OpenBoard als Ersatz für proprietäre Whiteboard-Software

Lernen mit digitalen Medien rückt immer mehr in den Vordergrund. Als Helfer mit dabei: Smartboards und -beamer. Was aber, wenn einem die passende Software nicht genügt?

Freitag, 16. Oktober, Daniel Schär

Heute steht praktisch in jedem Schulzimmer der Schweiz ein Beamer oder gar ein Smartbeamer/-board. Wie diese Geräte genutzt werden, könnte unterschiedlicher aber nicht sein. Dozenten oder Lehrerinnen, die das volle Potenzial ausschöpfen wollen, nutzen eine entsprechende proprietäre Whiteboard-Software, die oft mitgeliefert wird, aber in meiner Erfahrungen oft träge und unhandlich ist.    

OpenBoard ist eine freie Software für interaktive Whiteboards, die mit fast allen erhältlichen Beamern, digitalen Tafeln und Tablets kompatibel ist. Das Programm ist ein Fork von Open-Sankoré und wird seit 2014 vom Service Écoles-Médias aus Genf (CH) entwickelt.

Neben der klassischen Whiteboard-Funktionen (Stift, Marker, Radiergummi) verfügt Openboard über fachspezifische Add-ons (Lineal, Zirkel, Taschenrechner, Funktionsplotter), Einbindung von Online-Inhalten (Wikipedia, Openstreetmap) und interaktive Anwendungen zur Gestaltung von Übungen. Openboard speichert immer automatisch, sodass ich als Lehrer mit einem Klick das Tafelbild der letzten Stunde aufrufen kann. Openboard kann auch PDF im- und exportieren. Mit der Podcast Option kann die Entstehung des Whiteboard-Bildes gemeinsam mit dem Ton aufgezeichnet werden und als Whiteboardanimation (Video) gespeichert werden, was sicher in Zeiten von Fernunterricht dienlich ist. 

Quelle: http://openboard.ch/index.de.html

Openboard im Einsatz in Genfer Schulen (Video auf Französisch): https://edu.ge.ch/ecolenumerique/videos/422-un-systeme-de-projection-interactif-qui-illumine-la-classe