloud

Ubuntu Touch auf weiteren Geräten verfügbar

Mi, 24. Juni 2020, Lioh Möller

Die UBports Community hat in Ihre Q&A Sitzung vom 24 Juni 2020 bekannt gegeben, dass Ubuntu Touch erfolgreich auf weitere Geräte portiert werden konnte.

Neu werden beispielsweise das Galaxy Note 4 und das Xperia Performance unterstützt. Der Entwickler Notkit konnte ausserdem eine erste funktionierende Portierung für das F(x)tec Mobiltelefon mit Slider-Tastatur präsentieren.

Quelle: Ubuntu Touch Q&A
Bildquelle: F(x)tec

Tipp: Terminal ins Web streamen

Mi, 24. Juni 2020, Ralf Hersel

Manchmal möchte man die Ausgabe des Terminals mit anderen Personen teilen, sei es für technischen Support, um Hilfe für ein Problem zu erhalten, oder einfach aus Interesse daran, das zu teilen, was man gerade im Terminal macht. Viele Anwender erstellen dann Screenshots und versenden diese z.B. über einen Messenger. Das geht besser und einfacher mit einem Terminal-Streamer. Einer dieser Services ist Streamhut.


Was ist Streamhut?

Streamhut ist ein Webdienst, mit dem der Terminalinhalt in Echtzeit ins Web gestreamt werden kann. Dafür ist keine Softwareinstallation notwendig. Alles, was dazu benötigt wird, ist ein internetfähiges Linux-System mit installiertem "netcat". Netcat ist in den meisten Linux-Distributionen vorinstalliert.

Streamhut kann auch als Monitor für lang laufende Prozesse verwendet werden, die kontinuierlich Ausgaben in der Konsole produzieren. Die Bedienung ist denkbar einfach: man startet das Programm bzw. den Prozess im lokalen Terminal und kann den Prozess von überall aus und von jedem Gerät überwachen. Streamhut wurde ursprünglich für den Datenaustausch zwischen Computern entwickelt. Der Entwickler hat die Terminal-Sharing-Funktion später hinzugefügt.

Die üblichen Anwendungsfälle für Streamhut sind:

  • Überwachen von Programmausgaben von mehreren Geräten über das Web,
  • Daten zwischen Computern/Geräten übertragen,
  • Debug-Protokolle mit anderen Personen teilen,
  • Hilfe beim Programmieren geben,
  • Live-Terminalsitzungen für Interviews und Schulungen.

Bedienung

Bevor man das Tool ausprobiert, sollte man wissen, dass sich Streamhut noch im Alpha-Stadium befindet und noch nicht für den Einsatz in einer Produktionsumgebung bereit ist. Die Benutzung erfolgt auf eigenes Risiko. Wie bereits erwähnt, ist für die Nutzung des Services keinerlei lokale Installation nötig. Es wird einfach die Ausgabe eines Kommandos oder Programmausgaben an den Streamhut-Service gepiped.

Im Terminal gibt man folgenden Befehl ein:

exec > >(nc stream.ht 1337) 2>&1

Der Streamhut-Webdienst generiert nun eine zufällige URL, die für den Zugriff auf das lokale Terminalfenster über einen Webbrowser verwendet werden kann. Als Beispiel:

streamhut: Streaming zu https://stream.ht/sxlrce

Unter der ausgegebenen Web-Adresse kann nun die Ausgaben im Terminal live verfolgt werden. Sobald das lokale Terminal geschlossen wird, ist der Spuk vorbei. Und so sieht das dann aus: