Ein Blick in die Zukunft des Fedora Desktops

Mo, 27. September 2021, Lioh Möller

In einem Blogpost hat der Entwickler Christian F.K. Schaller einige Ideen zur Zukunft des Fedora Desktops und insbesondere der Workstation Variante vorgestellt.

Dabei geht er auf die Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit ein, wie die Weiterentwicklung von Wayland und die Integration von PipeWire.

Technologisch strebt Fedora an ein immutable OS zu schaffen, welches im Wesentlichen aus Images, Overlays und Containern besteht, ähnlich wie es bereits bei der Silverblue Variante der Fall ist.

In den letzten Jahren wurden viele Bemühungen in diese Richtung bereits sichtbar. So kommt bei Fedora Silverblue beispielsweise ein Image System wie es von CoreOS bekannt ist zum Einsatz, um die Betriebssystem-Basis zu bilden. Erweitern lässt sich dies mit Overlays über rpm-ostree, wobei ein Wechsel zurück auf das Basisimage jederzeit möglich ist.

Auf dem Desktop sollen überwiegend Flatpak Applikationen zum Einsatz kommen, einen Schritt den Canonical mit Ubuntu ebenfalls verfolgt. Dort wurde erst vor kurzem entschieden, Firefox in Zukunft nur noch als Snap auszuliefern.

Erweitert wird dieser Ansatz unter Fedora durch Toolbox, welches sich insbesondere an Entwickler richtet. Mithilfe der Anwendung ist es möglich auf einfache Weise podman Container für Entwicklungsumgebungen zu erstellen.

Laut Aussage von Christian F.K. Schaller ist ein Umstieg auf die erwähnten Technologien im Hauptzweig, also der offiziellen Fedora Workstation Variante, aktuell noch nicht geplant. Anwendern soll weiterhin die Möglichkeit geboten werden, sich mit diesen Technologien vertraut zu machen und gegebenenfalls die Silverblue Variante einzusetzen.

Red Hat verfolgt mit der Enterprise Variante einen ähnlichen Ansatz und auch dort ist es geplant in Zukunft einen Grossteil der Desktop-Applikationen im Flatpak-Format auszuliefern.

Quelle: https://blogs.gnome.org/uraeus/2021/09/24/fedora-workstation-our-vision-for-linux-desktop/

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