JingPad A1

Mi, 21. April 2021, Ralf Hersel

Das JingPad A1 ist ein Tablet mit einem 11-Zoll-AMOLED-Touchscreen-Display, Unterstützung für digitale Stifteingabe und einer abnehmbaren Tastatur, mit der man das Tablet wie einen Laptop verwenden kann. Ausserdem verfügt es über ein Betriebssystem, das sowohl für den Tablet- als auch für den Laptop-Modus ausgelegt ist. Das JingPad A1 wird das erste Tablet sein, das mit JingOS ausgeliefert wird, einem Betriebssystem, das von der chinesischen Firma Jingling entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um eine angepasste Linux-Distribution, die für Tablets entwickelt wurde, aber auch Desktop-Anwendungen (sowie einige Android-Anwendungen) ausführen kann.

Das im März erstmals vorgestellte Tablet wird demnächst über eine Indiegogo-Crowdfunding-Kampagne vorbestellt werden können. Jingling hat noch keinen Preis bekannt gegeben, aber eine Indiegogo-Vorschauseite ist jetzt live und Interessenten, die sich mit einer E-Mail-Adresse anmelden, können 40 Prozent sparen, wenn die Bestellungen im Mai geöffnet werden.

Jingling hat ein Werbevideo veröffentlicht, das einen Überblick über das Tablet und sein Zubehör gibt, einschliesslich eines Stifts mit Unterstützung für 4096 Stufen Druckempfindlichkeit und einer Tastatur mit Ständer und Scharnier, die ein Laptop-ähnliches Erlebnis bieten soll, wenn das Tablet angedockt ist.

Das Tablet hat ein 2368 x 1728 Pixel grosses Display mit einem Seitenverhältnis von 4:3, einen Unisoc Tiger T7510 Octa-Core-Prozessor, 6 GB RAM und 128 GB Speicher. Ein Mobilfunkmodem ist ebenfalls eingebaut. Jingling sagt, dass das Tablet 4G-LTE-Mobilfunknetze in den meisten Ländern unterstützt, verspricht aber nur 5G-Unterstützung für "einige Länder." Eine detaillierte Liste wird im Juni erwartet. Weitere technische Daten gibt es bei der Quelle:

Quelle: https://liliputing.com/2021/04/more-jingpad-a1-linux-tablet-detailed-revealed-ahead-of-crowdfunding.html

tuxnix
Geschrieben von tuxnix am 21. April 2021

Dies ist der erste ernst zu nehmende Angriff auf das Apple-Google Duopol von Herstellerseite aus. Abzuwarten ist allerdings ob diese Gräte auch offene Bootloader und nach und nach auch offene Treiber erhalten werden. Allerdings würde das Sperren der Devices auf Dauer keinen sehr großen Sinn machen, denn das was Purim, Pine64 und Postmarked OS derzeit leisten, wird uns bald eine ganze Flut an freien (alt) Geräten bescheren. Jingling wird für Linux eine neue Benutzerschicht ansprechen. Applechick, usabillity, moderne Hardware, niedriger Preis und die mobile Funktionalität und Flexibilität wie sie heute geraucht wird, wird Linux als OS für eine breite Käuferschicht attraktiv machen.