Bereits im März haben sich in einem öffentlichen Brief 438 Wissenschaftler aus 32 Ländern gegen Altersverifikation ausgesprochen. Bevor wir zu den Gründen kommen, weshalb das Social-Media-Verbot KEINE Lösung ist, sondern der Gesellschaft sogar schaden würde, benötigen wir eine Übersicht, welche Methoden zur Altersbestimmung üblicherweise herangezogen werden (Quelle 1, Quelle 2):
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Einen Lichtbildausweis auf den Server einer Tech-Firma hochladen. Zusätzlich, je nach System, auch ein Selfie hochladen, welches mit dem Lichtbildausweis automatisiert verglichen wird.
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Ein Foto oder Video vom Gesicht auf den Server einer Tech-Firma hochladen und dort von einer KI beurteilen lassen.
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Verifikation über Bank oder Telekommunikationsprovider.
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Basierend auf dem Nutzerverhalten und anderen Datenpunkten wird im Hintergrund geschätzt, wie alt die Person sein könnte. Das bedeutet, ein vor acht Monaten erstellter YouTube-Kanal würde beispielsweise kaum als «alt genug» eingestuft werden, wenn darauf hauptsächlich TikTok-Tanzvideos und Mathematik-Lernhilfen auf Grundschul-Niveau konsumiert werden.
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Eine staatliche App am Smartphone, die der Webseite oder dem Webdienst ein «Alters-Signal» mitteilt. Diese Variante ist derzeit in der EU (EUDI Wallet) geplant und soll angeblich sehr datenschutzfreundlich sein. Mehr dazu später.
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Eine Schnittstelle zwischen Betriebssystem (Android, iOS, Windows, Linux, …) und Webdienst. Hierbei ist im «Kern» des Betriebssystems hinterlegt, wie alt der Nutzer ist. Das ist in Teilen der USA in Planung (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4)
Ab hier wird in diesem Beitrag dieses Konzept vorrangig korrekt benannt: «allgemeine Online-Ausweispflicht» oder auch «Identifikationspflicht» – denn genau das ist es und nicht weniger. An dieser Stelle ist auch noch essenziell zu erwähnen, dass ein Account, dessen Nutzer sich nicht ausgewiesen hat, entweder ganz von einer Plattform ausgeschlossen wird oder nur Zugriff auf kinderfreundliche Inhalte erhält.
Folgende Probleme, die direkt mit dem Kinderschutz im Zusammenhang stehen, gibt es dabei:
Privatsphäre und Anonymität gehen verloren
Es mag sein, dass man dadurch Cybermobbing, Dick Pics und co. reduzieren könnte, weil potenzielle Täter sich aufgrund der Zurückverfolgbarkeit weniger oft trauen würden. Bedenken Sie aber bitte: Whistleblower, egal ob im kleinen oder großen Stil, politische Aktivisten, Missbrauchsopfer, Journalisten, im Grunde jeder Mensch, der auf Missstände in seiner Gemeinschaft aufmerksam machen möchte, ohne dafür schikaniert zu werden, sowie Bürgerinnen und Bürger, die sie nicht mehr trauen, auf eine Demonstration zu gehen (Info 1, Info 2, Info 3) und stattdessen online aktiv sein wollen… Sie alle sind auf Anonymität angewiesen.
Datenschutz-Katastrophen, Leaks und Hacks
Datenschutzkatastrophen, also Leaks und Hacks, kommen ständig vor und werden durch KI-gestützte Schadsoftware und möglicherweise sogar Quantencomputing zukünftig zu einem noch größeren Problem werden. Je sensibler die gespeicherten Daten sind, umso attraktiver sind sie für Hacker und umso gravierender sind solche Ereignisse. Die Verursacher der Smartphone-Sucht sind große Tech-Firmen, die massiv Daten sammeln, diese missbrauchen und ihre Plattformen so gestalten, dass diese möglichst süchtig machen, aber die Lösung soll sein, dass alle Menschen noch mehr und noch sensiblere Daten von sich preisgeben müssen?
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Juni 2020 – GIS Datenleck: neun Millionen österreichische Meldedaten lagen unverschlüsselt eine Woche im Internet
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Juli 2025 – Tea App: Rund 70.000 Fotos, darunter etwa 13.000 Personalausweise und Identifikations-Selfies gehackt
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August 2025 – INFONIQA-Hack: 165 Gigabyte an Daten gehackt, 300 österreichische Firmen betroffen (Quelle 1, Quelle 2)
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Oktober 2025 – Discord: Mindestens 70.000 Ausweisdokumente, die im Zuge der Altersverifikation erhoben wurden, gehackt
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Februar 2026 – IDMerit: über eine Milliarde Know-Your-Customer Datensätze geleakt
Würden Sie sich wohlfühlen, wenn Ihr Kind solch sensible Daten von sich preisgeben muss, nur um am digitalen Leben teilhaben zu dürfen?
Datenmissbrauch, Überwachungsstaat, Menschenrechtsverletzungen
Daten werden nicht nur von großen Tech-Firmen missbraucht, sondern auch von Behörden. China hat die totale Überwachung der Bevölkerung schon seit vielen Jahren normalisiert (Quelle 1, Quelle 2). Aber China ist China und im Westen passiert so etwas nicht. Oder doch? Die Einwanderungsbehörde ICE in den USA nutzt eine App zur Echtzeit-Gesichtskontrolle und Identifizierung, welche aus staatlichen und privaten Daten gespeist ist und nutzt des Weiteren Palantir-Software, um erfolgversprechende Einsätze zu koordinieren. Palantir vereint untere anderem Daten aus GPS-Diensten, Online-Käufen, Social-Media-Inhalten und staatlichen Registern, um von allen Bürgerinnen und Bürgern individuelle Profile zu erstellen.
Palantir wurde von Peter Thiel, ein ausgeprochener Demokratiefeind und Freund von Jeffrey Epstein (Quelle 1, Quelle 2), mitgegründet. Peter Thiel hat Verbindungen zu der Verifikationsplattform Persona (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3), die unter anderem von Roblox, Discord, Reddit und Okta genutzt wird oder wurde. Persona führt allerdings nicht nur eine einfache Altersverifikation durch, sondern unter anderem auch 269 weitere Prüfungen im Zusammenhang mit dem US-Überwachungsapparat (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4, Quelle 5).
Wollen Sie, dass Ihr Kind in einer solchen Welt lebt?
Overblocking, Zensur, Informationsfreiheit
Ausweisbasierte Altersverifizierung kann leicht zu «Overblocking» führen, also zur Sperrung von Inhalten, Websites und Diensten, die eigentlich nicht im Visier von Kinderschützern gewesen sind. Wer entscheidet, welche Inhalte kindgerecht sind, und auf welcher Basis?
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Dürfte eine Recherche-Plattform zu den Epstein-Akten von Kindern besucht werden? Man könnte argumentieren, dass es besser ist, Kinder keinen Zugriff auf solch abscheuliche Gräueltaten haben zu lassen. Bedenken Sie jedoch: JEDEM Menschen, der sich weigert, sein Alter zu verifizieren, also sich auszuweisen, würde sodann der Zugriff auf diese Plattform verwehrt. Das bedeutet, dass auch ein investigativer Journalist seine Identität preisgeben müsste.
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Fallen beispielsweise Selbsthilfegruppen auf Facebook zu Themen wie Pornosucht, Alkoholmissbrauch und dergleichen unter diese Form des Kinderschutzes? Schließlich enthalten solche Gruppen mit Sicherheit viele nicht jugendfreie Inhalte. Um an diesen Selbsthilfegruppen teilnehmen zu dürfen, müssten bedürftige Menschen also ihre Identität preisgeben.
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Im Vereinigten Königreich ist es bereits zu einer riesigen Zensur-Welle, die weit über Pornoseiten und Social Media hinausgeht, gekommen. Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4
In Australien war 2025 sogar geplant, auch Suchmaschinen in die Pflicht nehmen, das Alter der Nutzer zu prüfen. Dies ist jedoch zumindest bisher nicht umgesetzt worden.
Spaltung der Gesellschaft
Tracking, Profiling, Leaks, Hacks und der Chilling Effect sind sehr gute Gründe eine Online-Ausweispflicht abzulehnen, und es wird viele Menschen geben, die aufgrund dieser Ablehnung ihres Rechts auf Informationsfreiheit und des Rechts auf Teilhabe beraubt werden würden. Durch den automatisierten Ausschluss von «Nichtverifizierten» aus verschiedensten Communitys würde es auch zu einer allgemeinen Spaltung der Gesellschaft kommen, denn egal, wie man persönlich dazu steht, ein großer Teil unseres sozialen Lebens, hauptsächlich bei jüngeren Menschen, findet nun einmal online statt.
Die europäische Altersverifikation, EUDI Wallet
Ich habe Ihnen hoffentlich klar machen können, dass eine Online-Ausweispflicht extrem schädlich ist. Doch wir leben in Europa, und Europa plant eine datenschutzfreundliche Alternative, nämlich die EUDI Wallet. Diese soll unter anderem verschlüsselt, Open Source und datenarm (zero-knowledge) sein. (Quelle 1, Quelle 2) Aus folgenden Gründen ist aber auch die EUDI Wallet keine gute Lösung, sondern lediglich das geringere Übel unter all den anderen Verifikationsmethoden.
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Selbst quelloffene (Open-Source) Programme sind nicht gegen Cyberangriffe immun. Auch die EU Wallet wird es nicht sein. Das liegt in der Natur der Sache, vor allem, da die Daten und die Infrastruktur für Hacker extrem attraktiv sind. Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4, Quelle 5, Quelle 6
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Die EU Wallet ist (Stand 18.03.2026) gesetzlich gar nicht so datenschutzfreundlich und privatsphärenrespektierend durchformuliert, wie oftmals beworben. (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3) Netzpolitik.org schreibt dazu recht prägnant: „[…] Bürgerrechtsorganisationen warnen, dass die EU-Kommission zentrale Datenschutzgarantien aushöhlen und Nutzer:innen zur Weitergabe biometrischer Daten zwingen will.“
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Je nach Art und Inhalt der Informations-Transaktion kann eine Verbindung mit einer (staatlichen) Zertifizierungsstelle nötig sein, um zu prüfen, ob die Daten noch aktuell sind.Dadurch entstehen Daten und Metadaten, die mit anderen gesammelten oder von Datenbroker gekauften Daten verknüpft werden können, um ein noch genaueres Profil («Profiling»: Info 1, Info 2) der Nutzer zu erstellen. Sie können sich sicher sein, dass Google, Meta, Snapchat und co jedwedes gesetzliche Schlupfloch nutzen werden, um möglichst viele Daten auf direkte oder indirekte Weise aus der Wallet-Infrastruktur zu extrahieren, und dass Big Tech Firmen Lobbyarbeit in schwindelerregender Millionenhöhe dafür betreiben werden.
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Mit jeder Kopplung eines weiteren digitalisierten Dienstes, zum Beispiel der elektronischen Patientenakte, wächst das Risiko der Zweckverschiebung:
Eine Ausweitung der Abfragemöglichkeiten wird durch Komfort begründet. Krisensituationen – egal ob echte, absichtlich herbeigeführte oder erlogene – können Sonderzugriffe, die vorher undenkbar waren, kurzfristig möglich machen. Diese Sonderzugriffe können auch verlängert werden. Langfristig können gesetzliche Änderungen Datenverarbeitungs-Beschränkungen aufweichen. -
Die EU-Wallet würde mit ziemlicher Sicherheit die Vereinheitlichung und Verknüpfung von Verwaltungsdaten verschiedener Behörden vorantreiben. Die Absichten mögen gut sein, und Effizienz ist eine feine Sache, dies würde jedoch extrem genaue, leicht analysierbare und zentralisierte Bürgerprofile erlauben, und wenn später Politiker mit weniger noblen Vorstellungen und Plänen an die Macht kommen, ist die Infrastruktur für die Massenüberwachung bereits vorhanden.
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Apropos Effizienz: In Österreich gibt es Pläne, das allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz zu ändern, um den vollautomatisierten Einsatz von KI zu ermöglichen.In Schweden wird im Sozialhilfesystem seit mindestens 2013 massiv KI bzw Algorithmen eingesetzt. Wenn Sie an dieser Stelle «Toll, Effizienz!» denken, empfehle ich, Folgendes zu lesen: Info 1, Info 2, Info 3, Info 4
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Das «Convenience-Duo» EU Wallet und digitaler Euro (siehe Bargeldverdrängung) wird zwangsläufig in einem Smartphone-Zwang enden.
Schweden ist ein anschauliches Beispiel: Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3
Auch in Deutschland haben sich digitale Systeme, die anfänglich freiwillig waren, zu einem Zwang entwickelt: Quelle 1, Quelle 2
In Österreich besteht ein de facto Zwang zur Nutzung der ID Austria: Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4, Quelle 5 -
Im Zusammenhang mit diesem «Convenience-Duo» ergibt sich folgende EU-Heuchelei:
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Die Entscheidung von Eltern, ihren Kindern Smartphones zu geben, basiert zurzeit auf keinem echten Zwang, sondern auf sozialem Druck und praktischen Vorteilen (Quelle 1, Quelle 2). Wenn es darum geht, dass Kinder mit ihren Eltern und mit anderen Kindern in Kontakt bleiben können, dann reichen auch sogenannte Dumbphones. Der Digitalzwang durch das Convenience-Duo bedeutet aber, dass Eltern de facto gezwungen sein werden, ihren Kindern App-fähige Smartphones zu geben.
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App-fähige Smartphones sind üblicherweise herkömmliche Android- oder iOs-Geräte, also Geräte, die grob gesagt, im Software-Kern US-amerikanisch sind. Von Alternativen wie Pinephone, Murena und Fairphone mit alternativen Betriebssystemen wissen die wenigsten Menschen. Und selbst wenn, besteht das Problem, das manche Apps auf diesen Geräten nicht funktionieren. Genau hier liegt die Heuchelei bzw. die Ironie: Die EU will sich von US-Software emanzipieren (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3), programmiert die EUDI-Wallet jedoch so, dass diese nur auf herkömmlichen Geräten von Google und Apple funktioniert (siehe Seite 4).
Eine Erinnerung, wieso Sie Google nicht trauen dürfen: Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4, Quelle 5, Quelle 6, Quelle 7, Quelle 8 -
Die EU gibt sich als Institution, die Themen wie Datenschutz, Privatsphäre, Massenüberwachung und Regulierung von Big-Tech-Firmen sehr ernst nimmt und im Sinne der Gesellschaft handelt. Es ist jedoch genau das Gegenteil der Fall:
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Die Abschaffung des «digitalen Briefgeheimnisses» im Namen des Kinderschutzes durch EU Chat Control. (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4, Quelle 5)
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Schwächung der DSGVO durch den Digital Omnibus (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4).
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Die meisten großen Tech-Konzerne haben ihren Sitz in Irland. Mindestens die Spitze der irischen Datenschutzbehörde ist aber von Meta-Lobbyisten unterwandert. (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4)
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Ursula von der Leyen, die sich für die Altersverifikation ausspricht, stoppt gleichzeitig Milliardenstrafe gegen Google. Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4. In Anbetracht ihrer unrühmlichen Vergangenheit ist das vielleicht keine allzu große Überraschung.
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EU-Kampagne für Pressefreiheit kollidiert mit Plänen zur Beschränkung von VPN-Diensten, sowie allgemeiner Verschlechterung der Pressefreiheit. (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4, Quelle 5)
Die Ursachen bleiben bestehen
Die Online-Ausweispflicht bekämpft bestenfalls Symptome, jedoch keine der Ursachen. Das bedeutet, dass die restlichen 85% der Bevölkerung weiterhin ungeschützt bleiben. (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3). Ja, selbst unter Senioren ist Smartphone-Sucht ein wachsendes Problem. Was sind also die Ursachen?
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Apps senden gezielt Push-Benachrichtigungen, damit Nutzer die App wieder öffnen
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Ein roter Punkt am App-Icon, der auf neue Inhalte oder Nachrichten aufmerksam macht, ganz wie bei einem E-Mail-Programm, kann nur durch Scrollen entfernt werden.
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Bei ausgeschalteten Benachrichtigungen drängeln während der App-Nutzung Pop-ups die Nutzer, Benachrichtigungen wieder zu aktivieren
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Gamifizierung
- Streaks zählen aufeinanderfolgende Tage mit Nachrichten zwischen Nutzern oder andere Arten von Aktivitäten in der App (Punktesystem). Level und Ranglisten (mehr Aktivität bzw. Bildschirmzeit = höheres Level)
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Verändern der App-Einstellungen, zum Beispiel Reduzierung von Tracking, wird durch Pop-ups und Overlays extrem unbequem gemacht. Das nennt man übrigens Dark Patterns.
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Algorithmen priorisieren hoch emotionale Posts, da diese maximale Engagement-Zeit erzeugen. Likes, Kommentare und Shares lösen Dopamin-Ausschüttung aus, wie bei Glücksspiel. Diese emotionalisierenden Inhalte nennt man auch „Baits“. Zum Beispiel Ragebait, Clickbait, Commentbait, ...
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KI-gestützte Feeds führen dazu, dass für jeden einzelnen Nutzer genau die Inhalte bereitstehen, die per Dopamin-Manipulation die Bildschirmzeit am besten maximieren.
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Pagination, also dass eine Seite nach kurzem Scrollen ein Ende hat und man für neue Inhalte die Seite manuell neu laden muss, wurde durch endloses Scrollen ersetzt. Endloses Scrollen dürfte begrifflich selbsterklärend sein; es führt dazu, dass das Gehirn kein Stopp-Signal mehr bekommt und sich deshalb viel schwerer auf andere Dinge besinnen kann. Dadurch steigt die Bildschirmzeit massiv.
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Ausführliche Beschreibungen der Ursachen für Social-Media- bzw Smartphone-Sucht:
Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4, Quelle 5, Quelle 6, Quelle 7, Quelle 8Gamifikation, Push-Benachrichtungen, Dark Patterns, emotionalisierende und sensationalisierende Algorithmen und co. werden aber nicht nur auf Social Media eingesetzt, sondern auch in verschiedenen anderen Apps und auf Webseiten. Um die Smartphone-Sucht in der gesamten Bevölkerung effektiv zu bekämpfen, müssen diese Methoden gesetzlich eingeschränkt werden.
Schlecht umsetzbar und ineffektiv
Abgesehen von der Tatsache, dass Altersverifikation ein völlig unzulänglicher Lösungsansatz ist, sind diese technischen Hürden auch kinderleicht zu umgehen:
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Gekaufte, geliehene oder von den Eltern heimlich entwendete Ausweise oder auch per Bildbearbeitung gefälschte Ausweise werden zur Verifikation genutzt.
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VPNs werden genutzt, um der Webseite/der App vorzugaukeln, man sei in einem Land, in dem keine Ausweispflicht besteht.
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Gesichtsanalyse wird von Deepfake-Selfies und 3D-Modellen ausgetrickst.
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Session-Piggybacking – Kinder schauen bei Eltern oder Geschwistern mit und bekommen auch das Smartphone mit entsperrten Accounts in die Hände.
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1 von 6 Eltern unterstützt ihre Kinder, Altersbeschränkungen zu umgehen. Manche Eltern machen ihre Kinder zu Kidfluencers.Anekdotisch: Ich beobachte in den öffentlichen Verkehrsmitteln oft, wie nachlässige Eltern ihren Kindern, oft sind diese noch im Kinderwagen, zwecks Ruhigstellen ein Smartphone in die Hände geben.
In Großbritannien haben nach neusten Studien 32% der befragten Kindern nachweislich Altersverifkation umgangen.
In Australien sind sogar weiterhin etwa 2/3 der Kinder-Accounts auf Social Media aktiv. (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3)
Die große Lobbyismus-Lüge
Unter dem Vorwand von «Kinder- und Jugendschutz» wurden in den USA gezielt Gesetzesentwürfe und Allianzen von Tech-Firmen gefördert, die strikte Alters- und Identitätsüberprüfungen in Online-Diensten vorschreiben. Das Ziel dieser Lobbyismus-Strategie ist es, die Verantwortung des Kinderschutzes auf andere Instanzen abzuwälzen, um mit dem missbräuchlichen, manipulativen Verhalten beim Rest der Bevölkerung wie gehabt weitermachen zu können. Dabei werden häufig Non-Profit-Gruppen oder scheinbar unabhängige «Sicherheits-Bündnisse» genutzt, die heimlich und über Umwege von großen Plattformen finanziert werden, ohne dass deren Beteiligung der Öffentlichkeit oder selbst den Mitgliedern dieser Gruppen klar kommuniziert wird.
Diese verdeckte Finanzierung führt dazu, dass solche Initiativen als breite gesellschaftliche Bewegung wahrgenommen werden, tatsächlich aber wirtschaftlichen Interessen dienen.
Meta, der Datenmissbrauchs- und Kinderausbeutungskonzern schlechthin (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4, Quelle 5, Quelle 6, Quelle 7), hat knapp über 26 Millionen Dollar in den Lobbyismus für Altersverifikationsgesetze gesteckt.
OpenAI (ChatGPT) hat ebenfalls Millionen Dollar investiert. Derzeit ist das Unternehmen mit mehreren Klagen konfrontiert, die Todesfälle und psychische Leiden junger Nutzer betreffen. Erstens möchte sich das Unternehmen durch Abwälzen des Kinderschutzes vor weiteren Klagen schützen, zweitens hat OpenAIs Führung Verbindungen zu genau solchen Verifikations-Dienstleistungsanbietern. Durch Altersverifikationsgesetze würde das Geschäftsumfeld des Konzerns profitieren. (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3)
Damit wird deutlich, dass hier kein demokratischer Prozess stattfindet, sondern ein asymmetrischer Lobby-Kampf, bei dem Konzerne durch verdeckte Strukturen und viel Geld politische Ergebnisse steuern, die ihnen rechtlich und wirtschaftlich nützen. Dies findet nicht nur in den USA statt, sondern auch in Europa.
Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4, Quelle 5, Quelle 6, Quelle 7, Quelle 8, Quelle 9, Quelle 10, Quelle 11
Die echten Lösungen
Ich bin nicht gegen den Kinderschutz. Ich möchte, dass Kinder ohne Zwänge aufwachsen können, dass sie eine gute Bildung erfahren und viele positive Erfahrungen während ihres Heranwachsens machen. Ich möchte das nicht nur, weil ich finde, dass es jedem Menschen gut gehen soll, sondern auch, weil Kinder die Zukunft der Gesellschaft waren, sind und immer sein werden. Nachfolgend also die Lösungen, die wirklich helfen, nicht nur die Leben von Kindern, sondern auch die von allen Menschen zu verbessern.
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Verbot des Einsatzes von Sucht fördernden Methoden (oben beschrieben) durch Social-Media-Plattformen, aber auch andere Apps.
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Verbot von Dark Patterns.
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Content-Algorithmen müssen von Unternehmen offengelegt und von nachweislich unabhängigen Institutionen überprüft werden. Diese Algorithmen dürfen keine Bait-Inhalte pushen.
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Förderung von Social-Media-Plattformen komplett ohne Algorithmen (Quelle 1, Quelle 2).
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Bestimmte Kategorien von Apps müssen mit einer intern einprogrammierten Zeitbegrenzung ausgestattet werden, sodass Eltern sich nicht mit externen Wellbeing- oder Parental-Control-Apps beschäftigen müssen. Diese Einstellung wäre durch eine PIN oder ein Passwort geschützt, sodass sie vom Kind nicht umgangen werden kann. Sie wäre sowohl an den Account als auch an das Gerät geknüpft.
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Radikales Smartphone-Verbot an Schulen. Dumbphones wären weiterhin erlaubt. Lehrer müssen aber auch mit Mitteln und Rechten ausgestattet werden, um dieses Verbot effektiv durchsetzen zu können.
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Echte digitale Kompetenz muss gefördert werden. Social Media und andere Entertainment-Apps (Youtube, Netflix) bedienen zu können, darf nicht als digitale Kompetenz missverstanden oder als solche eingeordnet werden.
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Ausweitung und Modernisierung des EDV-Unterrichts an Schulen mit besonderem Schwerpunkt auf alternativen Programmen, FOSS und self-hosted Lösungen. (Info 1, Info 2, Info 3, Info 4)
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Förderung von Beratungsstellen zu FOSS und Self-Hosting durch den Staat. Viele Menschen wissen nicht, wie sie sich im vermeintlichen digitalen Dschungel zurechtfinden können, und sind auch von Online-Anleitungen überfordert (das meine ich nicht böse, es ist lediglich eine Beobachtung von mir).
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Lehrkräfte gezielt schulen, um Cybermobbing und Gruppenzwang rund um Smartphone-Besitz und Social-Media-Nutzung in der Klassengemeinschaft früh zu erkennen. Noch besser: Dafür eigene Experten einsetzen, weil die meisten Lehrkräfte ohnehin bereits zu stark ausgelastet sind.
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Eltern müssen wieder Eltern sein:
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Social Media aus dem eigenen Leben verbannen zwecks Vorbildfunktion. Eltern, die weniger Zeit vor dem Bildschirm verbringen, haben mehr Zeit, ihren Kindern Werte, Ethik und echte digitale Kompetenz zu vermitteln, wodurch diese in der Online-Welt weder zu Opfern noch zu Tätern werden.
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Vernetzung von Elterngemeinschaften. Koordiniert den Kindern Dumbphones statt Smartphones geben. Dadurch werden auch unangenehme Klassendynamiken wie digitale Ausgrenzung und digitales Mobbing reduziert.
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Falls ein Smartphone wirklich nötig ist (Digitalzwang?), dann bitte Parental Control Apps einrichten.
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Konfigurieren des Heimnetzwerkes, sodass über WLAN keine Seiten wie TikTok und Instagram aufgerufen werden können, und statt eines Handytarifs mit unbegrenztem Datenvolumen, einen Tarif mit maximal 10 GB Daten nehmen. Dies ist für schulische Zwecke und Kommunikation in normalem Ausmaß völlig ausreichend, stößt bei Nutzung von Social Media jedoch nach kürzester Zeit an die vertraglichen Grenzen.
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Staatlich geförderte Mini-Kurse für Eltern zu den oben genannten Themen.
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Staatliche Förderung von analogen Aktivitäten (Natur, Sportanlagen, Basteln, Tiere, Spielplätze, …). Je mehr Alternativen Familien zur Verfügung stehen, umso geringer wird das Bedürfnis nach Unterhaltung am Bildschirm.
Sicherlich ist diese Liste ausbaufähig, sowohl in der Länge als auch in der Tiefe. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber eine Sache weiß ich: ein Rat bestehend aus - von der Lobby unabhängigen - Expertinnen und Experten aus den Bereichen Webdevelopment, Social Media, Psychologie, Pädagogik und Recht, kann entsprechende Gesetzesentwürfe, die sinnvoll und effektiv sind, und die Probleme an der Wurzel packen, ausarbeiten. Bitte lassen Sie sich von niemandem einreden, dass dies nicht umsetzbar sei.
Es scheitert lediglich an unserem Lobbyismus-gesteuerten politischen Apparat.
Abschließend kann ich mir folgende provokante, aber sehr wohl ernst gemeinte Fragen nicht verkneifen. Wollen Sie, dass Ihr Kind in einer Welt lebt, in der es…
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online mit niemandem mehr anonym kommunizieren kann?
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sich nicht mehr traut, politisch aktiv zu sein – sowohl online als auch auf der Straße? Also in einer Welt ohne echte Meinungsfreiheit?
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jederzeit Opfer einer massiven Datenschutz-Katastrophe und darauffolgend Opfer von beispielsweise Identitätsmissbrauch werden kann?
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von totalitären Regimen aufgrund seiner «Datenspur» im Internet schikaniert oder gar eingesperrt werden kann?
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auf viele legitime Informationsquellen nicht mehr zugreifen kann, ohne sich auszuweisen? Also in einer Welt ohne echte Informationsfreiheit?
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sich entscheiden muss, ob es zu den Verifizierten oder den Unverifizierten gehört und je nach Entscheidung nicht nur von vielen Onlinegruppen, sondern auch von wichtigen Online-Dienstleistungen ausgeschlossen wird?
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automatisierten staatlichen Algorithmen ausgeliefert ist?
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gezwungen ist, aufgrund von schleichendem Digitalzwang jederzeit und von klein auf ein Smartphone mit Google- oder Apple-Software mit sich zu tragen?
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weiterhin von Dopamin manipulierenden Algorithmen und App-Designs verführt wird und deshalb trotz Altersverifikation weiterhin Stunden jeden Tag vor dem Bildschirm verbringt?
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nur augenscheinlich ein an der Demokratie teilhabendes Individuum ist, weil der politische Apparat de facto von Lobbyismus und Vetternwirtschaft gesteuert wird?
Titelbild: KI-generiert
Quellen: im Text

Vielen Dank für diesen herausragenden Artikel! Ich wünschte mir, dass dieses Thema in reichweitenstarken Medien mit dem gleichen kritischen Blick und ähnlich detailliert behandelt würde.
Danke für den umfangreichen und sehr informativen Beitrag, dem ich voll und ganz zustimme. Ein kleiner Wermutstropfen: muss es unbedingt ein KI-generiertes Titelbild sein? Aber ich gebe zu, ich wüsste auch nicht, wie ich selbst ein Bild zum Thema zustande bringen könnte.
Kurze Info dazu: Wir hatten bereits einige Zeit in den Artikel gesteckt. Der Artikel wurde bei uns eingereicht, leider ohne Titelbild.
Um das Thema dann zu Ende zu bringen, hatte ich mich nach einiger Suche für ein Titelbild, für ein KI-generiertes entschieden.
Das Problem geht ja deutlich TIEFER...
Es werden –neben Erwachsenen, die sollen ja nicht minder(!) die Hosen runter lassen- insbesondere junge Kinderseelen an selbsternannte "(Anti-)Satanisten" und ihren Kumpels verkauft, und freudig auf deren Plattformen und "Privatinseln" geschleust.
Diktatoren, Gewaltverbrecher (und "Palantir") auf eben diesen Plattformen haben Narrenfreiheit. KI-Werkzeuge in den Händen von Laien, die keine Vorgaben machen, können Volkswirtschaften in den Abgrund reißen. Jedenfalls stellt die DB das so dar, wenn sie Kunden abwimmelt.
...Ja, es ist ein klarer IRRWEG! 😤️
Das ist ein ganz hervorragender Artikel, aus dem ich viel gelernt und neue Aspekte mitgenommen habe, welche ich in meinen Wirkungskreis sicher auch einspielen werde. Danke!
Der Artikel ist wirklich sehr gut gemacht. Er beleuchtet viele verschiedene Aspekte und Blickwinkel. Und alle angeprochenen Dinge ermutigen zur eigenen Nachforschung, weil sie mit vielfältigen Quellenangaben unterlegt sind.
IMHO ist Kinderschutz nur die Begründung für die Einführung einer Alterverifikation und die perfekte Ablenkung für die gesellschaftliche Akzeptanz, Durchdringung und Stärkung des (totalen) Überwachungsstaats. Wie im realen Leben tragen zunächst einmal immer die Eltern Verantwortung für ihre Kinder, selbst wenn sie damit möglicherweise überfordert sind. Eine Altersverfikation bekämpft jedoch keine der Ursachen von verführerischen Algorithmen, Clickbaits, Doomscrolling, Datentracking, Datenleaks, Dark Pattern oder gar den aktuellen Triumpf von Enshittification. Viel mehr Aufklärung und Forschung in dem Bereich sowie ein paar gebildete Fachleute in der Politik wären wirklich wünschenswert, doch ich fürchte dafür ist es viel zu spät. Die große überwiegende Mehrheit benutzt inzwischen digitale Apps ohne Hintergedanken, ohne irgendein technisches Verständnis und ohne schlechtes Gewissen. Niemand von denen verspürt den echten Wunsch hinter die Kulissen zu gucken und sich mal mit dem ganzen Mist auseinander zu setzen... Wir sind in dieser Hinsicht leider nur eine kleine Minderheit, wie ein "Rufer in der Wüste".
Danke und bravo zu den echten Lösungen!
> wenn später Politiker mit weniger noblen Vorstellungen und Plänen an die Macht kommen
Da musste ich allerdings lachen – das ist wohl kaum erst später relevant!