PDF-Formular generieren

Mo, 6. Februar 2023, Ralf Hersel

Das Erstellen von ausfüllbaren PDF-Formularen war für mich immer ein Buch mit sieben Siegeln. Natürlich gibt es diverse Cloud-Dienste, mit denen man Formulare malen kann und anschliessend eine PDF-Datei erhält. Aber solche Services möchte ich lieber nicht verwenden. Man kann die Aufgabe auch mit TeX erledigen, wobei ich mich immer vor der steilen Lernkurve gescheut habe. Auch LibreOffice Writer bietet einen Formularmodus mit anschliessendem Export im PDF-Format. Das Erstellen von Formularen finde ich ziemlich nervig und gefällt mir gar nicht.

Dann kam ich auf den Gedanken, dass sich ein solches Formular auch mit einfachen Mitteln generieren lassen müsste. Dabei bin ich auf die Python-Bibliothek ReportLab gestossen. Die Produkte dieser Firma sind proprietär, aber die Bibliothek steht unter der BSD-Lizenz und ist bei Manjaro standardmässig installiert.

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Chocolatey: Paketmanager für Linuxnutzer im Windows-Exil

Mo, 6. Februar 2023, Christian Spaan

Linuxnutzer fremdeln bisweilen mit der herkömmlichen Art und Weise der Softwareinstallation unter Windows: Software googeln, Webseite aufrufen, Installer herunterladen, Software installieren - Vorgang wiederholen. Kein Wunder, ist ein Paketmanager doch ungleich komfortabler.

Wer einmal einen benutzt hat, will ihn nicht mehr missen. Und während Microsoft - besser spät als nie - mit Winget seinen eigenen Paketmanager entwickelt, gilt das ausgereifte Chocolatey weiterhin als Goldstandard für Windows und bietet eine riesige Menge an Paketen. Wir haben ihn ausprobiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass für einen gut vernetzten Open-Source-Enthusiasten damit am schnellsten und einfachsten zu einem brauchbaren Windows-System zu kommen ist.

Breites Paketangebot

Chocolatey bietet einen riesigen App-Katalog und sorgt im Handumdrehen dafür, dass sich auch Pinguinfreunde wohlfühlen, so stehen etwa auch primäre Linux-Apps wie KDEConnect und Keepassxc zur Verfügung.

choco install firefox thunderbird nextcloud-client kdeconnect keepassxc rustdesk

Chocolatey liefert schnell das nötige Handwerkszeug

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Das war die FOSDEM 2023

Mo, 6. Februar 2023, Ralf Hersel

Am Wochenende fand in Brüssel die weltweit grösste Open Source Konferenz statt. Das Motto "Wieder zusammen" deutet an, dass sich die Besucher:innen nach zwei Jahren an der Universität Brüssel wieder vor Ort treffen konnten. An der Grossveranstaltung nahmen über 8000 Open-Source-Begeisterte teil, die sich bei 771 Vorträgen über die neusten Entwicklungen informieren konnten.

Wer sich nachträglich einen Eindruck über die Vorträge verschaffen möchte, findet auf der Schedule/Events-Seite eine lange Liste. Neben dem Namen und Autor:in der Veranstaltung gibt es für viele Vorträge, die Links zu den Folien und für einige wenige bereits die Videoaufzeichnungen. Diese Spalten werden sich in den nächsten Tagen weiter füllen.

Selbst, wer die FOSDEM besucht hat, konnte nur an einem Bruchteil der Vorträge teilnehmen. Durch die Aufzeichnungen kann man sich alles Verpasste nachträglich bequem ansehen. Das ist nicht nur für die diesjährige Veranstaltung möglich, sondern auch für die FOSDEMs der letzten 20 Jahre. Im Video-Archiv der FOSDEM liegen die aktuellen und die Schätze der Vergangenheit für euch bereit.

Quelle: https://fosdem.org/2023/

Zum Wochenende: The Good, the Bad and the Elitist?

Fr, 3. Februar 2023, Fabian Schaar

Hinweis: Das ist ein Meinungsbeitrag.

GNU/Linux-Distributionen scheinen sich nicht nur auf technische Fragen und Hintergründe reduzieren zu lassen, es scheint nicht nur auf den Paketmanager hier, das grafische Werkzeug da, den Installationsvorgang dort anzukommen: Immer wieder hört man, gerade, wenn jemand nach einer neuen Distribution sucht, die einen oder anderen Argumente, die weder mit Technik noch mit Lizenzfragen zu tun haben.

Manchmal scheint es auch darum zu gehen, wie eine Distribution öffentlich wahrgenommen wird. Du nutzt Linux Mint? Ewiger Anfänger. Du nutzt Ubuntu? Werbe-Opfer von Canonical! Du nutzt Slackware oder Debian? Früher war alles besser, nicht wahr? Fedora? Du Fortschritts-geiler Red Hat-Apologet!

Die Wahl einer Distribution wird nicht selten auch zu einer persönlichen Entscheidung, oder zumindest dazu gemacht. In der Vergangenheit ist mir das hauptsächlich bei solchen Distros aufgefallen, die sich explizit an „Fortgeschrittene“ richten. „I don’t use Arch btw“ hört man selten im Internet.

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Ubuntu Pro esm-apps

Fr, 3. Februar 2023, Lioh Möller

Vor einiger Zeit haben wir über den Ubuntu Pro Dienst von Canonical bereichtet.

Über diesen können Sicherheitsaktualisierungen für Pakete ausserhalb des main Repositories bezogen werden. Diese werden für einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren angeboten. Kernel Livepatching, also die Aktualisierung des Kernels unter bestimmten Bedingungen ohne Neustart, ist ebenfalls Teil von Ubuntu Pro. Privatpersonen können dabei 5 Lizenzen kostenfrei beziehen, für Unternehmen und öffentliche Institutionen ist der Service allerdings kostenpflichtig.

Sofern Ubuntu Pro bisher auf einem System nicht konfiguriert wurde, kann es beispielsweise bei dem Versuch eine Ubuntu 20.04 LTS Variante zu aktualisieren zu folgender Meldung kommen:

The following security updates require Ubuntu Pro with ‘esm-apps’ enable

Ein Teil der bereitgestellten Updates lässt sich demnach nur noch mit aktiver Subscription installieren. Dies bezieht sich auf Aktualisierungen ausserhalb des main Repositories (universe).

Zur Aktivierung von Ubuntu Pro benötigt man einen entsprechenden Ubuntu One Account, mit dem man sich auf dem Dashboard anmelden kann.

Dort wird ein Token angezeigt, welcher zur Registrierung benötigt wird:

sudo pro attach [TOKEN]

Auf einem Desktopsystem integriert sich Ubuntu Pro darüber hinaus in die Software & Aktualisierungsverwaltung über die man ebenfalls ein System registrieren und konfigurieren kann.

Bookmarks Organizer

Fr, 3. Februar 2023, Ralf Hersel

Gestern hat Sören Hentzschel eine neue Version des Lesezeichen-Aufräumers für Firefox herausgebracht. Mit dem Bookmarks Organizer ist es einfach, Ordnung in deine Lesezeichen zu bringen. Der Bookmarks Organizer findet nicht mehr funktionierende Lesezeichen, Weiterleitungen, Duplikate und mehr. Das Plug-in ist eine WebExtension und kompatibel mit Firefox Browser 60 und höher (Firefox Browser 109 oder höher ist erforderlich für die neueste Version).


Was kann der Bereiniger?

  • Findet nicht mehr funktionierende Lesezeichen
  • Findet doppelte Lesezeichen
  • Findet Lesezeichen ohne Namen
  • Fehlerhafte Lesezeichen können direkt bearbeitet oder gelöscht werden
  • Erkennt Weiterleitungen und bietet die automatische Anpassung einzelner oder aller Weiterleitungen an
  • Whitelist-Feature, um Lesezeichen von zukünftigen Prüfungen nach defekten Lesezeichen auszuschliessen
  • Interne Skip-Liste für Domains, von denen bekannt ist, dass diese aus technischen Gründen nicht validiert werden können

Der Bookmarks Organizer wird entweder über das Extras-Menü oder mit Shift+F11 aufgerufen. Bei mir (FF 109.0) funktioniert nur der Aufruf über Shift+F11; im Extras-Menü finde ich keinen Eintrag für den Organizer. Es öffnet sich dann ein Tab, in dem Zähler für die gesamten und überprüften Lesezeichen, sowie die gefundenen Fehler und Warnungen angezeigt werden. Unten links kann man aus einem Menü auswählen, ob man nach defekten Lesezeichen, Duplikaten oder fehlenden Lesezeichen-Namen suchen möchte.

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Swap Nutzung ermitteln

Fr, 3. Februar 2023, Lioh Möller

In einigen Fällen kann es hilfreich sein, herauszufinden, welche Anwendung wie viel Swap Space nutzt. Eine exakte Ermittlung dessen ist allerdings nur schwierig möglich. Der htop Entwickler beschreibt dies wie folgt im FAQ des Projektes:

It is not possible to get the exact size of used swap space of a process. Top fakes this information by making SWAP = VIRT - RES, but that is not a good metric, because other stuff such as video memory counts on VIRT as well (for example: top says my X process is using 81M of swap, but it also reports my system as a whole is using only 2M of swap. Therefore, I will not add a similar Swap column to htop because I don't know a reliable way to get this information (actually, I don't think it's possible to get an exact number, because of shared pages).

Einen möglichen Anhaltspunkt stellt das Auslesen von /proc/${PID}/status dar. Dazu eignet sich beispielsweise folgender Befehl:

for file in /proc/[1-9]*/status ; do awk '/^Pid|VmSwap|Name/{printf $2 " " $3}END{ print ""}' $file; done | sort -k 3 -n -r | less

welcher durch die Eingabe von q abgebrochen werden kann. Die Ausgabe enthält den Namen des Prozesses, dessen PID sowie den Speicherverbrauch in kB.

Eine etwas ausführlichere Variante stellt die Nutzung von smem dar, welches sich über den Paketmanager der Distribution installieren lassen sollte.

Ein möglicher Aufruf im Root-Kontext sähe dabei wie folgt aus:

sudo smem -k -r -s swap --autosize

Slax 15.0.1 mit verbesserten DynFileFS

Fr, 3. Februar 2023, Lioh Möller

Der Entwickler Tomas Matejicek hat die Veröffentlichung der neuen Version 15.0.1 der Slackware -current basierten Live-Distribution Slax bekannt gegeben. Alternativ dazu steht weiterhin eine Variante zur Verfügung, welche auf Debian GNU/Linux 11.x (Codename Bullseye) basiert.



Primär wurde dabei der Paketstand aktualisiert. Das vom Projekt selbst entwickelte DynFileFS wurde ebenfalls verbessert. Es dient der persistenten Speicherung von Änderungen am Live-System, war bis anhin allerdings auf eine Grösse von 4 GB limitiert. Diese Limitierung wurde mit dem vorliegenden Release auf 16 GB angehoben. Nach eigenen Angaben konnte mit der aktuellen fuse basierten DynFileFS eine 10-fache Leistungssteigerung erreicht werden.

Ein neu entwickelter Online-Assistent hilft Anwendern bei der Auswahl der passenden Slax-Version

Quelle: https://www.slax.org/blog/27718-New-Slax-released.html