KI-Bilder mit Stable Diffusion lokal erstellen

Mo, 28. November 2022, Joël Schurter

Es ist ein kontroverses, aber doch sehr interessantes Thema: Bilder, die vollständig mit künstlicher Intelligenz erstellt werden. Die von einem Entwicklerteam von Stability.ai entwickelte, freie Software Stable Diffusion ermöglicht es dem Benutzer, mittels eines einzigen Befehls oder einem anderen Bild ein vollständig künstlich generiertes Foto zu erstellen.

Bild: Stable Diffusion UI Weboberfläche mit Texteingabe "Epic foggy landscape" und entsprechender Ausgabe

Stable Diffusion ist wie schon erwähnt ein textbasiertes maschinelles Lernmodell zur synthetischen Bilderzeugung. Die offizielle Version von Stable Diffusion ist lokal nur über das Terminal und mittels relativ komplizierten Befehlen zu bedienen. Aus diesem Grund haben sich diverse Fans dieser Software zusammengetan und mit Stable Diffusion UI ein Installationsskript für die eigentliche Generationssoftware und eine Weboberfläche entwickelt.

In diesem Artikel möchte ich erklären, wie man Stable Diffusion UI installiert und bedient.

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Wartungsarbeiten an der Nextcloud

Mo, 28. November 2022, Ralf Hersel

Alle lieben die Nextcloud. Fast alle haben eine Nextcloud-Installation; entweder auf dem eigenen Server oder bei einem Hoster laufen. Wer seine Nextcloud als Shared-Service konsumiert, muss jetzt nicht weiterlesen, weil die Rechte fehlen, um selbst Wartungsarbeiten durchführen zu können. Für diejenigen, die einen Server betreiben, wird der Artikel nicht viel Neues bringen. Daher geht es vorrangig um Anwender:innen, die ihre Nextcloud auf einem gehosteten Webspace installiert haben und über Admin-Rechte für die Nextcloud verfügen.

Ob Wartungsarbeiten für die eigene Nextcloud-Installation anstehen, sieht man im System-Menü (rechts oben) unter dem Punkt Administration Settings (das in der Version 25 offensichtlich noch nicht übersetzt wurde). Dann geht man links im Menü auf den Punkt Übersicht und wundert sich über die Sicherheits- & Einrichtungswarnungen.

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Zum Wochenende: Der schwierige Aufbruch ins Fediverse

Fr, 25. November 2022, Ralf Hersel

Das Fediverse ist ein Zusammenschluss von freien und dezentralen Social Media Diensten, die über das ActivityPub-Protokoll miteinander kommunizieren. Diese Dienste lassen sich in Bereiche gliedern: Microblogging, Macroblogging, Audio/Video-Sharing, Image-Sharing und News-Aggregation. Die bekannte grafische Darstellung findet ihr hier. Fehlt euch bei dieser Aufzählung etwas? Messaging fehl! Wo ist Matrix? Matrix ist ein eigenes Protokoll und zählt nicht zum Fediverse. Da stellt sich die Frage, warum es keinen Messeneger-Dienst im Fediverse gibt. Doch das ist ein anderes Theme.

In diesem Artikel geht es um die Einstiegshürden, sowohl ins Fediverse, als auch in Matrix. Vor zwei Jahren standen wir vor der Aufgabe, unsere Familien und Freunde von WhatsApp auf Signal, Telegram, Threema umzuziehen. Manchen ist das gelungen, anderen nicht oder nur teilweise. Bei mir war es so, dass ich alle aus meinem persönlichen Umfeld dazu bewegen konnte, Telegram oder Threema als weitere Messenger zu installieren. Die meisten haben WhatsApp (heimlich :) weiter verwendet. Nun stehen wir vor der nächsten Herausforderung: der Umzug zu Matrix und ins Fediversum.

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Annotationen mit Rnote

Fr, 25. November 2022, Ralf Hersel

Rnote ist eine Zeichenapplikation auf Vektorbasis zum Skizzieren, für handschriftliche Notizen und zum Kommentieren von Dokumenten und Bildern. Es richtet sich an Studenten, Lehrer und diejenigen, die ein Zeichentablett besitzen und bietet Funktionen wie PDF- und Bildimport und -export, eine unendliche Leinwand und eine adaptive Benutzeroberfläche für grosse und kleine Bildschirme.

Die Anwendung ist in Rust geschrieben, verwendet das GTK 4 Toolkit und steht als Flatpak zur Verfügung. Alle, die Xournal schätzen, finden mit Rnote eine etwas modernere Alternative. Auch hier ist es möglich, Bilder und PDF-Dokumente zu öffnen, um diese mit Zeichnungen oder Textanmerkungen zu versehen.

Der Funktionsumfang der Anwendung kann sich sehen lassen:

  • Adaptive Benutzeroberfläche mit Schwerpunkt auf der Stifteingabe
  • Druckempfindliche Stifteingabe mit verschiedenen und konfigurierbaren Stricharten
  • Zeichnen von verschiedenen Formen
  • Verschieben, Drehen, Ändern der Grösse und Modifizieren vorhandener Inhalte
  • Verschiedene Layouts zur Dokumentenerweiterung (feste Seiten, durchgehend vertikal, unendlich in jede Richtung)
  • Anpassbare Hintergrundfarben, Muster, Grössen
  • Anpassbares Seitenformat
  • (optionale) Stiftgeräusche
  • Rekonfigurierbare Tastenkombinationen für den Stift
  • Ein integrierter Arbeitsbereichsbrowser für den schnellen Zugriff auf zugehörige Mediendateien
  • Drag & Drop, Unterstützung der Zwischenablage
  • PDF-, Bitmap- und SVG-Bildimport
  • Speichern und Laden der Dokumente im nativen .rnote-Dateiformat
  • Dokument- und Auswahl-Export nach SVG, PDF
  • Automatisches Speichern, Drucken

Anwendungsfall: Ihr habt ein PDF-Dokument und möchtet diese mit Rnote annotieren. Dann öffnet ihr das Dokument, macht eure Notizen und speichert es entweder im rnote-Format, oder exportiert es als PDF. Im ersten Fall könnt ihr die Anmerkungen in der Datei nachträglich verändern, weil sie als Vektor-Layer über dem PDF erhalten bleiben. Im zweiten Fall ist das nicht möglich, weil die Anmerkungen unveränderbar in die PDF-Datei eingebettet werden.

Quelle: https://rnote.flxzt.net/

GNOME Connections

Fr, 25. November 2022, Ralf Hersel

Früher wurden in der Anwendung GNOME-Boxes zwei Funktionen vereint: Virtuelle Maschinen und Remote Desktop Verbindungen. Seit GNOME 42 wird das Angebot auf zwei Anwendungen verteilt. GNOME-Boxes kümmert sich nur noch um Virtuelle Maschinen, während GNOME-Connections für die Fernverbindung zu anderen Rechnern zuständig ist.

Nach Art des Hauses GNOME, ist die Anwendung sehr minimalistisch gehalten. Mit einem Klick auf den Plus-Button wird eine neue Fernverbindung erzeugt. Dort gibt man die IP-Adresse des Zielrechners ein, und entscheidet sich für eine RDP- oder VNC-Verbindung. Ausserdem kann man wählen, ob der Bildschirm des Ziel-Desktops mit der Fenstergrösse von GNOME-Connections skalieren soll.

Ich verwende das Programm, um Fernzugriff auf meine beiden Raspberry Pis zu haben, falls ich den Desktop eines Raspis sehen möchte. Ansonsten ist ein SSH-Zugriff der einfachere Weg. Bevor eine Verbindung funktioniert, muss aufseiten des entfernten Rechners, entweder RDP oder VNC aktiviert werden. Ersteres erledigt man auf dem Raspi durch die Installation von xrdp mit dem Befehl: sudo apt install xrpd. Der VNC-Server kann mit dem Werkzeug raspi-config aktiviert werden. Dort findet man im Menü "Schnittstellen" den entsprechenden Schalter.

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GNU Friday

Fr, 25. November 2022, Redaktionsteam

Black Friday ist wohl neben Halloween der grösste Importschlager aus den USA. Auch wir möchten uns dem anschliessen und offerieren am heutigen Freitag sagenhafte 20 % auf unsere T-Shirts.

Sei es das klassische GNU/Linux.ch Shirt in unterschiedlichen Farben oder das ikonische schwarze GLN Shirt, du hast die Wahl.

Und das Beste daran: mit einer Bestellung sicherst du den Fortbestand unserer Plattform. So können wir sicherstellen, dass wir auch in Zukunft noch täglich frische News rund um das Freie Betriebssystem und über gesellschaftlich relevante IT-Themen veröffentlichen können.

Besuche unseren Shop und verwende den Promo-Code GNU20, welcher exklusiv am heutigen GNU Friday Gültigkeit hat.

Du bist bereits eingekleidet? Natürlich kannst du uns auch mit einer Spende unterstützen.

Tagspaces: Dateiverwaltung mit Tags

Do, 24. November 2022, Lioh Möller

Üblicherweise nutzen klassische Dateimanager Ordnerstrukturen zur Organisation und dem Ablegen von Dateien. In vielen anderen Bereichen sind Tags bereits seit längerem üblich. Sei es in Social Media in der Form von Hashtags oder auch auf GNU/Linux.ch zur Verbesserung der Suche über den Artikelindex.

Auch der KDE Standard-Dateimanager Dolphin unterstützt von Hause aus die Verwendung von Tags sowie auch einzelne Anwendungen wie der erweiterte Bildbetrachter Gwenview.

Tagspaces hingegen wählt diesen Ansatz durchgängig für die Dateiverwaltung. Die Applikation ist in der Basisversion unter dem Namen Tagspaces Lite als Freie Software für Windows, macOS, Linux, Android sowie als reine Web-Variante erhältlich.

Unter Linux stellt das Projekt AppImages, .deb Pakete sowie ein Anwendungsarchiv zur Verfügung.

Für einen ersten Test eignet sich die AppImage Variante sehr gut. Nachdem das heruntergeladene Paket als ausführbar markiert wurde, kann das Programm gestartet werden.

Zunächst werden dem Anwender einige Optionen zur Auswahl angeboten. Besonders zu beachten ist dabei die Art und Weise, in der die Tags abgespeichert werden sollen.

Um ein Umbenennen der Dateien zu vermeiden, empfiehlt sich das Speichern der Tags im json Format in versteckten Ordnern.

Zunächst präsentiert sich der Dateimanager in einer klassischen Ordneransicht und der Anwender ist angehalten, Dateien mit Tags zu kennzeichnen. Ist dies geschehen, kann man über die Tag-Anzeige und Suche alle entsprechend markierten Dateien und Ordner anzeigen lassen.

Ob dieses Verfahren einen Mehrwert bringen kann, muss letztendlich jeder für sich selbst herausfinden. Zu einer guten Organisation müssen auch hier Dateien und Ordner entsprechend gekennzeichnet werden.

Git-Repository: https://github.com/tagspaces/tagspaces
Download: https://www.tagspaces.org/downloads/#

Noch mehr Quick Settings

Do, 24. November 2022, Ralf Hersel

Das neue Systemmenü von GNOME 43 namens Quick Settings erfreut sich bei den Entwickler:innen von Erweiterungen grosser Beliebtheit. Vor kurzem habe ich die Erweiterung Quick Settings Tweaker vorgestellt, mit dem Schaltflächen aus den Quick Settings entfernt, bzw. diverse andere Einstellungen gemacht werden können. In diesem Artikel zeige ich vier zusätzliche Erweiterungen.

Im Titelbild sind alle zu sehen, erschliessen sich der Betrachterin aber nicht sofort. Einige Schaltflächen wurden entfernt, was mit dem erwähnten Quick Settings Tweaker erledigt wird. Auffällig ist der Avatar links oben. Dafür gibt es die Erweiterung User Avatar in Quick Settings. Ausser dem Bild lassen sich der volle Name, der Benutzername und der Host-Name anzeigen. Mit der Erweiterung Battery Time wird die Restzeit des Akkus anstatt des Füllstands dargestellt. Im Titelbild sieht man das nicht, weil meine virtuelle Maschine die nötigen Informationen dafür nicht liefert.

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