AlmaLinux und CentOS: Die Unterschiede

Di, 30. März 2021, Niklas

Im Herbst 2020 kündigte Red Hat bekanntlich das Ende der vor allem für Server beliebten Linux Distribution CentOS in ihrer bisherigen Form an. Man wollte sich stattdessen auf CentOS Stream konzentrieren, eine Rolling Release Distribution, wo Software vorab getestet werden kann, bevor sie ins kommerzielle Red Hat Enterprise Linux kommt.

Wenig später kündigte CloudLinux eine neue Distribution an, AlmaLinux, die die Lücke füllen soll, welche CentOS bald hinterlassen wird. Doch was haben das klassische CentOS und AlmaLinux eigentlich gemeinsam und wo unterscheiden sie sich?

Dass im Grossen und Ganzen nur das Repository gewechselt werden muss, um vom alten CentOS auf AlmaLinux zu wechseln, lässt schon eine grosse Ähnlichkeit erahnen. Beide basieren auf dem Quellcode von Red Hat Enterprise Linux und übernehmen einen Grossteil der Software von dort.

Trotzdem gibt es einige Unterschiede bei den Paketen: Manche werden beim Wechsel aktualisiert, von anderen werden ältere Versionen installiert und wieder andere werden ganz neu installiert.

Zwischen AlmaLinux und dem neuen CentOS Stream ergeben sich schon deutlich grössere Unterschiede: CentOS Stream bekommt neue Software, wie bereits oben erwähnt, zuerst, auch mit dem Risiko, dass sie vielleicht noch nicht ganz stabil ist. Danach fliessen die Änderungen in Red Hat Enterprise Linux ein und zum Schluss erst in AlmaLinux.

Das bedeutet, dass AlmaLinux die stabilste der drei Distributionen ist, während CentOS Stream die aktuellste ist. Und Red Hat Enterprise Linux ist ein ausgewogener Mittelweg, der Updates relativ zeitnah liefert, aber trotzdem noch stabil ist.

Quellen: