Vor ein paar Tagen hat Herbert aus dem Redaktionsteam vorgeschlagen, unsere üblichen Artikel durch ein neues Format zu ergänzen und aufzulockern, nämlich Kurzgeschichten. In diesen selbstgeschriebenen Geschichten soll es um unsere Kernthemen "Freie Software und Freie Gesellschaft" gehen. Ursprünglich hatte Herbert einen "Donnerstags-Krimi" im Sinn, den ihr bereits in seiner ersten Geschichte "Klebezettel 007" lesen konntet.
Nach einer Besprechung mit der Redaktion, kamen wir zum Schluss, dass ein Genre, z. B. Krimi, das Format zu sehr einschränkt. Wie immer, möchten wir möglichst viele potenzielle Schriftsteller für die Idee begeistern. Wie häufig die Kurzgeschichten erscheinen sollen, ist offen. Wöchentlich ist utopisch, aber monatlich sollte machbar sein, falls sich genügend Schreiber:innen finden. Letztlich spielt es keine Rolle, ob die Geschichten alle 3 Wochen oder alle 3 Monate erscheinen.
Die Kurzgeschichte ist eine moderne literarische Form oder Gattung der Prosa, deren Hauptmerkmal in ihrer Kürze liegt. Dies wird oft durch eine starke Komprimierung des Inhaltes erreicht. Der Begriff ist eine Lehnübersetzung des englischen Begriffs short story.
Eine Kurzgeschichte enthält typischerweise 1000 bis 7500 Wörter.
Aber ich kann doch gar nicht schreiben!
Nun werden sich manche (viele) Leser:innen dieses Artikels sagen, dass sie keine Prosa schreiben können und Kurzgeschichten schon in der Schule nicht ihr Lieblingsding waren. Als ich von Herberts Idee erfuhr, dachte ich das auch für mich selbst. Doch nach ein wenig Nachdenken gefiel mir die Sache immer besser. Warum nicht? Ich könnte es ausprobieren! Einen Tag später hatte ich meine erste Kurzgeschichte fast fertig geschrieben. Dabei kam es mir nicht auf die Qualität an, sondern vielmehr darauf, ob es mir Spass machte. Für mich war es ein grosser Unterschied, einen typischen Tech-Artikel zu schreiben, oder mir eine Geschichte auszudenken. Mir hat die Herausforderung der eigenen Kreativität gefallen.
Vielleicht lasst ihr die naheliegenden Argumente einmal weg: "keine Lust, keine Zeit, kann ich nicht". Versucht es doch einmal.
Wir haben zwei Fragen an euch
- Was haltet ihr grundsätzlich von der Idee, ab und zu Kurzgeschichten bei uns zu lesen?
- Könnt ihr euch selbst vorstellen, ein- oder mehrmals eine Shortstory zu schreiben?
Bitte schreibt uns eure Meinung in die Kommentare, per Matrix, Mastodon oder als E-Mail.
Vielen Dank und ein schönes Wochenende
Nachtrag
Auf Mastodon fragt jemand, ob man auch KI-generierte Kurzgeschichten einreichen kann.
Ich sage es mal so: Wir können in fünf Minuten einen KI-Agenten aufsetzen, der jeden Tag dreissig Geschichten generiert. Bei dieser Idee geht es darum, Farbe ins Hirn zu blasen. Es ist ein Angebot, die eigene Kreativität zu entdecken. Wir laden euch dazu ein, einen Versuch zu starten. Lasst die Geschichte in eurem Kopf gären und tippt einen Entwurf in den Texteditor. Ihr merkt dann schnell, ob euch das gefällt oder nicht.
Es geht weder um Quantität noch um Qualität, sondern um die Möglichkeit, etwas Neues für sich zu entdecken.
KI-generierte Kurzgeschichten werden selbstverständlich abgelehnt, obwohl wir sie nicht identifizieren können. Bitte lügt euch nicht selbst an.
Titelbild: Vorlage für das Titelbild der Serie "Die Shortstory"
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kurzgeschichte

Hi, da ich mich angesprochen fühle, möchte ich gerne auf die beiden Fragen antworten. Die Kurzgeschichte mit dem Klebezettel fand ich sehr angenehm und würde mich freuen, weitere Kurzgeschichten in dieser Art zu lesen. Allerdings bin ich kein guter Schreiber und könnte der genannten Kurzgeschichte bei weitem nicht das Wasser reichen. Grüße Hans
Ich finde die Idee sehr gut. Die Kurzgeschichte "Klebezettel 007" ist recht amüsant und zeigt auch schön das Dilemma mit den Passwörtern auf. Ich selber bin kein Schreiberling, wie schrieb meine Deutschlehrerin unter einen Aufsatz "du bist der deutschen Sprache nicht mächtig". Ja in den 80er war so was noch möglich. :-)
Zu beiden Fragen: Sehr gerne. Mir kribbelt es schon in den Fingern :D
Hallo!
Ich weiß nicht… ich schreibe zwar selbst kleine Geschichtchen… aber eigentlich komme ich auf diese Seite, um Sachartikel über Linux zu lesen… vielleicht auf einer separaten Website (Subdomain) mit dezenter Werbung hier auf der Seite?
Lg, Wiesensohle
Die Kurzgeschichten sollen selten erscheinen (monatlich) und die täglichen Tech-Artikel etwas auflockern. Deshalb soll es eben kein eigener Kanal werden. Wenn Du selbst kleine Geschichten schreibst, kannst Du gerne mitmachen.
Am Schluss der kurzen Geschichte habe ich grinsen müssen ... so läuft's im Leben. Mir hat einfach gefallen, wie der Alltag eines Autors, eines Spezialisten und eines normalen Users aufeinander stoßen. Und: ja, etwas zu schreiben und zu veröffentlichen traue ich mir zu.
Ich kann kein englisch - habe es in der Schule nie gelernt - ich bin Jahrgang 46 für die Datenschutzerklärung von Mastodon und Matrix muss man englisch können. Also kommt nur email in Frage.
thomas
Hallo Thomas.
Die Kurzgeschichten sollen auf Deutsch, nicht auf Englisch, geschrieben werden.
Hallo,
ad 1: Danke, aber ich verzichte da lieber. Muss ja nicht mit Gewalt 'content' hier reingeprügelt werden. ad 2: S.o..
Vielen Dank für Eure vielen interessanten Ideen und Arbeiten. Ja, ab und zu eine Kurzgeschichte zum auflockern dazwischen, würde mir gefallen. Heise mit der Ct macht das ja schon lange. Gruss, bodo
Richtig lustig sind Fortsetzungsgeschichten. Das hatten wir früher zu Mailbox- (BBS) Zeiten schon. Eine Person fängt an, zum Beispiel in der Länge einer halben oder ganzen A4 Seite und dann darf eine andere Person weiterschreiben. Dazu können sich pro Teil mehrere Personen melden und dann wird ausgelost wer schreiben darf. So sind schon Stories mit einigen 100-Seiten entstanden. Wenn sich 2 oder 3 Mal nicht eine andere Person findet, als die vorherige, wird die Geschichte abgebrochen.
Abfangen kann man mit einem Artikel und einem Aufruf zum weiterschreiben.
Ganz ehrlich? Brauche ich nicht, ich komm auf die Seite, um sachlichen Content zu bekommen.
Warum muss man alles irgendwo hineinprügeln? Wer Prosa lesen oder schreiben mag, kann dies doch auf den unzähligen Seiten im internet tun. M.M.n. gibt es hier eh schon zuviel Blabla, oftmals mehr Meinung als Ahnung. Im Grunde geht es doch mehr um die Selbstdarstellung als um den inhaltlichen Kontext. Ich würde sogar eher weniger Artikel bevorzugen, diese dann vielleicht ausführlicher oder sinnvoll als Fortsetzungen zum nachbauen. Soll ja auch Einsteiger geben oder User, die nicht jede Woche auf einem Zweitrechner drei oder vier Systeme antesten wollen.
Ich verstehe schon die Vielfalt an Artikeln, kann aber mit dem ganzen "jetzt wieder was neues" nichts mehr wirklich anfangen. Ich denke, man sollte selber nicht ständig dem perfekten, neuestem oder gehyptesten Kram hinterherrennen. Das soll nicht heissen, dass man sich nicht weiterentwickeln soll. Nein, es ist ja auch schön, sein Wissen zu erweitern. Wenn man aber ständig seine halbfertigen Dinge zugunsten von "Neuem" liegen lässt, ist die Lernkurve nur bedingt nach oben und man hat eigentlich Nichts, nur irgendwelche Fragmente. Und man ist dann unzufrieden.
Das ist natürlich nur meine Meinung, ihr dürft natürlich machen, was ihr wollt. Geschmäcker sind ja unterschiedlich. Aber wenn man z.B. Mastodon damit bewirbt, dass es möglich ist, nur das zu bekommen, was man wirklich möchte, ist diese Abkehr von der Kernkompetenz hin zum "Bauchladen für alles" m.E. eher das Gegenteil. Und das in Grunde sogar "ungefragt", weil "mach mit oder lass es bleiben".
Mein Fazit zur Frage: Nein, braucht es nicht, im Gegenteil. "Schuster bleib bei deinen Leisten" und "weniger ist mehr" sollte es eher heissen. Wir brauchen keine Flut an (sinnfreien) Informationen, die nur an einem vorbeirauschen, sondern etwas Entschleunigung und die Musse und den Mut, auch mal etwas zu verpassen. Mit der Ruhe und der gewonnenen Zeit kann man sich dann auch konzentrierter dem eigentlichen Thema widmen. Ich finde, so hat man im Endeffekt sogar mehr, als diese ständige Reizüberflutung zu bieten hat: mal ein nutzbares Ergebnis und nicht nur einen Haufen Zwischenrechnungen...
Och nee, bitte nicht! Statt Kurzgeschichten über "Hinz und Kunz" wären mir Erfahrungsberichte von Usern hinsichtlich Linux Themen über Hard und Software viel lieber. Das passt viel besser zum Blog und interessiert sicherlich mehr Leser als irgendwelche (sorry...) "Hirngespinste".
Ich kann die Kritik mancher Kommentatoren hier nicht ganz nachvollziehen. Niemand wird gezwungen diese Kurzgeschichten zu lesen. Ich werde sie gerne lesen. Ein inhaltlicher Bezug zu den Themen von GNU/Linux.ch würde ich mir aber schon wünschen.
Selber schreiben? Kommt für mich nicht infrage.