Ein Liegestuhl, ein kühles Getränk und Bücher auf dem E-Reader - so kann der Sommer kommen. Calibre ist seit vielen Jahren ein Klassiker für die Verwaltung des eigenen Buch-Bestandes mit unzähligen Funktionen. Hier ein paar Beispiel aus der aktuellen Version 9.
Layout-Umstellung
Am auffälligsten ist, dass es nun neben der gewohnten Cover-Ansicht auch eine Darstellung in Form eines Buchregals gibt:
Wer gewohnt ist, auch in einem "echten" Regal Bücher rasch durch ihren Buchrücken zu finden, für den kann dies die Übersicht erhöhen. Ein Layout-Button für die Änderung von Ansichten ist rechts unten in der Fensterecke zu finden:
Volltextsuche mit hübscher Kartendarstellung
Auf Wunsch bildet Calibre im Hintergrund einen Suchindex der E-Book-Texte. Damit lassen sich Resultate sehr übersichtlich in Form von kleinen Kartenauszügen darstellen:
Mit "Select" wir dabei der Standort des Buchs in der Regalübersicht angezeigt. Eine Markierung kann später Filter oder Suchvorgänge erleichtern.
Webserver mit erweiterter Ansicht
Mit einem Klick in den Einstellungen verwandelt sich Calibre in einen Webserver, ohne dass zusätzlich etwas installiert werden muss (Aufruf z. B. "localhost:8080" oder "IP:8080"). Inzwischen hat die Webdarstellung eine nützliche Seitenleiste erhalten und ist auch recht gut für die Darstellung auf mobilen Geräten geeignet.
Feeds abonnieren
Ist schon lange dabei, daher hier eher als kleine Erinnerung: Wenn man unter dem Menüpunkt "Nachrichten Abrufen" die Feed-Links seiner Lieblingswebseiten einträgt, so erhält man in regelmäßigen Abständen einen Digest mit den neuesten Nachrichten in seinem Buchbestand angezeigt. Zusammen mit den Kommentarfunktionen kann dies recht nützlich sein.
Export von Markierungen und Ansichten
Wenn Bücher im Calibre-Viewer gelesen werden, so lassen sich leicht farbige Markierungen und Notizen anbringen. Rechts unten gibt es einen Button für die Export-Funktion. Diese lässt neben Markdown- auch einen HTML-Export zu. Die fertige Webseite der Anmerkungen ist hübsch gestaltet, lässt sich zwischen dunklem und hellem Modus umschalten, hat ein Sprungverzeichnis für die Anmerkungen, ein Suchfenster und Farbfilter:
Gut, das war jetzt eine sehr kleine Auswahl. Aber vielleicht hat dadurch der ein oder andere wieder Lust bekommen, sich mit dem Klassiker näher zu befassen. Leselisten, Fortschrittsanzeigen, Plugins, virtuelle Bibliotheken - es gibt viel zu entdecken. Eine umfangreiche Auflistung mit genauen "How-to"-Anweisungen liefert das aktuelle Doku-Handbuch auf der Website von Calibre.
Bildnachweis:
Wallpaper im Hintergrund der Screenshots von Linux Mint.
Titelbild und Screenshots vom Artikelautor.






