Neun Bundesländer wollen den souveränen Arbeitsplatz stärken

Do, 4. November 2021, Ralf Hersel

Bund, Länder und Kommunen haben Anfang 2021 im IT-Planungsrat die Strategie zur Stärkung der Digitalen Souveränität beschlossen, um u.a. die Entwicklung alternativer – insbesondere Open Source Software-basierter – IT-Lösungen zu forcieren. Nun haben der Bund und neun Bundesländer eine gemeinsame Absichtserklärung zur Stärkung der Digitalen Souveränität und gemeinsamen Erarbeitung des Souveränen Arbeitsplatzes unterzeichnet.

Es werden drei Hauptziele formuliert:

  1. Wechselmöglichkeit: Die Öffentliche Verwaltung hat die Möglichkeit einer freien Wahl bzw. eines flexiblen Wechsels zwischen IT-Lösungen, IT-Komponenten und Anbietern

  2. Gestaltungsfähigkeit: Die Öffentliche Verwaltung hat die Fähigkeit ihre IT (mit-)gestalten zu können.

  3. Einfluss auf Anbieter: Die Öffentliche Verwaltung kann ihre Anforderungen und Bedarfe (z. B. hinsichtlich Produkteigenschaften, Verhandlung und Vertragsgestaltung) gegenüber Technologieanbietern artikulieren und durchsetzen.

Die Erarbeitung eines Souveränen Arbeitsplatzes für die Öffentliche Verwaltung, soll seinen Nutzern Basisfunktionen in den Bereichen Produktivität (u.a. Textverarbeitung), Kollaboration (u.a. organisationsübergreifende Zusammenarbeit) und Kommunikation (u.a. Videokonferenzen) bereitstellen. Der Souveräne Arbeitsplatz soll dabei insbesondere Aspekte Digitaler Souveränität berücksichtigen sowie Innovationen entsprechend der Bedarfe der Öffentlichen Verwaltung befördern. Um eine breite Verfügbarkeit zu garantieren, soll die Lösung perspektivisch über die Deutsche Verwaltungscloud bereitgestellt werden.

Quelle: https://www.cio.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2021/Absichtserklaerung.html