Element wieder im Play Store

So, 31. Januar 2021, Niklas

Der Matrix Client Element ist jetzt wieder im Play Store verfügbar. Das gab Matrix heute Nacht um 1:44 Uhr auf dem Mikrobloggingdienst Mastodon bekannt. Als Grund für die Sperrung gab Google missbräuchliche Inhalte an. Was damit genau gemeint ist, ist nicht bekannt.

Die Inhalte lagen auf matrix.org und fallen damit direkt in den Verantwortungsbereich vom Matrix Team, das auch den Element-Client anbietet. Die missbräuchlichen Inhalte wurden laut dem Post von Matrix aber bereits vor Googles Antwort erkannt und entfernt. Matrix hat alles richtig gemacht und Google hat überreagiert.

In einem Blogpost beschreibt Element nochmal, dass die Entwickler nur für den Server matrix.org verantwortlich sind, aber der Client Element für jeden beliebigen Server verwendet werden kann. Man bringt an der Stelle einen Vergleich mit Chrome, das ja auch jede beliebige Webseite anzeigen kann, während Google nicht für jede einzelne davon verantwortlich ist.

Für den matrix.org Server gibt es Regeln, die den Missbrauch ausschliessen sollen und New Vector Limited, die Firma hinter Element, hat ein Trust and Safety Team, das Meldungen von verbotenen Inhalten in Vollzeit bearbeitet. Aufgrund des grossen Wachstums von Matrix in den vergangenen Wochen kann es da aber zu längeren Wartezeiten kommen, gibt Element im Blog an.

Die App war für mehr als 24 Stunden nicht mehr im Play Store zu finden. Das ist höchst problematisch für die Nutzer, zu denen auch die Regierungen von Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika sowie zahlreiche Universitäten und tausende Firmen gehören.

Als Konsequenz kündigt Element an, dass man in Zukunft ein eigenes F-Droid Repository betreiben möchte, in das man die aktuellste Version sofort nach Veröffentlichung hochladen kann. Im offiziellen F-Droid Repository sind Updates immer mit langen Wartezeiten verbunden, da das F-Droid Team alle Apps selbst aus dem Quellcode baut, um sicherzustellen, dass keine proprietären Bestandteile vorhanden sind. Mit dem eigenen F-Droid Repository nimmt Element die Verteilung der App selbst in die Hand und macht sich ein Stück unabhängiger von Google. Das ist ein Schritt, der sehr zu begrüssen ist.

Quellen: