MX Linux Fluxbox Editon für den Raspberry Pi

Mi, 27. Januar 2021, Ralf Hersel

Der MX-Fluxbox Raspberry Pi Respin ist eine spezielle Ausgabe dieser leichtgewichtigen und sehr beliebten Debian-basierten GNU/Linux-Distribution, die darauf abzielt, die Güte von MX Linux und die Leichtigkeit des Fluxbox-Fenstermanagers mit der Flexibilität des offiziellen Raspberry Pi OS zu kombinieren.

Die Fluxbox-Umgebung wird von Elementen der bekannten GNOME-, Xfce- und LXDE-Desktop-Umgebung begleitet. Darüber hinaus finden man seine Lieblings-Apps, wie den Webbrowser Mozilla Firefox ESR, den E-Mail-Client Claws Mail, den VLC-Media-Player, den Dateimanager Thunar, den Texteditor FeatherPad sowie die IDEs Geany und Thonny. Ausserdem gibt es den Conky Manager mit einer grossen Conky-Sammlung, den NetworkManager als Standard-Tool zur Verwaltung von Netzwerkverbindungen und die MX-Fluxbox Raspberry Pi Version der offiziellen MX-Tools, inklusive MX Updater zur Aktualisierung des Systems.

Der MX-Fluxbox Raspberry Pi Respin ist derzeit mit den Computern Raspberry Pi 3, Raspberry Pi 4 und Raspberry Pi 400 kompatibel. Die Distro unterstützt GPIO-Ports für die Programmierung mit Scratch und Python, einen Kameraanschluss sowie das Booten von USB-Sticks oder USB-angeschlossenen SSDs. Die erste Version trägt den Namen "Ragout" und steht ab sofort in einer Beta-Version zum öffentlichen Testen zur Verfügung:

Quelle: https://mxlinux.org/blog/fluxbox-raspberrypi-respin-ragout-beta/

Erste Erfahrungen mit dem Messenger Briar

Mi, 27. Januar 2021, Marco, Elion und Samuel

Im Moment dreht sich gerade ziemlich viel um Messenger und das wird sich wahrscheinlich auch nicht so schnell ändern, da alle Chat-Systeme gewisse Vor- und Nachteile haben, welche für die Anwenderinnen unterschiedlich priorisiert werden. Nachdem schon öfters die Rede von Briar war, wollten wir diesen Messenger ausprobieren. Nun möchten wir einen kurzen Erfahrungsbericht mit der dezentralen und datenschutzfreundlichen App Briar mit euch teilen. Diese Erfahrungen wären bei anderen Personen sicherlich unterschiedlich, daher ist dieser Artikel als Erfahrungsbericht zu sehen und nicht als eine Empfehlung für einen bestimmten Messenger.

Da wir drei an unterschiedlichen Orten leben, haben wir lediglich die Messaging-Funktion über das Internet getestet. Dies bedeutet konkret, dass wir keine Funktionen über Bluetooth oder das lokale Netz getestet haben. Weiterlesen

Buch ist Buch

Mi, 27. Januar 2021, Ralf Hersel

Immer mehr Bücher werden heute als E-Book digital veröffentlicht und gelesen. Der digitale Zugang ist gerade in Zeiten von Corona und geschlossenen Bibliotheksgebäuden oft die einzige Möglichkeit für Bürgerinnen, an Bücher, Informationen und Medien heranzukommen. Doch beim sogenannten „E-Lending“ – also der temporären Bereitstellung einer Nutzungslizenz für ein elektronisches Buch – wird den Bibliotheken ein Riegel vorgeschoben. 70% der E-Book-Titel der Spiegel-Bestsellerliste (Belletristik und Sachbücher) werden Bibliotheken bis zu einem Jahr lang vorenthalten.


In einem Offenen Brief, den bislang bereits über 600 Bibliotheksleitungen unterschrieben haben, fordert der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nun auf, sich dafür einzusetzen, dass Bibliotheken ihrem Kultur- und Bildungsauftrag durch den umfassenden Verleih auch von elektronischen Büchern nachkommen können.

„Der Deutsche Bibliotheksverband vertritt bundesweit 11 Mio. Bibliotheksnutzerinnen. Sein zentrales Anliegen ist es, Bürgern ungehinderten Zugang zu Informationen, Bildung und Medien zu ermöglichen. Denn der freie Zugang zu Wissen und Information unabhängig von Bezahlschranken ist ein Grundrecht. Doch das seit Jahren fehlende Verleihrecht für E-Books im Urheberrecht höhlt die Kultur- und Bildungsinfrastruktur der Öffentlichen Bibliotheken aus. Anlässlich des aktuell vorliegenden Gesetzentwurfes zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes ist es daher unerlässlich, endlich eine entsprechende gesetzliche Regelung aufzunehmen. Der dbv und die über 600 Unterzeichnerinnen des Offenen Briefes fordern daher die Politik auf, hier endlich die notwendige Grundlage zu schaffen.“ (Prof. Dr. Andreas Degkwitz)

Die Kernforderungen der Bibliotheken lauten:

  1. E-Books sollen dem gedruckten Buch in allen Bereichen rechtlich gleichgestellt werden – wie dies bereits bei der reduzierten MwSt. und der Buchpreisbindung erzielt wurde – so auch beim E-Lending. Dazu ist eine gesetzlich geregelte Grundlage für faire Lizenzmodelle durch eine entsprechende Aktualisierung des Urheberrechtsgesetzes nötig.

  2. Die Bibliothekstantieme soll auf elektronische Werke ausgeweitet werden, damit Autorinnen auch für das E-Lending wie bei gedruckten Büchern angemessen vergütet werden. Im Gegenzug dazu müssen den Bibliotheken die gleichen Nutzungsrechte für elektronische, wie für gedruckte Werke eingeräumt werden.

Quelle: https://www.bibliotheksverband.de/dbv/presse/presse-details/archive/2021/january/article/ueber-600-bibliotheksleitungen-fordern-in-einem-offenen-brief-den-ungehinderten-zugang-zu-e-books.html?tx_ttnews%5Bday%5D=22&cHash=7982c74dfffeb1f9bf95387f224c8826

Desktop Updates mit Solus OS 4.1

Mi, 27. Januar 2021, Ralf Hersel

Die GNU/Linux-Distribution Solus OS stellt das Release 4.1 (Fortitude) bereit. Die Distro unter dem Zeichen des Segelboots liefert in der aktuellen Version Aktualisierungen der Desktops Budgie, GNOME, Mate und Plasma bereit. Auch die Standardanwendungen wurden auf neue Versionen gehievt.

Solus wird mit der neuesten Version, Budgie 10.5.1, ausgeliefert. Sie wurde im Oktober mit Verbesserungen des Budgie-Menüs, der IconTracklist, der Budgie-Desktop-Einstellungen, der Arbeitsbereiche, des Fenstermanagers und dem Seitenpanel Raven veröffentlicht.

Budgie Desktop

Solus wird mit der neuesten Version von GNOME, GNOME 3.34 Stack, 3.34.3, ausgeliefert, die Funktionsaktualisierungen und Korrekturen für die GNOME-Shell, KMS, das Laufwerksmenü, Animationen, Unterstützung für Systemtray-Symbole und Dash to Dock einführt.

GNOME Desktop

Solus 4.1 Mate Edition ist die neueste Version von MATE 1.22 und enthält verschiedene Verbesserungen im Hintergrund und diverse Fehlerbehebungen. Diese finden sich beim Rechner, Tabs in Pluma, Sitzungsmanager, Caja-Dateimanager, Unterstützung für neue Kompressionsformate und Medientasten.

Mate Desktop

Die Plasma Edition ist ein neues Mitglied in der Solus Familie. Es wird die neueste Version 5.17.5 des Plasma Desktop ausgerollt, die mit Ergänzungen und Verbesserungen wie einem neuen dunklen Thema, System-Tray-Optionen, Widget-Anpassungen, Upgrades für Standard-Apps und Maus-Empfindlichkeit & Kontrollen glänzt.

Plasma Desktop

Die verschiedenen Solus-Varianten stehen auf der Download-Seite des Projekts zum Installieren und Ausprobieren bereit:

Quelle: https://getsol.us/download/

PDF Arranger 1.7.0 erschienen

Di, 26. Januar 2021, Ralf Hersel

PDF Arranger 1.7.0 wurde mit neuen Funktionen veröffentlicht, wie z. B. der Möglichkeit, weisse Ränder zu beschneiden, den Export in einzelne Dateien zu ermöglichen, die Auswahl von ungeraden oder geraden Seiten zu erlauben, Unterstützung für die Bearbeitung von mehr PDF-Metadaten-Tags und mehr.


Ursprünglich eine Abspaltung des beliebten PDF Shuffler, hat PDF Arranger seither viele neue Funktionen erhalten. Die Anwendung kann die Seiten von PDF-Dokumenten zusammenführen, teilen, drehen, beschneiden und neu anordnen, wobei eine einfache GTK3-Benutzeroberfläche verwendet wird. Das Werkzeug ist für Linux und Windows verfügbar.

Es gibt auch verschiedene andere kleinere Funktionen in diesem PDF-Editor, einschliesslich der Möglichkeit, PDF-Metadaten zu bearbeiten, doppelseitig gescannte Dokumente zusammenzuführen, PDF-Seiten auszuschneiden / zu kopieren / einzufügen, sogar zwischen mehreren PDF-Arranger-Instanzen (und damit zwischen Dokumenten oder in eine neue leere Instanz), PDF-Seiten zu duplizieren und vieles mehr.

Unter der Haube verwendet PDF Arranger die Python-Bibliothek pikepdf zum Lesen und Schreiben von PDF-Dateien, die auf QPDF basiert, einer leistungsfähigen PDF-Bibliothek. Pikepdf unterstützt die PDF-Versionen 11 bis 1.7, kann PDF-komprimierte Objektströme speichern und laden, kann linearisierte (schnelle Web-Ansicht) PDFs erzeugen, kann PDFs mit internen Fehlern automatisch reparieren, es unterstützt die Bearbeitung von PDF-XMP-Metadaten und vieles mehr.

Die neuen Funktionen und Änderungen in PDF Arranger 1.7.0 umfassen:

  • Auswahl von ungeraden oder geraden Seiten
  • Option zum Beschneiden weisser Ränder
  • Erlaubt den Export in einzelne Dateien
  • Erlaubt die Bearbeitung von Schlüsselwörtern, Betreffs und Erstellungs-/Änderungsdaten in den Dokumentinfos (zuvor wurde bereits die Bearbeitung der PDF-Meta-Tags Titel, Hersteller, Ersteller und Erstellungswerkzeug unterstützt)
  • Strg+Klick entfernt jetzt eine einzelne Seite aus der Auswahl
  • Autoscroll bei Gummiband-Auswahl
  • Anzeige der aktuellen Auswahl in der Statusleiste
  • Import von Bildern mit Alphakanal korrigiert
  • Scrollen der Ansicht mit den Tasten Up/Down & Page Up/Down
  • Zoomen auf ganze Seite
  • Option, um alle Seiten aus derselben Datei auszuwählen
  • Reaktionsfähigkeit beim Scrollen von Zoomstufen verbessert
  • Skalierungsfaktor für eine Auswahl von Seiten festlegen
  • Benutzerdefinierte Tastenkombinationen über die Konfigurationsdatei (~/.config/pdfarranger/config.ini)
  • Option hinzugefügt, um alle Seiten mit demselben Seitenformat auszuwählen
  • Importieren von verschlüsselten PDF-Dateien
  • Einfügen leerer Seiten
  • Split Page unterstützt jetzt n x m Split statt nur 1 x 2
  • Speichernutzung reduziert

PDF Arranger 1.7.0 kann von der Projektseite in diversen Formaten heruntergeladen werden.

Quelle: https://github.com/pdfarranger/pdfarranger

Elasticsearch trifft falsche Lizenz-Entscheidung

Di, 26. Januar 2021, Ralf Hersel

Elasticsearch ist eine Suchmaschine auf Basis von Lucene. Das in Java geschriebene Programm speichert Dokumente in einem NoSQL-Format (JSON). Die Kommunikation mit Clients erfolgt über ein RESTful-Webinterface. Elasticsearch ist neben Solr der am weitesten verbreitete Suchserver. Er ermöglicht auf einfache Weise den Betrieb im Rechnerverbund zur Umsetzung von Hochverfügbarkeit und Lastverteilung. Nachdem die Software bisher und der Apache-2.0-Lizenz bereitgestellt wurde, soll die kommende Version 7.11 der Suchmaschine sowie das darauf aufbauende Analyse-Dashboard Kibana unter der von MongoDB erstellten SSPL-Lizenz erscheinen, die als nicht-frei angesehen wird.

Hintergrund der Lizenz-Änderung ist das Problem, dass grosse Cloud-Hoster, allen voran AWS, den Software-Code als gehostete Lösung in ihre Angebote integrieren, ohne dass von den damit erwirtschafteten Gewinnen etwas bei den Hauptentwicklern der Software ankommt. Dieses 'Trittbrettfahren' soll durch die SSPL-Lizenz unterbunden werden, indem das 'Anbieten des lizenzierten Programms als Dienst eines Dritten' festlegt und verlangt, dass diejenigen, die die Software als Teil eines Dienstes öffentlich zugänglich machen, den gesamten Quellcode des Dienstes unter dieser Lizenz zur Verfügung stellen müssen. Somit muss der Cloud-Hoster, der einen eigenen Service, der auf Elasticsearch als wesentliche Komponente basiert, den Code aller Komponenten des Gesamtservices unter dieselbe Lizenz stellen.

Als Elastic den Lizenzwechsel ankündigte, waren viele Tech-Medien der Meinung, dass man damit dem Produkt Elasticsearch einen Bärendienst erweise. Genau das kündigt sich nun an: AWS will die Software-Projekte Elasticsearch und Kibana in einem eigenen Fork weiterführen, der auch künftig und der Apache-2.0-Lizenz stehen soll. Damit ist das Problem, der unlauteren Verwendung von freier Software im Rahmen von Cloud-Services weiterhin nicht gelöst.

Quelle: https://www.elastic.co/de/blog/licensing-change

Firefox 85 erschienen

Di, 26. Januar 2021, Ralf Hersel

Firefox 85 befindet sich seit Mitte November 2020 in der Entwicklung, wurde in den Nightly-Channel aufgenommen und landete am 15. Dezember im Beta-Channel, als Mozilla den Webbrowser Firefox 84 als letzte Version mit Unterstützung für Adobes inzwischen veraltetes Flash-Player-Plugin auslieferte. Daher ist Firefox 85 die erste Version des beliebten quelloffenen und plattformübergreifenden Webbrowsers, der die Unterstützung für das Adobe Flash Player-Plugin einstellt. Das bedeutet, dass man die Flash-Unterstützung nicht wieder aktivieren kann, insbesondere weil das Flash-Plugin seit dem 12. Januar 2021 keine Flash-Inhalte mehr lädt.

Firefox 85 kommt mit einer wichtigen Datenschutzfunktion namens "Netzwerkpartitionierung", die verspricht, die Privatsphäre beim Surfen im Web zu verbessern, indem sie die Netzwerkressourcen partitioniert, anstatt sie gemeinsam zu nutzen, um Cross-Site-Tracking zu verhindern. Die Netzwerkpartitionierung ist eine Funktion "unter der Haube", was bedeutet, dass man keine Option dafür in den Einstellungen sehen kann. Da die Website-Daten nun für jede Top-Level-Domain heruntergeladen werden, wird das Laden von Websites etwas länger dauern, aber laut Mozilla sollte die Auswirkung auf die Leistung für die meisten Benutzer vernachlässigbar sein. Diejenigen, die eine bessere Verbindung auf Kosten der Privatsphäre bevorzugen, können die Anti-Tracking-Funktion "Netzwerkpartitionierung" deaktivieren, indem sie die Option 'privacy.partition.network_state' in 'about:config' auf 'false' setzen. Die Option war in Firefox 84 verfügbar, aber jetzt ist sie standardmässig aktiviert.

Firefox 85 macht es ausserdem einfacher, den Überblick über die Lieblingswebseiten zu behalten, indem er sich den bevorzugten Speicherort für gespeicherte Lesezeichen merkt. Ausserdem zeigt der Webbrowser die Lesezeichen-Symbolleiste jetzt standardmässig bei neuen Tabs an und führt einen Symbolleisten-Ordner für den schnellen und einfachen Zugriff auf alle Lesezeichen ein. Eine weitere neue Funktion in Firefox 85 ist die Möglichkeit, alle gespeicherten Logins mit einem einzigen Mausklick aus dem eingebauten Passwort-Manager zu entfernen.

Wer nicht darauf warten möchte, bis Firefox 85 in den stabilen Repositories der Linux-Distributionen landet, kann sich Binärdateien jetzt von Mozillas FTP-Server herunterladen:

Quelle: https://ftp.mozilla.org/pub/firefox/releases/85.0/

GParted 1.2 veröffentlicht

Di, 26. Januar 2021, Joël Schurter

Ein Jahr nach dem letzten Update von GParted erschien nun die Version 1.2 dieser Partitionierungsanwendung. Neben zahlreichen Bugfixes und kleineren Anpassungen unterstützt das beliebte Partitionierungsprogramm GParted nun auch ExFAT mittels exfatprogs.

Eine der grössten Neuerungen in der Version 1.2 ist die Unterstützung des ExFAT Dateisystems mittels exfatprogs. exfatprogs muss auf dem System installiert sein, um dieses mit GParted nutzen zu können. Im Zusammenhang mit dem ExFAT Dateisystem wurde auch das Tool dosfstools auf die Version 3.0.18 aktualisiert. Darüber hinaus wartet das Programm nun auf udev Änderungen in /dev/DISK/, bevor Signaturen entfernt werden können. Dazu wird nun nicht mehr versucht, die nicht existierende Systemd-Datei \xe2\x97\x8f.service zu maskieren. Natürlich wurden auch in dieser Version zahlreiche Bugs behoben und kleinere Änderungen gemacht. Näheres dazu in den Release Notes.

Quellen:

https://gparted.org/news.php?item=236 (Blogpost von GParted)

https://sourceforge.net/projects/gparted/files/gparted/gparted-1.2.0/gparted-1.2.0-README.md/view (Changelog, achtung: der Changelog wird heruntergeladen)

https://9to5linux.com/gparted-1-2-open-source-partition-editor-released-with-exfat-support