Ephraims Wochenrückblick: KW 14, 2026

  Ephraim   Lesezeit: 2 Minuten  🗪 2 Kommentare Auf Mastodon ansehen

In Woche 14 ist in der FOSS-Welt einiges passiert. Von Thunderbird über Archlinux zu Office und Matrix.

ephraims wochenrückblick: kw 14, 2026

Thunderbird: Die Thunderbird-Entwickler haben in einem neuen Blogpost die Entwicklungen im ersten Quartal 2026 aufgezeigt. Ein wichtiges Thema war, die Sicherheit von Thunderbird und dem E-Mail-Verkehr zu erhöhen, etwa indem überprüft wird, wie gut E-Mails verschlüsselt sind. Auch die Unterstützung für das Exchange-Protokoll schreitet voran, wobei die Unterstützung für die Grundfunktionen mittlerweile recht gut steht.

Ein weiteres großes und andauerndes Projekt ist der Rebuild des Kaldensers. Das Team hat sich dafür für eine Woche in London getroffen, wobei viele Probleme angegangen werden konnten. Dabei wurde auch das Thema "First Time User Experience" angegangen, was auch bereits gut vorangekommen ist. Die weiteren Details sind im Blogpost zu finden.

Archlinux: Der offizielle Archlinux-Installer Archinstall ist am Montag in Version 4.0 erschienen. Diese bringt vor allem eine neue Terminal-UI, die deutlich moderner und vor allem übersichtlicher ist als die alte. Die vollständigen, sehr langen, Release Notes lassen sich auf Github finden.

Euro-Office: Ein großes Thema diese Woche war der Start von Euro-Office, einem von Only Office geforkten Projekt von verschiedenen Unternehmen wie Nextcloud. Details dazu hat Ralf diese Woche bereits in einem Artikel veröffentlicht. Am Montag erschien dann auf dem Onlyoffice-Blog ein Beitrag, in dem Euro-Office Lizenzverstöße vorgeworfen werden. Ob diese wirklich vorliegen muss nun geprüft werden.

Zumindest meiner Meinung nach (ich bin aber auch wirklich kein Jurist …) klingt das Ganze sehr danach, dass Onlyoffice einfach ihr Produkt vor einem Fork schützen will, egal ob das nun legal wäre oder nicht. Das ist aber nur ein Gefühl und kein Wissen.

Sonstiges: Element X kann jetzt auch ohne das Aktivieren als experimentelle Funktion Spaces. Diese ermöglichen es, Räume zu sortieren, und sind eine der Funktionen, die Matrix von anderen Messengern abheben.

Die Matrix-Foundation hat erstmals einen öffentlichen Jahresbericht für 2025 veröffentlicht. In diesem ist zu sehen, dass Matrix weiterhin stark wächst, die Foundation aber weiterhin im Minus ist. Immerhin verbessert sich die Lage, was aber vor allem daran liegt, dass keine größeren Projekte angegangen werden. Der Direktlink zum Bericht ist HIER zu finden.

In den monatlichen Steam-Statistiken ist Linux erstmals bei über 5% gelandet. Jedoch schwanken diese Statistiken monatlich so stark, dass diese nicht komplett vertrauenswürdig sind.

Quellen:
Bildquelle: https://unsplash.com/photos/white-printer-paperr-FoKO4DpXamQ
https://blog.thunderbird.net/2026/03/thunderbird-monthly-development-digest-march-2026/
https://github.com/archlinux/archinstall/releases/tag/4.0
https://www.onlyoffice.com/blog/2026/03/onlyoffice-flags-license-violations-in-euro-office-project-by-nextcloud-and-ionos
https://element.io/blog/spaces-has-landed-on-element-x/
https://matrix.org/blog/2026/03/annual-report/
https://www.phoronix.com/news/Steam-On-Linux-Tops-5p

Tags

Wochenrückblick, Thunderbird, Archlinux, euro-office, Element-X, Matrix

mozarella
Geschrieben von mozarella am 5. April 2026 um 19:50

Zitat: "Am Montag erschien dann auf dem Onlyoffice-Blog ein Beitrag, in dem Euro-Office Lizenzverstöße vorgeworfen werden. Ob diese wirklich vorliegen muss nun geprüft werden."

Die Frage, die sich mir stellt, wieso nimmt man nicht LibreOffice anstelle von OnlyOffice? LibreOffice bzw. das zugrunde liegende StarOffice hatte mal deutsche Wurzeln. Aber wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht.

Ephraim Admin
Geschrieben von Ephraim am 5. April 2026 um 22:12

Hat Ralf in seinem Artikel geschrieben: https://gnulinux.ch/euro-office-forkt-onlyoffice (ganz unten)

Es geht letztlich darum, dass Onlyoffice eine deutlich optimalere Codebasis hat. LibreOffice hat eine über die Jahre stark gewachsene, die auch entsprechend deutlich schwerer weiterzuentwickeln ist. Ich fände es aber trotzdem deutlich besser, wenn die Ressourcen in LibreOffice fließen würden, bzw. in ein Projekt wie Collabora (also ein Fork, der zwar auf LO basiert, aber Verbesserungen mit einbringt).