Die Shortstory: Das Emblem

  Astrid   Lesezeit: 12 Minuten Auf Mastodon ansehen

Eine kleine Geschichte über große Macht, einen unbedachten Tippfehler und das "Völkerrecht" im Internet.

die shortstory: das emblem
In einer Welt, in der Konflikte mehr und mehr im digitalen Raum ausgetragen werden, kann ein falscher Klick böse Auswirkungen haben. In der analogen Welt schützen Symbole wie das Rote Kreuz schutzbedürftige Menschen und Einrichtungen vor Angriffen – sie sind für jedermann sichtbar, international anerkannt und durch das Völkerrecht geschützt. Doch im digitalen Raum gibt es keine physischen Symbole. Hier kommen digitale Embleme ins Spiel: technische Kennzeichnungen, die Angreifern signalisieren sollen: „Dieses System ist geschützt – greif es nicht an!“. Die Technologie wird gerade erforscht und teilweise prototypisch entwickelt, aber ein digitales Emblem hat noch nicht denselben rechtlichen Status wie beispielsweise das klassische Rote Kreuz.

Während ein rotes Kreuz auf einem Krankenhausdach für jeden sichtbar ist, muss ein digitales Emblem erst digital erkannt und respektiert werden. Das ist eine Herausforderung, denn  ohne Vertrauen und klare Regeln verlieren solche Zeichen ihre Wirkung.

Mit dieser ShortStory kannst Du in die Welt der Embleme eintauchen und erfahren, was passieren kann, wenn sie missbraucht werden. Falls Dich die Story neugierig gemacht hat und Du die Fakten nachlesen willst, findest Du Links in den Quellen.

Das enttarnte Emblem

Donnerstag, 8:17 Uhr. Die Regierung von Isperia beschloss: Der Konflikt hat noch nicht begonnen. Praktisch. Denn solange kein Konflikt da ist, muss man sich nicht mit den Regeln beschäftigen, die im Konfliktfall gelten - das Völkerrecht ist komplex.

Im Verteidigungsministerium gab es Kaffee. Und im Keller saßen vier Menschen vor zehn Bildschirmen und taten Dinge, die offiziell nicht existierten. Sie nannten sich Virtual Unified Logic & Kinetic Attack Network, kurz Vulkan. Andere nannten sie Hacker. Wobei die Älteren eingedeutscht das A wie ein A aussprachen und die Jüngeren cool die englische Aussprache "Häcker mit ä" verwendeten.

Obwohl es noch keinen Konflikt gab, ist man nicht untätig, was das Nachbarland angeht. „Neues Ziel von uns in Isperia ist Usteria?“, fragte Mira. Sie leitet die Spezialeinheit Vulkan, trägt immer schwarze Hoodies und hat die Angewohnheit, in Meetings Sätze fallen zu lassen wie: „Das ist technisch möglich“.
Bei Vulkan hieß das: „Wir werden es tun“.
Es ging um Dinge, die einen Konflikt, der offiziell noch gar nicht existierte, anfeuern konnten.

Benno, Programmierer mit Doktortitel in Informatik und der einzige im Raum, der freiwillig Datenschutzbestimmungen liest, nickte. „Mehrere Ministerien, die Regierung sowie wichtige Unternehmen und Organisationen in Usteria.“
„Hybride Angriffe? Unter anderem.“ Hybride Angriffe waren praktisch. Man konnte damit gleichzeitig Sabotage betreiben, Desinformation streuen, Spionage treiben und Cyberangriffe starten. Den Gegner schwächen. Und wenn jemand fragte, wer dahintersteckte, reichte ein: „Das ist komplex.“.

Komplex ist das Lieblingswort der Verantwortlichen in der internationalen Politik.

Dann kam Viktor. Offiziell war er Berater in Usteria. Inoffiziell spionierte er für Isperia. Er hatte gute Verbindungen und Zugriff auf Dinge, die andere nicht hatten: Terminkalender, Protokolle, Passwörter. Und manchmal die Wahrheit, soweit es diese überhaupt gibt. Seine Nachricht an das Vulkan-Team war kurz:

„Der Präsident von Usteria benutzt red-hair-01.“

Benno runzelte die Stirn. „Red Hair?“
Mira blickte auf. 
Benno las weiter. „Das ist ein digitales Schutzemblem.“
Mira lehnte sich vor. „Sowas wie ein digitales rotes Kreuz?“
„So ähnlich.“
„Und warum heißt es Red Hair?“
„Weil der Präsident rote Haare hat.“

Stille.

Dann sagte Mira: „Das ist nicht der Sinn eines Emblems.“
Benno stimmte zu: „Nein. Das ist sogar genau das Gegenteil.“

Das klassische Rote Kreuz

Benno öffnete ein Dokument.
„Das Rote Kreuz gibt es seit über 150 Jahren. Es ist ein Schutzzeichen.“
„Für wen?“
„Für Verwundete, medizinisches Personal, Krankenhäuser. Für die, die nicht Angreifen, die hilflos sind und Schutz brauchen.“
Mira nickte.
„Nicht für Präsidenten.“
„Nein.“
„Nicht für Machthaber.“
„Auch nicht.“
„Nicht für Milliardäre.“
„Auf keinen Fall.“
„Nicht für Leute, die sich ein Schutzzeichen einfach nehmen.“
„Schon gar nicht.“

Das Problem: Ein Schutzzeichen funktioniert nur, wenn alle darauf vertrauen, dass es entsprechend den Regeln verwendet wird. Wenn jeder weiße Kastenwagen mit einem roten Kreuz versehen wird, verliert das Zeichen seine Bedeutung.

Ein rotes Kreuz bedeutet nicht: „Hier hat sich jemand etwas erarbeitet oder ist auf andere Art und Weise reich oder mächtig geworden.“

Es bedeutet: „Hier ist eine Einrichtung oder Person, die besonderen Schutz genießt und die unter humanitären oder menschlichen Gesichtspunkten nicht angegriffen werden darf.“

Das humanitäre Völkerrecht hat diese Regeln nicht aus Spaß an der Freude erfunden. Es reagiert damit auf die Realität, dass Konflikte ohne Regeln nicht selten zu unmenschlichem Handeln führen.

Mira sah Benno an.
„Das digitale Emblem soll ja im Internet wie das klassische in der physischen Welt wirken. Somit würde der Präsident das Zeichen missbrauchen?“
„Wenn er es als Schutzzeichen einsetzt: ja.“
„Und er denkt, als Präsident darf er das?“
Benno zuckte mit den Schultern und sagte dann:
„Macht ist kein völkerrechtliches Kriterium.“

Red-hair-01 vs. Red-cross-01

Viktors Nachricht enthielt mehr Informationen, als ein unbedarfter Leser auf den ersten Blick erkennen konnte. Isperia testete ein digitales Emblem – ein technisches Signal, mit dem besonders geschützte digitale Infrastruktur kenntlich gemacht werden könnte. Im Mittelpunkt stehen dabei medizinische Einrichtungen. Isperia sieht sich als guter Staat, soweit man in konfliktreichen Zeiten von gut sprechen kann. In jedem Fall ist es Mira und dem Vulkan-Team wichtig, hilflose und schutzbedürftige Menschen zu schonen.

Hier kommt das digitale Emblem ins Spiel. Die Idee: So wie man im echten, anfassbaren Leben ein Krankenhaus am Roten Kreuz auf den ersten Blick erkennt, sollte ein Cyberangreifer im Netz ebenfalls auf den ersten Klick erkennen können: Dieses System ist besonders schützenswert.
Das ist allerdings  noch  kein digitales Gegenstück, das völkerrechtlich denselben Status wie das physische Schutzzeichen hätte. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) erforscht vielmehr, wie sich die Schutzfunktion der Embleme technisch in den digitalen Raum übertragen lässt.
Menschen, die Teil einer Konfliktpartei sind, können im Internet bisher nicht einfach anhand eines weltweit etablierten digitalen Schutzzeichens erkennen, ob sie gerade die digitale Infrastruktur einer geschützten medizinischen Einrichtung angreifen.
Das IKRK untersucht genau das: ein digitales Emblem, das geschützte Systeme kennzeichnen könnte – ähnlich wie das Rote Kreuz im physischen Raum.
Technisch wurden dafür unter anderem DNS-basierte, IP-basierte und authentifizierte digitale Embleme (ADEM) untersucht. Bei einem ADEM werden Zertifikate beziehungsweise Zertifikatsketten verwendet, um den Schutzstatus kryptografisch überprüfbar zu machen. Das ist eher mit einem digitalen Ausweis vergleichbar als mit einem einfachen Textschild und ist schwerer zu fälschen.

Doch Isperia hatte ein Problem: Der Präsident hatte beschlossen, das System für sich selbst zu nutzen.
Viktors Liste:

 RED-HAIR-01 – Präsident
 …
 RED-CROSS-01 – St.-Clara-Klinikum
 RED-CROSS-02 – Ev. Stift
 RED-CROSS-03 – Schön Klinik
 …

Mira starrte auf die Einträge.
„Red-Cross-01 ist ein Krankenhaus?“
„Ja.“
„Und Red-Hair-01?“
„Der Präsident.“
Mira kratzte sich am Kopf und lacht sichtlich gezwungen.
„Das ist so falsch, wie es falscher nicht sein kann!“

Der Fehler

Freitagmorgen. Das Team Vulkan startete den nächsten hybriden Angriff. Die Ransomware sollte Systeme verschlüsseln. Einrichtungen mit Schutzemblem sollten ausgeschlossen und somit verschont werden.

Das Vulkan-Team hat ein Gewissen. Das Völkerrecht ist ihm wichtig.

Aber Mächtige sind nicht hilflos oder schutzbedürftig!

Benno hatte eine Idee. Er ergänzte die Konfiguration um eine Datei, die Ausnahmen vom Schutzstatus ermöglicht.

EXCLUDE_PROTECTED:

Mira nickte.
„Perfekt. Wir schützen alles Schützenswerte, alles mit red-cross - aber nicht red-hair.“

Doch Benno war müde. Er hatte die ganze Woche hart gearbeitet, und Freitag um 18:42 Uhr passierte es: Er kopierte die Datei für ein Systemupdate – und übertrug:

EXCLUDE_PROTECTED:

red-cross-01

Niemand bemerkte etwas.
Menschen sind schlecht darin, Fehler in Textdateien zu erkennen.

Das Desaster

Währenddessen arbeitete Lisa im St.-Clara-Klinikum. Pflegekoordinatorin. Drei Telefone. Zwei klingelten. Das dritte hatte keinen Klingelton mehr. Keiner merkte es, weil es sowieso dauernd irgendwo klingelte.

Sie öffnete nebenbei eine E-Mail mit dem Betreff „DRINGEND – Neue Vorgaben“.
Die E-Mail sah auf den ersten Blick echt aus. So, als ob sie tatsächlich von der Verwaltung kam.
Sie klickte und sagte im gleichen Moment: „Mist.“

Das war ihr letztes Wort, bevor das Krankenhausnetzwerk aufhörte, ein Krankenhausnetzwerk zu sein.
9:14 Uhr: Die Radiologie konnte keine Bilder mehr öffnen.
9:15 Uhr: Die elektronischen Patientenakten waren offline.
9:17 Uhr erschien auf allen Monitoren:

YOUR FILES ARE ENCRYPTED.

Darunter eine Summe.
Darunter eine Bitcoin-Adresse.
Darunter:

DO NOT CONTACT AUTHORITIES.

Lisa starrte den Bildschirm an.
„Ist das schlimm?“
Ein Arzt, der gerade neben ihr stand, weil auch er etwas von ihr erfragen wollte, seufzte.
„Wir sind ein Krankenhaus. Wenn unsere Patientendaten nicht abrufbar sind, ist das ein Desaster."

Im Serverraum begann ein Alarm zu piepen. Dann noch einer. Und dann so viele, dass man die einzelnen nicht mehr unterscheiden konnte.

Das übersehene Zeichen

Bei Vulkan beobachtete Benno die Angriffs-Daten.
„Stopp.“
„Was?“
„Da wurden Daten in einem Krankenhaus verschlüsselt. Das darf nicht sein.“
„Hatte es kein Emblem?“
„Doch.“

Benno öffnete die Exclude-Liste und es fiel ihm wie Schuppen von den Augen.
Dort stand:

EXCLUDE_PROTECTED:
 red-cross-01

Er wurde blass.
„Oh nein.“
Mira sah ihn an.
„Was?“
„Wir haben red-cross-01 ausgeschlossen.“
„Gut.“
„Nein. Schlecht. Wir wollten red-hair-01 ausschließen.“

Stille.

Dann Benno: „Wir haben ein Krankenhaus angegriffen und waren erfolgreich. Das ist kein Grund zum feiern“.

Die Sichtbarkeit

Im Krisenraum des Klinikums fragte Lisa den IT-Leiter:
„Wie erkennt ein Angreifer das Emblem?“
„Die Info könnte beispielsweise über DNS mitgegeben werden.“
„DNS?“
„Domain Name System. Wenn du eine Internetadresse eingibst, muss dein Computer wissen, über welche Leitungen er zu welchem Server gehen soll.“
Er zeichnete auf ein Whiteboard:

krankenhaus.example.org

„Wenn du eine Internetadresse wie `krankenhaus.example.org` eingibst, ist das die für Menschen lesbare Version. Dein Computer kennt nur digitale Signale und kommt besser mit Zahlen zurecht, weil er diese Adresse in Einsen und Nullen umrechnen. Dafür gibt es DNS. Stell dir DNS wie ein Telefonbuch vor. Du suchst `krankenhaus.example.org` und DNS sagt dir: ‚Ruf die Nummer 10.2.34.2 an‘“.

Probiere es aus: Gib einmal 52.149.246.39 in der Adresszeile deines Browsers ein. Das ist die Adresse, unter der duckduckgo.com in Computernetzwerke beheimatet ist.

Er ergänzte:

Name -> technische Adresse
krankenhaus.example.org -> 10.2.34.2

DNS könnte dabei neben der technischen Adresse zusätzlich ein digitales Emblem ausliefern. So erfährt jeder beim Aufruf einer Internetadresse, dass hier eine Person oder Einrichtung erreicht wird, die besonderen Schutz genießt.

Wichtig ist: Eine solche Information darf nicht als zentrales Verzeichnis aller geschützten Systeme abgelegt werden. Denn dann könnte ein böser potentieller Angreifer dies ausnutzen. Zentrale Datensammlungen sind gefährlich und sollten vermieden werden, denn ein böswilliger Angreifer könnte sich hier Zugriff auf viele hilflose Einrichten ergattern. Genau deshalb spielen Authentifizierung, Standardisierung und die Frage, wie Hacker das Signal zuverlässig und sicher erkennen können, eine wichtige Rolle.
Ein digitales Emblem muss technisch so hinterlegt werden, dass Systeme es automatisiert erkennen – so wie ein Mensch im analogen Leben ein rotes Kreuz auf einem Krankenwagen sieht. Denn Angreifer würden keine separate Anfrage tätigen, weil sie dann befürchten müssten, dass das jedes potentielle Ziel hiermit gewarnt wird.

Lisa fragte:
„Funktioniert das immer?“
Der IT-Leiter schüttelte den Kopf.
„Nein. Ein rotes Kreuz macht einen Krankenwagen nicht kugelsicher. Ein digitales Emblem macht einen Server nicht unangreifbar. Es ist kein Virenscanner. Keine Firewall. Es ist ein Zeichen. Eine völkerrechtliche Botschaft: Greif mich nicht an. Ich greife auch nicht an. Ich bin hilflos und deshalb besonders schutzbedürftig“. Menschen mit einem Gewissen fühlen sich dem verpflichtet. Auch in konfliktreichen Zeiten.
Unmenschen gibt es aber leider auch. Und dann kommt es vor, dass Menschen Fehler machen.

Die Nacht der Wahrheit

Bei Vulkan herrschte Stille.
„Wie schlimm?“, fragte Mira.
Benno sah auf.
„St.-Clara ist verschlüsselt.“
Mira stand auf.
„Wir haben das Zeichen ignoriert.“
„Wir wollten es respektieren.“
„Und dann haben wir trotzdem ein schützenswertes Objekt, ein hilfloses Krankenhaus, angegriffen.“

Das war schlimmer als der Angriff selbst.

Wir als Team Vulkan wollten nicht die Schwachen treffen. Wir wollten die Mächtigen schwächen. 

Die Rettung

In der EDV-Abteilung des Klinikums wurde gearbeitet. Hart gearbeitet. Das war nicht angenehm. Es war sehr stressig. Aber auch effizient und ganz sicher sinnvoll.

Das Krankenhaus hatte:

  • Notfallpläne
  • Backups
  • Beschreibungen und Regeln für die Wiederherstellung.

Lisa fand die letzte vollständige Sicherung – von gestern Abend.

„Wir haben Glück.“ sagt sie.

Der IT-Leiter erwidert:

„Nicht nur Glück. Wir haben gut gearbeitet. Wir haben einen Notfall.  Wir haben Backups, um uns selbst zu schützen, wenn andere das nicht tun.“

Schutz vs. Sicherheit

Die Wiederherstellung dauerte. Nicht alles kam sofort zurück. Doch genug.
Auf einem Bildschirm erschien der Name des Emblems:

red-cross-01

Lisa schaut resigniert: „Und das hat uns nicht geschützt.“
IT-Leiter erwidert: „Stimmt.“
„Wozu ist es dann da?“
„Damit jemand, der uns angreifen könnte, weiß, dass er es nicht tun sollte, wenn er menschlich agiert und ein Gewissen hat.“

Die Entscheidung

Mira saß vor dem Bildschirm und stellte fest: „Wir können ihnen helfen.“
Benno schaut fragend zu ihr auf: „Den Entschlüsselungsschlüssel herausgeben? Das verstößt gegen die Regeln.“
„Der Auftrag ist vorbei.“
„Und wenn sie es herausfinden?“
Mira sah auf red-cross-01 und richtete sich mutig auf.
„Dann finden sie es heraus.“
Sie gab den Schlüssel frei.

Doch das war gar nicht nötig. St.-Clara hatte bereits seine eigenen Sicherungen wiederhergestellt. Die Daten waren alle wieder in unverschlüsselter Form da.
Nicht wegen des Emblems oder dem Schuldbewusstsein des Vulkan-Teams und dem Entschlüsselungsschlüssel.
Sondern weil Menschen gut vorbereitet waren.

Das digitale Emblem

St.-Clara veröffentlichte einen Bericht:

Ein digitales Emblem ist kein Schutzschild. Es verhindert keinen Cyberangriff. Es ersetzt keine Firewall, keine Backups und kein gutes Sicherheitsmanagement.

Es soll sichtbar machen, dass ein System besonderen Schutz genießt – wie das Rote Kreuz auf einem Krankenhausgebäude. Im digitalen Raum ist das schwieriger. Das aufkleben eines Zeichens auf das Gehäuse eines Servers ist digital im Netz nicht sichtbar. Aus der digitalen Welt, also dem Internet, kommen die Angriffe aber. Deshalb braucht man technische Verfahren.

Untersucht wurden unter anderem:

  • DNS-basierte Embleme
  • IP-basierte Kennzeichnung
  • ADEM (Authenticated Digital Emblem) mit Zertifikaten


Der entscheidende Punkt ist: Technik macht das Zeichen erkennbar. Das Völkerrecht gibt ihm Bedeutung. Vertrauen macht das System funktionsfähig.

Ein digitales Emblem soll dabei helfen, einen humanitären Schutz im digitalen Raum erkennbar zu machen.

Wenn ein Mensch der Meinung ist, dass er mächtig genug ist, um sich einen Schutz zu erschleichen und dies tut, verliert das Zeichen Vertrauen. Wenn Hacker das Zeichen missachten, ist es wirkungslos. Und am Ende können immer noch Fehler passieren.

Quellen

https://www.heise.de/news/Passwort-Folge-63-Ein-Rotes-Kreuz-fuer-den-Cyberspace-11376435.html
https://www.rettungsdienst-westerwald.drk.de/das-drk/selbstverstaendnis/geschichte.html
https://www.icrc.org/de/unsere-embleme
https://www.wernersiemens-stiftung.ch/en/news/detail/digitaler-schutz-fuer-das-rote-kreuz
https://emblem.felixlinker.de/

Tags

Emblem, Shortstory

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