Die BSD-Story

Fr, 9. April 2021, Niklas

Die Berkeley Software Distribution, wie BSD ausgeschrieben heisst, wurde 1977 an der Universität von Kalifornien in Berkeley entwickelt und basierte auf Unix V6 und V7 vom amerikanischen Telekom-Konzern AT&T.

In den letzten Wochen habe ich die wichtigsten Vertreter der weiterhin aktiv weiterentwickelten BSD Varianten vorgestellt. In diesem Artikel werden die historischen Hintergründe von BSD sowie sein Einfluss auf freie Software allgemein erläutert.

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Myxer

Fr, 9. April 2021, Ralf Hersel

Myxer ist eine moderne neue Lautstärkemixer-Anwendung für den PulseAudio-Sound-Server. Es ist ein leichtgewichtiger und leistungsstarker Ersatz für den System-Lautstärkemixer, geschrieben in Rust mit GTK-Toolkit. Myxer kann Audiogeräte, Streams und sogar Soundkartenprofile verwalten. Und er bietet die Option, einzelne Audiokanäle anzuzeigen.

Als GTK-Tool passt sich die Software an das gewählte App-Thema an. Die App bietet bisher nur eine einzige ausführbare Datei an, zusammen mit dem Quell-Tarball, der von hier heruntergeladen werden kann. Nachdem man die Datei ausführbar gemacht hat, kann sie gestartet werden, z.B. mit:

./Downloads/Myxer

Falls man das kleine Werkzeug mag, kann man die Datei in den System-Bin-Ordner verschieben, sodass der Myxer-Befehl von überall aus funktioniert:

sudo mv ~/Downloads/Myxer /usr/local/bin/

Quelle: https://ubuntuhandbook.org/index.php/2021/04/myxer-modern-gtk-volume-mixer-pulseaudio/

Floated das Dock

Fr, 9. April 2021, Ralf Hersel

Wer sich nicht für den GNOME-Desktop interessiert, kann an dieser Stelle aufhören zu lesen. Da die GNOME-Shell jedoch immer noch der beliebteste Desktop ist, lohnt es sich über die Lösung eines häufig genannten Problems zu berichten. Viele Anwenderinnen beklagen das Fehlen eines permanenten Docks, mit dem man sofort sehen kann, welche Anwendungen laufen, bzw. gestartet werden können. Die GNOME-Shell bietet diese Funktion erst, wenn man in die Activity-Ansicht (SUPER-Taste) umschaltet. Für viele ist das ein Klick zu viel.

Ubuntu hat das bisher mit einer Anpassung des Desktops gelöst, indem ein Dock auf der linken Seite implementiert wurde. Das neue GNOME 40 macht die Sache nicht einfacher, weil hier ein Dock am unteren Bildschirmrand die Aufgabe übernimmt; jedoch weiterhin nur in der Activity-Ansicht. Es bleibt abzuwarten, wie die grossen Distros dieses Problem (horizontal versus vertikal) lösen werden.

Eine erste Lösung bietet die Shell-Extension Floating Dock. Wie der Name vermuten lässt, kann dieses Dock durch Ziehen des blauen Icons an einer beliebigen Stelle auf dem Desktop platziert werden. Das Dock hat einen semi-auto-hide Modus, der als Standardeinstellung verwendet wird. Dabei reduziert sich das Dock auf das blaue Drei-Punkte-Icon, sobald eine Aktion im Dock ausgelöst wird. In den Einstellungen des Floating Docks ist es möglich, das Dock permanent offenzuhalten.

Ein Rechtsklick auf das blaue Icon öffnet ein kreisförmiges Menü, in dem man die Session sperren kann, einen Shutdown auslösen kann und die Ausrichtung der Dock-Icons relativ zum blauen Icon ausrichtbar ist. Einen Panel-Modus gibt es nicht; das Dock schwebt über, bzw. verdeckt Fenster, die sich darunter befinden. Positiv ist das Verhalten beim mehrfachen Klicken auf ein Icon. Falls keine App-Instanz geöffnet ist, wird das Programm geöffnet. Bei einer offenen Instanz wird diese minimiert bzw. wieder hergestellt. Bei mehreren geöffneten Instanzen derselben Anwendung wird eine Mini-Übersicht der Instanzen angezeigt. Das ist genau nach meinem Geschmack.

Im Laufe der Zeit werden wir noch einige Dock- und Panel-Lösungen für den GNOME 40 Desktop sehen. Das Floating Dock ist ein erster guter Ansatz; funktionell, schnell, anpassbar. Lediglich der Panel-Modus fehlt noch. Wir dürfen gespannt sein was die Königin unter den GNOME-Docks, nämlich Dash-to-Dock für GNOME 40 bringen wird.

Quelle: https://extensions.gnome.org/extension/2542/floating-dock/

Signal zahlt - Threema nicht

Fr, 9. April 2021, Ralf Hersel

Ausser der Aktualisierung des Server-Codes auf GitHub, verkündet Signal nun eine Bezahlfunktion in ihren Messenger. Diese Funktion trägt den Namen Signal Payment und befindet sich zurzeit in Grossbritannien in einer Testphase. Die Bezahlung erfolgt über die MobileCoin genannten Crypto-Währung. Währenddessen teilt Mitbewerber Threema mit, dass man keine Bezahlfunktion im Schweizer Messenger einbauen werde, um die Sicherheit der App nicht zu gefährden.

In IT-Security Kreisen wird diese Neuerung nicht gut aufgenommen. Man kann der Ansicht sein, dass eine Bezahlfunktion nicht zu den Kernaufgaben eines Messengers gehört, der sich vornehmlich um eine komfortable und sichere Kommunikation kümmern sollte. Für diese Vermutung gibt es mehrere Argumente:

  • Der Einbau einer Bezahlfunktion erhöht die Komplexität der Software und bietet damit eine grössere Angriffsfläche.
  • Die Verwaltung von Zahlungen ruft eine weitere Gruppe potenzieller Angreifer auf den Plan, die Scammer (Geldbetrüger).
  • Zahlungsabwicklungen (insbesondere über Crypto-Währungen) in einem Messenger, wecken das Interesse für eine regulatorische Überwachung durch Behörden.
  • MobileCoin verwendet Intels proprietäre SGX-Lösung, die unter Sicherheitsexperten umstritten ist.

Signal sieht sich als bevorzugte Alternative zu WhatsApp. Es liegt auf der Hand, dass man mit den Wölfen heulen möchte und bei der Funktionalität mit dem Platzhirsch mitziehen will. WhatsApp bietet mit WhatsApp Pay einen ähnlichen Service.

Threema, als weitere Fluchtmöglichkeit für WhatsApp-Verdrossene, sieht das ganz anders.

Man arbeite nicht an einem entsprechenden Feature, und mit Threema wird es auch in Zukunft nicht möglich sein, Zahlungen zu tätigen. Zahlungsabwicklungen rufen (früher oder später) unweigerlich die regulatorische Überwachung durch staatliche Behörden auf den Plan, was Threemas Grundprinzipien bzgl. Privatsphäre-Schutz und Sicherheit unterwandern würde, so die Betreiber. Sicheres Messaging sei daher nicht mit Zahlungsabwicklungen vereinbar.
(Hinweis: unbelegte Quelle)

Als Konsequenz auf die Ankündigung von Signal, hat der Security-Experte Mike Kuketz in seiner Messenger-Matrix, Signal von 'Grün' auf 'Tendenz zu Gelb' abgewertet. In der Übersicht gibt es somit nur noch zwei 'grüne' Messenger: Briar und Threema.

Hinweis: das ist ein Meinungsartikel

Quellen:

https://www.kuketz-blog.de/signal-payments-wie-man-gewonnenes-vertrauen-verspielt/

https://media.kuketz.de/blog/messenger-matrix/messenger-matrix.html

https://stadt-bremerhaven.de/threema-wird-keine-zahlungsabwicklungen-anbieten/

GNOME Circle - Nützliche Apps für GNOME-Nutzer (Teil 2)

Do, 8. April 2021, Frido

Mit GNOME Circle fördert die GNOME-Foundation die Entwicklung von nützlichen Anwendungen und Tools für den Alltag eines GNOME-Nutzers. Diese Initiative wurde vorher bereits in einem Artikel erläutert.

Im zweiten Teil der Artikelserie stellen wir nun weitere nützliche Anwendungen aus dem GNOME Circle Projekt vor.

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NetBSD: Läuft sogar auf Toastern

Do, 8. April 2021, Niklas

Mit NetBSD stelle ich heute die letzte grosse BSD Variante vor. Dabei war NetBSD eigentlich die erste BSD Abspaltung, die bis heute aktiv gepflegt wird. Das NetBSD Projekt wurde im Jahr 1993 als Fork von 386BSD, der ersten freien BSD Variante, gestartet.

Besonderen Wert legt NetBSD auf Portabilität. Das Betriebssystem wurde bereits auf 57 Hardware-Plattformen portiert. Darunter auch die gängige x86_64 Architektur oder auch ARM, wodurch das Betriebssystem beispielsweise auf dem Raspberry Pi oder anderen Single Board Computern eingesetzt werden kann.

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Das muss gesagt werden #2 - Office

Do, 8. April 2021, Marc Mader
In meiner Artikelserie 'Das muss gesagt werden' geht es um meine Meinung zu Linux und quelloffener Software. Ich möchte über meine persönlichen Aufreger und Probleme bei Anwendungen, Abläufen und Einstellungen schreiben, ohne dabei päpstlicher als der Papst zu sein.
Dieses Mal geht es um Office - ein Thema, mit dem ich mich aufgrund meiner Ausbildung zum Bürokaufmann zwangsläufig beschäftigen muss. Nun ist es so, dass ich in der Ausbildung Microsoft Produkte vorgesetzt bekomme. Und im Privaten habe ich aufgrund meiner Plattformwahl LibreOffice benutzt.

Papis - Dokumentenverwaltung für die Kommandozeile

Do, 8. April 2021, Philipp

Wer viele Dokumente auf der Platte hat und diese oft braucht, kann auf eine Dokumentenverwaltung nicht verzichten. Natürlich gibt es viele UI-Werkzeuge, die das erledigen können. Ich persönlich bevorzuge allerdings die Kommandozeilen-Alternative und hier kommt papis ins Spiel.

Papis ist eine hoch konfigurierbare Dokumentenverwaltung für die Kommandozeile, die unter der GPL v3 veröffentlicht wurde. Ursprünglich ist papis für die Verwaltung von wissenschaftlichen Dokumenten gedacht, hilft aber auch jedem der seine Dokumente gut sortiert und organisiert sehen will.


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