Teammapper: Mindmaps im Web

  Silas   Lesezeit: 3 Minuten

So lassen sich gemeinsam Gedankenkarten erstellen.

teammapper: mindmaps im web

Mo, 2. Oktober 2023, Li

Komplexe Zusammenhänge visualisieren, eine große Menge an Informationen strukturieren oder einfach nur zum Brainstorming: Mindmaps können in ganz unterschiedlichen Anwendungsfällen eingesetzt werden. Programme, um solche "Gedankenkarten" zu erstellen, gibt es ebenfalls zahlreiche, die meisten davon sind leider proprietär. Wirklich nutzbar ist von den Open-Source-Programmen, die ich bisher kannte, nur Minder.

Aber auch die Software "Teammapper" ist interessant. Sie besticht durch eine aufgeräumte Nutzeroberfläche, die alles Wesentliche bietet, ohne überladen zu sein. Die Anwendung ist verfügbar als gehostete Web-App unter teammapper.org und steht unter der MIT-Lizenz. Den Quellcode findet man, nebst Anleitung zum selbst Hosten via Docker, auf GitHub.

Aufmerksam wurde ich auf Teammapper nicht durch eigene Recherche, eigentlich bin ich Mindmaps gegenüber sogar ziemlich abgeneigt. Vielmehr kam damit meine Lehrerin in Erdkunde an, um uns kollaborativ eine Mindmap zu Chancen und Schwächen verschiedener Transportmittel erstellen zu lassen.

Die Benutzung ist sehr simpel, dafür muss man sich auch nicht anmelden: Nicht einmal der Ersteller der Mindmap muss einen Account anlegen. Über den Share-Button in der oberen Leiste lässt sich der Link kopieren und versenden, oder auch einfach ein QR-Code anzeigen lassen. Jeder der diesen Link kennt, hat Zugriff auf die Mindmap, einen weiteren Zugriffsschutz gibt es nicht.

Alle Bearbeitenden sehen live die Änderungen, welche von ihnen und anderen gemacht werden. Das funktioniert überraschend gut, solange jeder an einem eigenen Teilbereich arbeitet. Die einzige Schwäche ist, dass der Text, den man in eine Verzweigung gerade eintippt, komplett verloren geht, wenn diese währenddessen von jemand anderem verschoben wird.

Auf teammapper.org werden alle Projekte nach 30 Tagen automatisch gelöscht, was in meinen Augen kein Nachteil, sondern vielmehr ein Vorteil ist, da keine unnötig lange Datenspeicherung vorhanden ist. Sofern man die Mindmap langfristig braucht, lässt sich diese über das Download-Symbol herunterladen. Dabei hat man die Wahl zwischen GIF, PNG, JPEG, PDF und JSON, wobei man letzteres auch wieder hochladen und somit im Zweifelsfall das 30 Tage Limit problemlos umgehen kann. Ich denke, dass Teammapper gerade im schulischen Kontext eine tolle Option und auch zum kollaborativen Brainstorming ist die Software durchaus geeignet ist.

Falls ihr noch andere Mindmapping Software kennt, die einen Blick wert wäre, schreibt doch gerne einen Kommentar!

Tags

Mindmap, Teammapper, Kollaboration, Zusammenarbeit, Schule, Bildung

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