Es muss nicht immer VS Code sein: Ich habe den Editor auf Linux Mint installiert, Versionen für Windows und Mac gibt es aber auch. – Für Chrome-OS, andere Plattformen oder einfach nur Zum-Reinschnuppern-ohne-Installation die Online-Version benutzen: https://phcode.dev/
Phoenix Code Editor, auch PH Code genannt, hiess ursprünglich Brackets und war eine Open-Source-Entwicklung von Adobe. Im Jahr 2021 wurde es freigegeben und wird seitdem als Community-Projekt unter dem Namen Phoenix Code Editor weitergeführt. Teils von ehemaligen Brackets-Entwicklern.
Obwohl man auch zahlreiche andere Dateitypen und Sprachen (C, C#, C++ …) bearbeiten kann, liegt der Fokus ganz klar auf HTML, CSS und Javascript. PH Code ist übersichtlich strukturiert und das meiste funktioniert out of the box. Die einzige Erweiterung, die ich aktiviert habe, ist "Emmet".
Auf Linux wird PH Code mit diesem Befehl installiert (siehe auch: https://phcode.io/):
wget -qO- https://updates.phcode.io/linux/installer.sh | bash
Ich benutze PH Code nun schon seit ein paar Wochen und vermisse nichts. PH Code hat die meisten der von anderen Editoren gewohnten "Goodies" und darüber hinaus noch einige eigene kluge Funktionen, die man anderswo kaum findet.
Ein paar Beispiele
- Eine LIVE Vorschau (im Editor- oder einem Browserfenster), welche die Code-Zeilen mit den entsprechenden Elementen im Vorschaufenster verbindet. Klickt man auf eine Code-Zeile wird in der Vorschau automatisch zum Element gescrollt und es blinkt kurz auf. Das funktioniert auch in umgekehrter Richtung: Element anklicken, Cursor springt zur Code-Zeile. Diese Verbindung lässt sich bei Bedarf abschalten.
- Die Vorschau ist permanent aktiv, jede Änderung wird sofort angezeigt; Speichern ist nicht nötig.
- Automatische Code-Formatierung ist eingebaut
- Das Editieren eines öffnenden oder schliessenden TAGs ändert das jeweils andere automatisch mit.
- Quick Edit: Während in einer HTML-Datei der Cursor z.B. auf einem Klassennamen steht, blendet CTRL+E ein kleines Fenster mit der Definition der Klasse ein; man kann sie hier bearbeiten, das Minifenster schliessen und an derselben Stelle im HTML weitermachen.
- Markdown hat ebenfalls ein Vorschaufenster; hier ist zur Aktualisierung allerdings ein Speichern nötig.
Ich mag PH Code wegen seiner Balance zwischen Einfachheit und dem Vorhandensein aller für HTML-CSS-JS-Projekte wichtigen Eigenschaften und Funktionen.
Nicht nur Einsteiger, sondern auch wer "nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen möchte" und seine Projekte und sein Setup möglichst einfach halten möchte, könnte an PH Code Gefallen finden.
Titelbild: https://www.mediaevent.de/phoenix-open-source-code-editor/ (modifiziert)
Quellen:
https://github.com/phcode-dev/phoenix/
https://docs.phcode.dev/docs/intro/
https://www.reddit.com/r/brackets/comments/1b7bihm/introducing_phoenix_code_desktop_now_on_windows/https://www.mediaevent.de/phoenix-open-source-code-editor/
https://lisacatalano.github.io/brackets_course/pc.html


Es ist ärgerlich, wenn man bei der Installation eines vielversprechenden Editors auf zahlreiche Fehlermeldungen stößt, besonders unter einer Standard Debian Trixi Installation. Solche Probleme können frustrierend sein und den ganzen Installationsprozess trüben. Wenn die Software nicht mit der Systemkonfiguration kompatibel ist. Ein guter Editor sollte intuitiv und einfach zu installieren sein, ohne dass der Benutzer auf technische Hürden stoßen muss. In solchen Fällen überwiegt oft der Ärger über die Probleme das Potenzial der Software.
Vermutlich ist der Editor nicht in den Repositories vorhanden und du hast ihn direkt aus dem Source heraus gebaut? Bist du vielleicht auf die gleichen Probleme gestossen die hier geschildert werden https://github.com/phcode-dev/phoenix/issues/2501 Immerhin teilt dort der Entwickler mit, das es wohl mit einem Upgrade der webgtk Version zusammenhängt und man aktiv daran arbeitet das Problem so schnell wie möglich zu lösen.
Ok, da wäre mir wahrscheinlich auch die Lust vergangen und ich hatte wohl einfach Glück, dass es unter Linux Mint mit dem oben genannten Befehl "wget -qO- https://updates.phcode.io/linux/installer.sh | bash", der – wenn man mit Linux unterwegs ist – auf https://phcode.io/ zu finden ist (ansonsten stehen da die Downloads für Widows und Mac), problemlos funktionierte. Installation und Betrieb.
Mag ja ein toller Editor sein, aber mir gefällt nicht, dass er sich ungefragt in meinem Heimatverzeichnis breitmacht. Wäre schöner, wenn man das Zielverzeichnis selbst auswählen könnte. Auch die Uninstall-Routine
wget -qO- https://updates.phcode.io/linux/installer.sh | bash -s -- --uninstallsollte genauso deutlich wie das Installationsroutine auf der Hauptseite stehen, damit man nicht mühsam in der Dokumentation danach suchen muss.Ich habe lange und gerne mit Brackets gearbeitet und bin nach einigen Versuchen inzwischen bei VSCodium gestrandet, der als Electron-Programm natürlich ähnlich fett ist. Aus der Open VSX Registry hole ich mir dann die freien Erweiterungen. Alternativ ist CudaText ein schlanker und schneller Texteditor. Allerdings ist dessen Syntaxüberprüfung so grottig, dass ich mir massenweise Fehler in den Quelltext eingebaut habe, die er mir nicht als fehlerhaft anzeigt. Da ist VSCodium um Welten besser. Insofern habe ich mich über den Hinweis zu Phoenix sehr gefreut. Aus dem Installscript habe ich mir den Downloadlink gepopelt, das tar.gz manuell heruntergeladen, um es auf meinem Offline-Rechner "installieren", d.h. auspacken zu können. Nach der Nachinstalltion der nötigen Pakete startete dieser dann auch und ich habe mir noch manuell einen Startmenüeintrag angelegt. Nach Deaktivierung von div. Blödsinn läuft der dann auch wunderbar. Was allerdings stört ist, dass man Erweiterungen nur innerhalb des Programms mit einer stehenden Internetverbindung installieren kann. Ich habe keine Möglichkeit gefunden, diese manuell herunterzuladen und beispielsweise in einen Ordner auszupacken. In dieser Hinsicht ist VSCodium besser: man lädt die Erweiterungen herunter und öffnet sie einfach im Editor und sie werden dann installiert. Somit kann ich Phoenix nur so benutzen, wie er ausgeliefert wird, was ein ziemlicher Showstopper ist. Zur Überprüfung der Quelltext-Syntax werde ich mich aber dennoch mit ihm befassen.