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GNU/Linux News - von euch für euch

Kollaborativ geschriebene Neuigkeiten und ein Podcast über Linux und Freie Software


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Tipp: Cryptomator

Fr, 07. August 2020, Joël Schurter

Cryptomator ist eine Verschlüsselungs-Anwendung, welche es dem Nutzenden ermöglicht, seine Daten verschlüsselt z.B. auf Google Drive hochzuladen, die Verschlüsselung schützt dann davor, dass andere (in diesem Fall Google) in die Dateien hineinsehen können.

Dank Cryptomator ist es möglich, seine Daten - trotz des mangelnden Datenschutzes der jeweiligen Dienste - auf z.B. Google Drive hochzuladen. Die Dateien werden mittels einer AES-Verschlüsselung und einer Schlüssellänge von 256-Bit verschlüsselt. Wer den sog. "Tresor" im gesperrten Zustand öffnet, sieht dann nur eine Reihe an Dateien und Ordnern mit kryptischen Namen, mit welchen man nichts anfangen kann. Der verschlüsselte Tresor in Form eines Ordners lässt sich dann unbesorgt auf einen Cloud-Dienst hochladen. Die Bedienung von Cryptomator ist denkbar einfach; nach dem Starten des von der Webseite heruntergeladenen AppImage-Pakets lässt sich sofort ein Tresor erstellen, in dem man auf "Tresor hinzufügen" klickt - alles Weitere ist selbsterklärend.

Cryptomator ist zwar Quelloffen, doch der Dunkelmodus ist erst nach Kauf eines Lizenzschlüssels - lustigerweise "Spendenschlüssel" genannt - nutzbar.

Webseite von Cryptomator:

https://cryptomator.org/de/

Cryptomator herunterladen:

https://cryptomator.org/de/downloads/

Cryptomator auf GitHub:

https://github.com/cryptomator/cryptomator

Collaboras Beitrag zum Kernel 5.8

Do, 06. August 2020, Ralf Hersel

Anfang dieser Woche wurde der Linux 5.8-Kernel veröffentlicht. Es handelt sich dabei um eine der grössten Veröffentlichungen aller Zeiten, als hätten die Entwickler während des jüngsten Lockdowns auf der ganzen Welt begonnen, mehr zu programmieren. Laut Linus Torvalds, ist die Version 5.8 sehr gross. Während Collabora nur bescheiden zu dieser massiven Veröffentlichung beigetragen hat, ist der Beitrag der kleinen Beratungsfirma zum Kernel 5.8 deren bisher grösster und bedeutenster.

Dazu schreibt die Firma in ihrem Blog:

Jeder bei Collabora war beeindruckt von den Anstrengungen, die unsere Kernelentwickler unternommen haben. Direkte Upstream-Arbeit und Beiträge zum Linux-Kernel sind seit langem ein Hauptziel von Collabora als Organisation. Während des letzten Jahrzehnts haben wir unsere Beteiligung an dieser wesentlichen Anstrengung, die Linux darstellt, verstärkt.

Die Möglichkeit für ein relativ kleines Software-Beratungsunternehmen wie Collabora, auf dieser Ebene einen Beitrag zu leisten, zeigt eine fantastische Verbesserung der Denkweise der Hersteller, wenn es darum geht, Open First zu arbeiten (daher der Slogan von Collabora).


Quelle: https://www.collabora.com/news-and-blog/news-and-events/kernel-5.8.html

Ubuntu Web Remix als Alternative zu Chrome OS

Do, 06. August 2020, Ralf Hersel

Ubuntu Web Remix, ein Open-Source-Web-Betriebssystem, das direkt mit dem von Google entwickelten Chrome OS konkurrieren möchte, wurde am 22. Juli auf Twitter angekündigt. Die neue Plattform wird rund um den Firefox-Browser entwickelt und kann auf einer Vielzahl von Geräten installiert werden. Das Projekt wurde von Rudra Saraswat, der vor kurzem Ubuntu Unity Remix und Ubuntu Education (UbuntuEd) veröffentlicht hat, ins Leben gerufen. Bisher sind keine weiteren Einzelheiten über Ubuntu Web Remix bekannt.



Chrome OS dominiert im Bildungswesen, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Das von Google entwickelte Betriebssystem hat nach Angaben des Forschungsunternehmens StatCounter einen weltweiten Marktanteil von nur 0,8%. Im Bildungsbereich ist die Plattform jedoch sehr beliebt. In den USA hatten Chromebooks auf dem K-12-Markt (vom Kindergarten bis zur 12. Klasse) Ende letzten Jahres einen Marktanteil von 51%. Google gab Anfang letzten Jahres bekannt, dass mehr als 30 Millionen solcher Laptops in Schulen auf der ganzen Welt eingesetzt wurden.

Daher ist zu begrüssen, dass mit dem Ubuntu Web Remix ein ähnliches Konzept umgesetzt werden soll, um browserbasierte Anwendungen auf preiswerter und leistungsschwacher Hardware verfügbar zu machen.

Quelle: https://twitter.com/ubunweb

Sylvia Ritter malt den Groovy Gorilla

Do, 06. August 2020, Ralf Hersel

Die Künstlerin Sylvia Ritter ist bekannt für ihre ausdrucksstarken Grafiken, die man bei DeviantArt bewundern kann. Für jede Ubuntu Version, entwirft sie eine Zeichnung des Tieres aus dem Versionsnamen. Das im Herbst erscheinende Ubuntu 20.10 trägt den Beinamen 'Groovy Gorilla'. Nun ist Sylvia Ritters grafische Interpretation des Primaten erschienen:

Groovy Gorilla von Sylvia Ritter


Die Grafiken für die Tiere aus älteren Ubuntu-Versionen, finden sich auf DeviantArt in Sylvia Ritters Galerie Ubuntu Animals.

Quelle: https://www.deviantart.com/sylviaritter/art/Groovy-Gorilla-850935052

Durov äussert sich zum Fall TikTok

Do, 06. August 2020, Ralf Hersel

Der von der Generation Z milliardenfach genutzten Video-App TikTok der chinesischen Firma ByteDance, droht ein Verbot in den USA oder die Übernahme des Geschäftes auf US-Gebiet durch eine amerikanische Firma. In seinem Telegram-Kanal nimmt Pawel Durov, Gründer des Messengers Telegram, zur Auswirkung der angedrohten TikTok-Übernahme Stellung.

Durov schreibt:

Ich kann verstehen, warum die US-Regierung droht, TikTok zu verbieten, wenn die Firma ByteDance ihr US-Geschäft nicht an US-Investoren verkauft werden. Schliesslich verbietet China so ziemlich jede nicht-chinesische Social-Media-Anwendung auf seinem Territorium. Warum sollte der Rest der Welt, einschliesslich der USA, einer chinesischen App auf ihren Märkten freien Lauf lassen? Wenn sie Zugang zu den Märkten anderer Länder haben wollen, sollten sie Ihren Markt auch für sie öffnen - das wäre fair.

Das Vorgehen der USA gegen TikTok ist jedoch ein gefährlicher Präzedenzfall, der das Internet als wahrhaft globales Netzwerk (oder das, was davon übrig geblieben ist) letztlich spalten oder gar zerstören könnte. Vor der US-TikTok-Saga waren nur autokratische Länder wie der Iran, China oder Russland dafür bekannt, dass sie Technologieunternehmen dazu drängten, Teile ihrer Unternehmen an Investoren zu verkaufen, die enge Verbindungen zu ihren Regierungen hatten. Es ist nicht überraschend, dass Uber beispielsweise sowohl ihre russischen als auch ihre chinesischen Niederlassungen an lokale Akteure verkaufen musste.

Ich bin stolz darauf, dass wir bei Telegram im Gegensatz zu Uber stets Angebote zum Verkauf unserer Operationen in bestimmten Ländern abgelehnt haben. Vor einigen Jahren erhielten wir Briefe von zwei Fonds mit Verbindungen zu Ländern, die später versuchten, Telegram zu blockieren. Beide Briefe brachten die gleiche Idee zum Ausdruck: "Telegram wird in unserem Land bald blockiert werden, so dass Ihre einzige Option darin besteht, uns den lokalen Teil Ihres Geschäfts zu verkaufen". Wir haben diese Angebote abgelehnt, weil es nicht unser Geschäft ist, unsere Nutzer zu verraten. Wir verkaufen Telegram nicht - weder teilweise noch vollständig. Dies wird immer unsere Position sein.

Das Problem mit dem Fall US-TikTok ist, dass er eine Erpressungstaktik legitimiert, die bisher nur von autoritären Regimes angewandt wurde. Jahrzehntelang wurden die USA als Verteidiger des freien Handels und der freien Meinungsäusserung wahrgenommen. Doch nun, da China begonnen hat, sie als Hauptnutzniesser des Welthandels abzulösen, scheinen die USA (oder zumindest die Trump-Administration) von diesen Werten weniger begeistert zu sein. Das ist bedauerlich, denn Milliarden von Menschen auf diesem Planeten mögen immer noch die Idee einer offenen und vernetzten Welt.

Letzte Woche hat die Türkei ein Bündel von Gesetzen zur Beschränkung von Social-Media-Unternehmen eingeführt. Vor einigen Jahren hätten die USA das moralische Recht gehabt, solche Bemühungen zu kritisieren, indem sie die Redefreiheit und den freien Handel als ideologische Grundlagen für ihre Bedenken angeführt hätten. Heute ist es weniger klar, ob die USA dieses Recht noch haben. Autoritäre Führer auf der ganzen Welt benutzen bereits den Fall TikTok als Rechtfertigung für ihre Versuche, sich ein Stück des globalen Internets zu erkämpfen. Bald wird wahrscheinlich jedes grosse Land die "nationale Sicherheit" als Vorwand benutzen, um internationale Technologieunternehmen zu zerschlagen. Und ironischerweise sind es die US-Firmen wie Facebook oder Google, die wahrscheinlich am meisten unter den Folgen des Falls leiden werden.

Quelle: https://t.me/durov

LibreOffice 7.0 erschienen

Mi, 05. August 2020, Ralf Hersel

Pünktlich erschien heute Version 7.0 der freien Office-Suite LibreOffice. Ein Highlight unter vielen, ist die Abkehr von Cairo für das Text-Rendering hin zu Googles Grafikbibliothek Skia, die Vulkan Rendering unterstützt. Auf moderner Hardware wird damit eine höhere Geschwindigkeit erzielt. Ausserdem wird der Exportfilter für Flash (swf) entfernt, da dieses Format zum Ende dieses Jahres von Adobe aufgekündigt wurde.

Auch bei den einzelnen Modulen gibt es Veränderungen:

Writer

  • Writer erhält ein Prüfwerkzeug (accessibility check tool) mit dem die Lesbarkeit von Dokumenten auf typische Fehler untersucht wird. Beispiele dafür sind fehlende Überschriften, schlechter Farbkontrast, kein Alternativtext bei Bildern und vieles mehr.
  • Numerische Aufzählungen können nun mit führenden Nullen aufgefüllt werden, damit eine gleichmässige Texteinrückung entsteht.
  • Lesezeichen und Datenfelder können gegen versehentliche Änderung geschützt werden.
  • Writer unterstützt halbtransparenten Text.
  • In der Autokorrektur wurde die Behandlung von typografischen Anführungszeichen verbessert.

Calc

  • Experimentelle Unterstützung für extrem grosse Tabellen (16 Millionen Zeilen, 16384 Spalten)
  • Zwei neue Funktionen für die Generierung von Zufallszahlen (RAND.NV und RANDBETWEEN.NV)
  • Bei einer Reihe von Funktionen wird die Gross-/Kleinschreibung in regulären Ausdrücken jetzt korrekt behandelt.
  • Eine schnellere Ausführung gibt es beim Öffnen von Excel-Tabellen mit vielen Bildern, in der Suche bei Autofilter Pulldowns und beim automatischen Ausfüllen.

Draw und Impress

  • Die Positionierung von hoch-/tiefgestelltem Text wurde verbessert.
  • Auch in Draw und Impress ist halbtransparenter Text möglich.
  • PDF-Export von sehr langen bzw. breiten Dokumenten (über 500 cm).

Navigator

  • Kategorien im Navigator werden grau dargestellt wenn sie keine Elemente enthalten.
  • Alle Objekte haben nun ein Kontextmenü (Gehe zu, Bearbeiten, Löschen, Umbenennen).
  • Kapitel (inkl. Unterkapitel) können im Navigator um Ebenen höher oder tiefer gestellt werden.
  • Die Titelmarkierung folgt jetzt der Position der Schreibmarke im Text.

Sonstiges

  • LibreOffice 7.0 unterstützt das Open Document Format in Version 1.3
  • Beim Export in das Word Format (docx) wird im nativen 2013/2016/2019 Modus gespeichert anstatt im  2007 Kompatibilitätsmodus.
  • Der Export in das Excel Format (xlsx) erlaubt jetzt Dateinamen, die länger als 31 Zeichen sind. Ausserdem können Checkboxen exportiert werden.
  • Mathematische Objekte aus Powerpoint-Folien werden in Impress besser unterstützt.
  • LibreOffice erhält ein neues Icon-Design mit dem Namen Sukapura.

Quelle: https://wiki.documentfoundation.org/ReleaseNotes/7.0

Snap - Flatpak - AppImage

Mi, 05. August 2020, Ralf Hersel

In den letzten Jahren versuchen sich drei verschiedene distributionsunabhängige Paketformate durchzusetzten: Snap, Flatpak und AppImages. Diese ermöglichen es Entwicklern, Anwendungen zu paketieren, zu verteilen, zu installieren und zu warten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Paketformaten (wie deb oder rpm) bündeln verteilungsunabhängige Paketformate Anwendungen mit allen Abhängigkeiten, um die Anwendung als ein einziges Paket zu installieren und auszuführen. Daher läuft jede Software, die mit diesem Ansatz vertrieben wird, auf jedem GNU/Linux-System, das die Rahmenbedingungen für dieses spezielle Paketformat unterstützt.

Neue Pakete: Snap, Flatpak, AppImage

Zum Vergleich der drei Paketformate, haben wir eine tabellarische Übersicht der Eigenschaften erstellt. Die Tabelle ist unvollständig und subjektiv. So fehlen zum Beispiel die Punkte 'Integration' und 'Benutzererfahrung'. Das Installieren und Einrichten der Apps überzeugt nur mässig, abhängig von der Integration in bestimmte Distributionen und den Fähigkeiten der einzelnen Pakteformate.

Eigenschaft Snap Flatpak  AppImage
Ursprung Canonical RedHat Simon Peter
Lizenz Client:GPL3
Server: proprietär
Apache 2.0 MIT
Zugriffskontrolle Ja Ja Nein
unterstützt Sandboxing Ja Ja Ja
verlangt Sandboxing Ja Ja Nein
Portabilität mit Aufwand mit Aufwand Ja
Native Themes eingeschränkt eingeschränkt eingeschränkt
Gebündelte Bibliotheken Ja Ja Ja
Einzelne ausführbare Datei Nein Nein Ja
App Store

https://snapcraft.io/store

https://flathub.org

https://appimage.github.io/apps/

Angebot im App Store > 1490 873 1118
Mehrere parallele Versionen Ja Ja Ja
Automatische Aktualisierung Ja Ja eingeschränkt
Unterstützung für ChromeOS Ja Ja Ja
App Grösse gross gross klein
App Store für den Desktop Ja Ja Nein
Startgeschwindigkeit langsam langsam mittel
Bewertung 29 Punkte 30 Punkte 29 Punkte


Bewertung

Für die Bewertung wurden für alle Eigenschaften 1 bis 3 Punkte vergeben. Bei Gleichstand, erhielten alle Paketformate 2 Punkte; bei zwei gleichwertigen, erhielten diese 2 Punkte und das schlechtere 1 Punkt, bzw. die beiden schlechteren je 1 Punkt und das bessere 2 Punkte. Die Bewertung ist selbstverständlich subjektiv und lässt ungenannte Eigenschaften ausser Acht. Trotzdem liegen die drei Formate sehr nahe beieinander, da sie sich nur um einen Punkt voneinander unterscheiden. Wer mag, kann die Bertung nach eigenem Ermessen durchführen; vielleicht ergibt sich dabei ein anderer Sieger.

Entwicklersicht vs. Anwendersicht

Aus Entwicklersicht bieten alle Pakteformate klare Vorteile. Es reicht ein Format aus, um möglichst viele Anwenderinnen zu erreichen, da diese drei in allen populären GNU/Linux-Distributionen verfügbar sind. Der Entwickler kann sich auf ein Format beschränken, statt diverse alte Pakete zu bauen. Dann wäre da noch das Aktualisierungsverhalten; Snaps und AppImages verhalten sich wie Rolling Releases; sie können nach eigenem Gusto eine neue Version nachziehen. Dies geschieht unabhängig von einem kuratierten LTS-Ansatz und untergräbt diesen somit.

Der Anwenderin bietet sich ein anderes Bild. Aus technischer Sicht profitiert der Anwender vom Sandboxing, der detaillierten Zugriffssteuerung und der Möglichkeit, mehrere Versionen parallel zu betreiben (falls man das braucht). Dennoch überwiegen die Nachteile: bei der Installation ist (fast immer) die Wahl für ein bestimmtes Paketformat zu treffen. Die gemütlichen Zeiten, mit einem Distro-spezifischen Format, sind vorbei. Ein Grossteil der Anwenderinnen ist mit dieser Auswahl tatsächlich überfordert; wie soll Tante Liese entscheiden, ob Snap, Flatpak, AppImage, DEB oder RPM nun die korrekte Wahl ist? Hinzu kommt, dass die Neuen in der Regel eine schlechtere Integration bieten als die Alten. Einen Starter bauen und ein Icon wählen, ist keine Aufgabe für ungeübte Endanwender. Auch die Startzeiten der modernen Pakete entsprechen nicht dem gewohnten status-quo; insbesondere Snaps und Flatpaks starten deutlich langsamer als die altbekannten Formate.

Fazit

Die altbewährten Pakteformate haben sich über Jahre weiterentwickelt und wurden hinsichtlich Geschwindigkeit, Integration und Benutzerfreundlichkeit optimiert. Ich persönlich habe in 20 Jahren noch nie einen Abhängigkeitsbruch mit DEB-Paketen erlebt. Daher fällt die Empfehlung für die neuen Formate zwiespältig aus: wem Startgeschwindigkeit, Stabilität und gute Integration am Herzen liegt, der verwendet mit Vorteil die alten, distributionsspezifischen Paketformate. Wer auf Parallelbetrieb von Versionen, Aktualität der Apps, Isolation in Sandboxes und explizite Rechtevergabe schwört, für den sind Flatpaks die richtige Wahl.

Pinta 1.7 erschienen

Mi, 05. August 2020, Joël Schurter

Die quelloffene, freie Bildbearbeitungs- und Zeichensoftware Pinta erhielt nach mehr als fünf Jahren Abwesenheit eine neue Hauptversion, in welcher einige spannende neue Funktionen eingefügt wurden.

Zu den grössten Neuerungen in dieser Version gehören die Unterstützung von Registerkarten (Tabs), um das Wechseln zwischen mehreren Bildern zu erleichtern, Bilder in neuen Fenstern zu öffnen oder nebeneinander anzudocken, sowie die Unterstützung für Zoomen und Schwenken im Dialogfeld 'Drehen/Zoomen'. Eine ebenfalls neue Funktion befindet sich bei den verfügbaren Werkzeugen, dort ist ein neues Werkzeug namens "Smooth Erase" eingebaut worden. Auch eine Funktion zum Herunterladen und bearbeiten eines Fotos mittels "Drag-and-drop" der Bild-URL wurde implementiert.

Neben zahlreichen weiteren neuen Funktionen und Änderungen wurden auch über 50 Bugs behoben, welche u.A. dazu geführt haben, dass die Anwendung beim Erstellen eines Farbverlaufes abgestürzt ist.

Quellen:

https://www.pinta-project.com/releases/1-7

https://9to5linux.com/pinta-open-source-image-editing-and-drawing-app-has-a-new-major-release-after-5-years

https://www.pinta-project.com/