Im Bereich freier Software und einer freien digitalen Gesellschaft hat sich 2025 einiges bewegt: Positionen wurden klarer, Befürchtungen haben sich teilweise bestätigt und an anderen Stellen wurden neue Grundsteine gelegt.
Wir fassen die wichtigsten Entwicklungen zusammen.
Chatkontrolle
Die befürchtete Chatkontrolle ist vorerst nicht weiter vorangekommen. Eine verpflichtende Umsetzung wird damit zunächst nicht eingeführt.
Das ist durchaus positiv, denn eine verpflichtende Kontrolle privater Kommunikation wäre hoch problematisch. Sie würde nicht nur die Kontrolle über das eigene Endgerät weiter einschränken, sondern zwangsläufig auch neue Sicherheitslücken schaffen und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung untergraben.
Vom Tisch ist das Thema jedoch nicht. Nach einer Übergangszeit soll erneut geprüft werden, ob eine solche Maßnahme doch noch verpflichtend eingeführt wird.
Windows und Linux
Das absehbare Supportende von Windows 10 sowie die strikten Hardwareanforderungen von Windows 11 haben viele Nutzer:innen zum Umstieg auf Linux bewegt. Erfreulicherweise konnte beobachtet werden, dass der Linux-Marktanteil in diesem Zusammenhang auf rund fünf Prozent gestiegen ist.
Das ist weiterhin zu wenig für einen echten Durchbruch, zeigt aber, dass Alternativen zunehmend wahrgenommen werden.
Digitale Souveränität
Nicht alle Entwicklungen gingen in eine positive Richtung. Ein negatives Beispiel ist die geplante Vergabe von Milliardenaufträgen in Bayern, die offenbar ohne Ausschreibung direkt an Microsoft gehen sollen. Dagegen regt sich Widerstand aus der IT-Wirtschaft
(https://gnulinux.ch/bayerische-it-wirtschaft-wehrt-sich).
Gleichzeitig gibt es auch ermutigende Beispiele: Mehrere Bundesländer haben bereits auf Open-Source-Lösungen umgestellt. Auch Unternehmen wechseln zunehmend von Microsoft-Produkten zu souveränen Alternativen.
Vorratsdatenspeicherung
Die Vorratsdatenspeicherung bleibt ein politischer Dauerbrenner. Obwohl entsprechende Gesetze bereits mehrfach gekippt oder abgelehnt wurden, kehrt das Thema mit nahezu jeder neuen Regierung zurück.
Erneut wird gefordert, dass Provider Daten wie IP-Adressen und Zeitpunkte speichern sollen, um Strafverfolgung zu ermöglichen. Wie gravierend die negativen Auswirkungen solcher Maßnahmen wären, wurde bereits vielfach dargelegt, unter anderem hier:
https://netzpolitik.org/2025/anlasslose-speicherung-justizministerium-veroeffentlicht-gesetzentwurf-zur-vorratsdatenspeicherung/
Fazit und Ausblick
Dieses Jahr hat sich vieles bewegt, nicht alles davon in eine positive Richtung. Gleichzeitig sind negative Entwicklungen oft erst der Auslöser für ein späteres Umdenken.
Ich bin daher optimistisch: 2026 könnte ein gutes Jahr für freie Software und europäische, souveräne Lösungen werden.
Quelle Titelbild: KI generiert

Und wieder ein Beweis für den Verfall der Glaubwürdigkeit dieses Blattes.
KI-Diebstahl zu unterstützen entbehrt nachweislich jeglicher Humanität. Es ist Diebstahl, verbraucht Unmengen an Wasser was woanders dann fehlt und ist ethisch einfach nur zu Verurteilen.
Jegliche Nutzung legitimiert somit diesen Müll und Ihr seit euch erneut nicht zu schade es zu nutzen.
Wo auch immer GNU bei euch ist, diese Ideale habt ihr damit längst verraten.
Hallo Andre,
danke für deinen Kommentar.
Vorab etwas zu gnulinux.ch: Es gibt nicht „das Blatt“. gnulinux.ch ist ein Community-Projekt, in dem viele Autorinnen und Autoren in ihrer Freizeit schreiben. Entsprechend vielfältig sind auch die Meinungen – auch zum Thema KI. Manche sehen diese sehr kritisch, andere nutzen solche Werkzeuge bewusst. In Summe bewegt sich das im Rahmen der Projekt-Richtlinien.
Diese besagen nicht, dass ausschließlich FOSS-Werkzeuge genutzt werden müssen. Maßgeblich ist der thematische Bezug zu „Freier Software und Freier Gesellschaft“, der in diesem Artikel gegeben ist.
Das Thema scheint dir sehr wichtig zu sein. Daher mein Vorschlag: Warum schreibst du nicht selbst einen Artikel zu den aus deiner Sicht problematischen Aspekten von KI, belegst deine Kritik mit Quellen und reichst ihn bei der Redaktion ein? Unterschiedliche Perspektiven und gut begründete Kritik sind ausdrücklich willkommen.
Abschließend möchte ich dich noch auf unsere Verhaltensregeln für die Kommunikation hinweisen. Vielleicht lohnt sich ein erneuter Blick darauf, insbesondere im Hinblick auf den Tonfall: https://gnulinux.ch/mitmachen-bei-gnu-linux-ch
Viele Grüße
Dein Tonfall ist inakzeptabel und respektlos den MacherInnen der Seite gegenüber.
Inhaltlich befindest du dich offensichtlich in einer Endlosschleife.