GLN010 - Sudo, Musik, Enterprise Linux, Mumble, Trooia

Sa, 1. Mai 2021, Ralf Hersel

Folge 10 des GnuLinuxNews-Podcasts, aufgenommen am 29. April 2021.

In dieser Folge sprechen Nils, Lioh, Ferdinand und Ralf über 'doas' als Ersatz für 'sudo'. Wir diskutieren diverse Aspekte von Musik, sprechen über Alternativen im Bereich Enterprise Linux, stellen die Anwendung Mumble vor und präsentieren ein Interview mit Christoph Cronimund zur Suchmaschine Trooia.

Shownotes

Wer braucht sudo? Kaum jemand!

  • Sudo findet seit einigen Jahren von Ubuntu aus Aufnahme in viele Distributionen, wo es verwendet wird, um Prozesse mit den Rechten eines anderen Benutzers, oft als Root, zu starten. Ich als Vertreter eines realen Root befinde Sudo für bestimmt 95 % der Anwender als ziemlichen Overkill und die Konfigurationsdatei für Einsteiger als recht kryptisch. Zudem wies Sudo über die Jahre immer wieder teils gravierende Sicherheitslücken auf. (zuletzt 1)

  • Seit einiger Zeit steht das bei OpenBSD entwickelte Tool doas als opendoas 2 auch für Linux bereit, Sudo abzulösen. Die Zeilenzahl liegt mit ~ 4.000 weit unter der von Sudo mit rund 40.000 Zeilen und die gesamte Konfigurationsdatei umfasst im Minimalfall die drei Worte permit nopass [user]. Selbst wenn die Config im unwahrscheinlichen Fall auf 50 Zeilen anwachsen sollte, so erschließt sich jede Zeile klar in dem, was sie bewirkt. doas wird bereits in vielen Distributionen in den Archiven geführt 3.

  • Ich nutze es seit rund einem halben Jahr und sehe bisher nur einen Nachteil. Es gibt für doas noch keine Bash-Completion-Integration. So gibt es beispielsweise noch keine Apt-Befehlsvervollständigung. Ich hab das zwar angeleiert 4, aber bisher spielen sich die Beteiligten die Bälle zu. Derzeit kann man dem mit Aliassen begegnen. Ein Blogpost 5 vom ursprünglichen Autor Ted Unangst erläutert die Möglichkeiten.

Wie stehen Open Source Anwender zu Musik?

Enterprise Linux an Scheideweg?

  • Aus CentOS wird eine Rolling Release Distribution. Welche Alternativen gibt es (Alma / Rocky / Oracle)

  • SUSE SLE

  • Ubuntu LTS

Mumble

  • Mumble ist eine low latency Voip Software welche es Nutzern ermöglicht miteinander zu kommunizieren. Anders als bei Discord oder Teamspeak wird hier ganz klar wert auf Datenschutz gelegt und Quelloffenheit gelegt. Allgemein besticht Mumble bei mir und meinen Freunden vor allem durch die geringen Latenzen und die bessere Soundqualität.

  • Der Client Mumble

    • Einfach und übersichtlich

    • Viele Funktionen wie z. B. ein ingame Overlay oder ein Ingame Overlay

    • Positional audio soll bei Games helfen Teammitglieder örtlich zu bestimmen

    • Ressourcen Schonend

  • Der Server MurMur

    • In den meisten Distros enthalten und kann mit dem Paketmanager der Wahl installiert werden

    • Leichte Bedienung durch "murmur.ini"

    • Erweiterbar durch Plugins (zb. musicbot)

    • Ressourcen schonend

  • Was stört noch?

    • Sprachaktivierungseinstellungen sind nicht gut gelöst

    • Plugins sind zu kompliziert einzurichten

    • Overlays nur bei wenigen Spielen verfügbar.

  • Ralf: Alternativen

  • https://www.mumble.info/

Interview - Christoph Cronimund (TROOIA)

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