Team von Gitea veröffentlicht die Version 1.14.3

Mo, 21. Juni 2021, Marco

Letzten Freitag wurde die Version 1.14.3 der Codehosting-Software Gitea veröffentlicht. In dieser Version wurden sowohl sicherheitsrelevante als auch unkritische Fehler behoben. Das Projekt setzt sich zum Ziel, dass Gitea die einfachste und schnellste Möglichkeit ist, einen selber gehosteten Git-Service zu betreiben. Dies wird unter anderem dadurch erreicht, dass ein statisches Binary ausgeliefert wird und die Hardwareanforderungen minimal gehalten werden. Die Software wird in der Programmiersprache Go entwickelt und auf Github unter der MIT-Lizenz veröffentlicht.

Für diese Version wurden 45 Pull Requests mit dem Hauptzweig des Repositories zusammengeführt, was zu einigen Änderungen und Fehlerbehebungen führt. Ab dieser Version unterstützt die Snap-Version den Zugriff auf Wechseldatenträger. Eine weitere Änderung dürfte vor allem Tor-Nutzerinnen erfreuen. Ab sofort ist die Schriftart sans-serif höher priorisiert als die Emoji-Fonts. Das Problem mit den Schriftarten wird in diesem Pull-Request genauer dargestellt.

Neben den Veränderungen wurden auch einige Fehler behoben. Folgende Fehlerbehebungen möchte ich kurz hervorheben:

  • Bei der Installationsseite wurde ein Fehler behoben, welcher den Sprachwechsel betrifft.
  • Bei E-Mail-Benachrichtigungen werden die Input-Parameter nicht mehr manipuliert.
  • Ein Darstellungsfehler bei der Meilensteinübersicht wurde behoben.
  • Bei der GitHub-Migration werden nun auch Draft-Releases migriert.
  • Die Zugriffsdaten bei der Migration wurden zuvor unverschlüsselt gespeichert. Neu werden diese verschlüsselt und alte Zugriffsdaten gelöscht.
  • Das Cookie "i_like_gitea" wird nun mit dem Sicherheitsfeature SameSite ausgeliefert und gespeichert.

Neben den oben vorgestellten Änderungen wurden auch noch einige Abhängigkeiten aktualisiert. Sämtliche Änderungen können im Beitrag von Gitea zur neuen Version genauer studiert werden.

Quellen:

Projekt "Badezimmerradio"

Mo, 21. Juni 2021, Ralf Hersel

Wer bei GNU/Linux.ch mitgelesen hat, weiss, dass ich mit einem Raspberry Pi 4 eine NAS, einen Musikplayer und einen Video-Streamer gebaut habe. Dadurch wurde mein alter Raspi 3 arbeitslos. Da ich gerne morgens im Badezimmer Musik höre, und zwar ohne Sprachbeiträge, stand eine Lösung für einen Internet-Radioplayer aus. Bisher diente mein altes BQ Aquaris E4.5 mit Ubuntu Touch als Playback-Gerät, bis der Akku des Smartphones platzte. Zwischenzeitlich hatte ich ein kleines FM-Radio im Einsatz, was aber aufgrund der Senderauswahl und des schlechten Empfangs nicht überzeugen konnte. Bühne frei für den Raspi 3.

Meine ursprüngliche Idee war es, den Raspi 3 mit ein paar Hardwaretasten über die GPIO-Pins zu verbinden, um das Radio ein- und auszuschalten, bzw. zwischen Internetradio-Sendern umschalten zu können. Da ich morgens nur halb lebe, wurde diese Idee wieder verworfen. Stattdessen habe ich mich für eine Eintasten-Lösung entschieden.

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helloSystem 0.5.0 kommt mit FreeBSD 12.2 Basis

Fr, 18. Juni 2021, Niklas

helloSystem ist ein relativ junges Projekt mit dem Ziel, das Look-and-Feel einer etwas älteren Mac OS X Version nachzubauen, aber quelloffen und transparent, mit viel Einblick ins System, aber trotzdem sehr einfach zu bedienen. Wir haben es im März bereits genauer vorgestellt.

Mit der neuen Version wird helloSystem von FreeBSD 12.1 auf FreeBSD 12.2 als Basis aktualisiert. Mit dem Update wurde die Grösse der ISO Datei erheblich verkleinert, von 1,7 GB bei Version 0.4.0 auf 1,27 GB. Ausserdem gibt es jetzt ein MTP Programm, um auf Dateien von Android Handys zugreifen zu können.

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Ubuntu 20.10 erreicht bald End-Of-Life

Fr, 18. Juni 2021, Joël Schurter

Canonical kündigte heute an, dass Ubuntu 20.10 mit dem Codenamen Groovy Gorilla am 22. Juli 2021 das Ende der Unterstützung erreichen wird. In der Ankündigung werden die Nutzer dazu aufgefordert, ihr System zu aktualisieren.

Ubuntu 20.10 ist im Oktober 2020 erschienen (wir berichteten), da es sich bei dieser Version jedoch nicht um eine Long-Term-Support (LTS)-Version handelt, erhält es nur neun Monate lang Software- und Sicherheitsupdates. Dies bedeutet, dass Canonical ab dem 22. Juli 2021 keine Updates für Ubuntu 20.10 Groovy Gorilla mehr ausliefern wird.

Aus diesem Grund wird empfohlen, auf Ubuntu 21.04 Hirsute Hippo (wir berichteten) zu aktualisieren.

Quellen:

https://fridge.ubuntu.com/2021/06/18/ubuntu-20-10-groovy-gorilla-reaches-end-of-life-on-july-22-2021/

https://9to5linux.com/ubuntu-20-10-groovy-gorilla-will-reach-end-of-life-on-july-22nd-2021

Synaptic-Paketmanager, alt aber gut

Fr, 18. Juni 2021, Robert Gödl

Software kann man auf Debian basierenden Linux-Distributionen auf dem Terminal oder auf der grafischen Oberfläche verwalten – also weitere Software installieren, installierte aktualisieren oder deinstallieren – hierzu wird die Paket-Verwaltung genutzt. Die Desktop-Umgebungen KDE und GNOME bringen ihre eigenen grafischen Oberflächen mit, in deren Hintergrund APT (Advanced Package Tool) werkelt, KDE bringt sogar mehrere solcher grafischer Oberflächen mit.


Die grafischen Paket-Verwaltungen, egal ob sie sich nun Discover (KDE) oder GNOME-Software (GNOME) nennen haben ein Problem – sie bieten grossteils nur grafische Software zur Installation an, Treiber, System-Software wie etwa Server und Terminal-Software zeigt sich darin gar nicht. Diese grafischen Paket-Verwaltungen sind einfach gesagt nutzerfreundlich gehalten, sie wollen den Nutzer nicht mit belanglosen Paketen verwirren, auf der anderen Seite entgehen dem Nutzer aber auch so einige Anwendungen.

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Open Source Studie Schweiz

Fr, 18. Juni 2021, Ralf Hersel

Wer setzt heute welche Open Source Software ein? In welchen Bereichen ist Open Source besonders stark, wo liegen die Hindernisse? Zu diesen und weiteren Fragen gibt die Schweizer Open Source Studie 2021 Antworten.

Seit 2003 befragen swissICT und CH Open im Rahmen der Open Source Studie alle 3 Jahre Schweizer Unternehmen und Behörden über deren Einsatz, Nutzen und Hinderungsgründe von Open Source Software. Das Echo auf die letzte Ausgabe war gross: Die OSS Studie 2018 wurde tausendfach heruntergeladen, in Dutzenden von Medienberichten und Präsentationen erwähnt und von zahlreichen nationalen und internationalen Publikationen zitiert.

Die Universität Bern hat dieses Jahr zusammen mit dem swissICT und der CH Open erneut eine Schweizweite Befragung durchgeführt. Dazu wurde eine detaillierte Umfrage an Unternehmen und Behörden verschickt und deren Resultate in der neuen OSS-Studie dargestellt und kommentiert. Neben einer umfassenden Einführung über Open Source Software finden Sie in der OSS Studie 2021 auch Fachbeiträge und Fallstudien über den erfolgreichen Einsatz von Open Source Software sowie Porträts von Open Source Dienstleistern.

Quelle: https://oss-studie.ch/download

Firefox 89.0.1 erschienen

Fr, 18. Juni 2021, Joël Schurter

Mozilla, die Firma hinter Firefox hat gestern die Version 89.0.1 ihres beliebten Browsers als erstes Minor Point Release veröffentlicht. In diesem Update wurden verschiedene Fehler behoben, die Linux-Systeme betreffen.



Nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung des neuen Firefox 89 (wir berichteten) mit dem von den einen gehassten und von den anderen geliebten Proton-Design ist auch schon die Version 89.0.1 erschienen.

Laut einigen Meldungen von Benutzern ist manchmal die Scrollbar-Anzeige nicht sichtbar, dies war ein Problem, welches durch die neue Proton-Oberfläche entstanden ist. Darüber hinaus hatte WebRender mit einigen Regressionen zu kämpfen, durch welche der gesamte Browser verlangsamt wurde.

Des Weiteren wurden in dieser Version auch Probleme mit einigen Schriftarten behoben und mehrere Übersetzungen wurden verbessert. Dazu wurde auch noch ein Problem mit der DisableDeveloperTools-Richtlinie für Enterprise-Anwender, die nicht mehr wirksam ist, behoben.

Quellen:
https://www.mozilla.org/en-US/firefox/89.0.1/releasenotes/
https://9to5linux.com/firefox-89-0-1-released-to-improve-webrender-performance-fix-scrollbars-on-gtk-themes

Silence - ein SMS-Client mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Do, 17. Juni 2021, Joël Schurter

SMS ist zwar nicht mehr so "in" wie in früheren Jahren, trotzdem wird es noch des Öfteren benutzt. Dass SMS jedoch standardmässig über keinerlei Verschlüsselung verfügt, sollte eigentlich auch jedem klar sein. Der SMS-Client Silence löst genau dieses Problem, indem er die Verschlüsselung von Signal (Signal-Protokoll) nutzt.

Silence ist aufgebaut wie jeder herkömmliche Messaging-Client, man findet sich somit sehr schnell zurecht.

Silence wirbt damit, die Nachrichten verschlüsselt zu versenden, dies stimmt jedoch, wie auch auf der Webseite von Silence erwähnt, nur, wenn der Chatpartner ebenfalls Silence nutzt und ein Schlüsselaustausch erfolgt ist. Benutzt der Chatpartner jedoch Silence nicht, arbeitet Silence wie jeder andere SMS-Client ohne Verschlüsselung.

Leider ist es rund um die Entwicklung von Silence momentan ziemlich still - der letzte Commit in das Silence-Repository wurde vor 10 Monaten übermittelt. Solange jedoch keine erheblichen Sicherheitsprobleme gefunden wurden oder Silence als "archiviert" markiert wird, sehe ich kein Problem, diese App weiterhin zu benutzen.

Silence bietet darüber hinaus auch einige nützliche Zusatzfunktionen wie die optionale Eingabe einer Passphrase, um in die App zu gelangen, oder auch die von anderen Messengern gewohnten "Haken" unter einer jeweiligen Nachricht, wobei hier ein Haken "versendet" und zwei Haken "gelesen" bedeuten.

Ich persönlich nutze Silence nun schon einige Monate und hatte bisher keine Probleme damit, zumindest keine, die auf die App zurückzuführen sind, ich bin mit diesem SMS-Client deshalb sehr zufrieden.

Silence gibt es sowohl im F-Droid Store als auch im nicht empfehlenswerten Play Store von Google. Ich verlinke hier jedoch nur auf die F-Droid Variante.

https://f-droid.org/de/packages/org.smssecure.smssecure/

https://silence.im/