Manjaro? Abwarten!

  Ralf Hersel   Lesezeit: 7 Minuten  🗪 9 Kommentare Auf Mastodon ansehen

Anstatt sich vorschnell eine Alternative zu suchen, empfiehlt der Autor, abzuwarten. Es ist im Sinne aller, wenn sich die Streithähne auf eine Lösung einigen, die im Sinne der Manjaro-Anwender ausfällt.

manjaro? abwarten!

Don't Kilimanjaro

Das ist ein Meinungsartikel.

Für die meisten von uns war die Bekanntgabe der Schwierigkeiten im Manjaro-Projekt eine Überraschung. Die Distribution stand zwar seit geraumer Zeit in der Kritik, wobei sich diese meistens auf vergessene Erneuerungen der TLS-Zertifikate bezog. Die Gründe dafür und noch viele mehr, hat die Öffentlichkeit erst durch das Manifest erfahren.

Das Manifest

In unserem Beitrag Die Manjaro-Krise 2026: Ein Schiff das schon lange sinkt, hat Samuel Rüegger dieses Manifest bereits ausführlich dargestellt und kommentiert, weshalb ich auf die Inhalte nicht weiter eingehen möchte. Vielmehr frage ich mich, warum die öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten überhaupt publik gemacht wurde. Der inneren Manjaro-Community musste doch klar sein, dass man damit das Ansehen der Distribution weiter verschlechtern würde. Dabei geht es nicht darum, welche der beiden Parteien (die Manjaro GmbH & Co. KG oder das Manjaro-Team) nun recht hat. Ich sehe es als Hilferuf des Teams, weil sie keinen anderen Weg gesehen haben.

Doch damit war das Team schlecht beraten, weil Aussenstehende das nicht hinreichend beurteilen können. Niemand von uns im Allgemeinen, noch die Manjaro-Anwender:innen im Besonderen, hat genügend Einblick in die GmbH oder das Projekt. Das Manifest ist eine gewaltige Äusserung, dem bisher unzureichende Antworten von Philip Müller und Roman Gilg (GmbH) gegenüberstehen. Man kann es auch umgekehrt sehen: Müller und Gilg versuchen, den Ball flachzuhalten, weil sie wissen, dass das Austragen der internen Differenzen in der Community dem Projekt und der GmbH nur schaden kann.

Im Vergleich zu den Problemen in anderen Distributionen (Solus, CalyxOS, etc.) halte ich die konkreten Auswirkungen auf die Nutzenden von Manjaro, für Kleinigkeiten. Wer hat denn wirklich darunter gelitten? Ich nicht, obwohl ich Manjaro seit 5 Jahren auf sechs Geräten verwende. Auch vom Gejammer über Pamac, habe ich nichts bemerkt. Durch das Manifest werden schwerwiegende Unterlassungen, Führungsfehler und Ressourcenprobleme offenbar. Damit fügt sich das Manjaro-Team, also diejenigen, die das Manifest veröffentlicht haben, der Distribution grossen Schaden zu. Und zwar für alle Beteiligten: die GmbH, das Manjaro-Team und die Anwender:innen.

Es gibt keine Projekte, in denen sich über Jahre hinweg keine Probleme ergeben haben. Das gilt auch für unser eigenes Projekt "GNU/Linux.ch". In den vergangenen sechs Jahren flogen bei uns einige Male die Fetzen. Wir haben diese internen Diskussionen nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen, sondern intern geklärt und die Ergebnisse anschliessend bekannt gegeben. Und dieses Vorgehen hätte ich mir auch für Manjaro gewünscht. Schlagt euch die Köpfe ein, diskutiert bis aufs Blut, kommt zu einer Einigung oder auch nicht. Selbstverständlich kann man die Community um Hilfe bitten; dann aber dezidiert: "Wollt ihr A oder B?" Oder man teilt die Schlussfolgerungen aus dem internen Diskurs mit, z. B.: "Wir erstellen einen Fork von Manjaro."

Manjaro oder was?

Durch die Veröffentlichung des Manifests wurde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Das sieht man an den Kommentaren unter Blogs, in Foren und in Social Media. Dort gibt es zwei Kategorien: Die einen diskutieren über das Manifest, ohne genaue Kenntnisse der tatsächlichen Umstände (von beiden Seiten) zu haben. Die anderen fragen sich, zu welcher anderen Distribution sie abwandern sollen. Beides ist schlecht für das Manjaro-Projekt.

Obwohl ich Manjaro für die beste Arch-basierte Distribution für Anwender:innen mit mittleren Kenntnissen halte, habe ich mich gefragt, zu welcher Distro ich wechseln würde, falls Manjaro an seinen internen Problemen erstickt. Ich bin nicht der Einzige, der sich zurzeit diese Frage stellt.

Wer sich für ein Rolling-Release-Modell entschieden hat, bleibt zumeist dabei. Ja, es mag Anwender:innen geben, die aufgrund dieser Diskussion die Schnauze voll haben, und zu Debian, Ubuntu oder Mint zurückkehren. Wenn ich tatsächlich wechseln müsste, würde ich bei Arch, bzw. einer darauf basierenden Distribution bleiben. Warum? Weil ich mit Manjaro genauso viele Probleme (bzw. keine Probleme) wie mit Ubuntu hatte.

Falls man auf eine andere Arch-Distro wechseln möchte, bieten sich mindestens drei Kandidaten an:

Ja, es gibt drölfzig andere Arch-basierte Distros, doch die lasse ich hier unbeachtet. Wer sich die momentan populären Alternativen anschaut, erwägt die oben genannten Distributionen. Selbstverständlich wird das hier kein Distro-Review. Stattdessen möchte ich mich auf wenige Aspekte beschränken.

Installationsfreundlichkeit

Geht weiter, hier gibt es nichts zu sehen! Das ist heute kein Argument mehr. Egal ob Cachy, Endeavour oder Arch, die Installation ist bei allen drei Distros ein Kinderspiel für alle, die "Rolling-Release-Model" fehlerfrei aussprechen können. Seitdem es archinstall gibt, besteht die Installation auch nur aus einem langweiligen Durchklicken; na ja, fast.

Alleinstellungsmerkmale

Die drei Kandidaten bieten (hoffentlich) Gründe, warum man sich gerade für sie entscheiden soll. Auch dieses Kapitel ist ein schnelles Frühstück. CachyOS wirbt mit hoher Geschwindigkeit aufgrund seines optimierten Kernels und mit auf Leistung kompilierter Pakete. Bei Endeavour weiss ich nicht genau, womit sie hervorstechen wollen, ausser mit einer einfachen Installation und einem futuristischen Erscheinungsbild. Tja, zu einem puren Arch, muss ich nichts sagen.

Desktops und Grundausstattung

Auch das ist ein No-Brainer. Alle drei bieten fast alle Desktop-Umgebungen direkt bei der Installation an. Bei vielen kommen die Umgebungen in der Vanilla-Version; Endeavour gibt sich mehr Mühe, den Desktops seinen Stallgeruch aufzudrücken. Was schön ist, liegt im Auge des Betrachters; die einen mögen Vanilla, andere freuen sich über eine Distro-spezifische Anpassung der Arbeitsumgebung. Selbiges gilt für die Grundausstattung. Da die Arch-Derivate nicht im Teich der Einsteiger angeln, werden viele Interessierte eine minimale Paket-Ausstattung bevorzugen. Man weiss ja, was man haben möchte, und kann sich die Liebsten nachinstallieren.

Extras

Kernel-Auswahl, optimierte Hardware-Erkennung, Layout-Chooser, Treiber-Verwaltung, Gaming-Optimierung usw. All das und mehr findet man insbesondere bei CachyOS. Bei Arch Linux kann man diese Features nachinstallieren, was jedoch den Experten vorbehalten ist. Auch EndeavourOS bietet in diesem Bereich ein paar Extras, ähnlich wie CachyOS.

Überlebenschancen

Wie lange gibt es die Distro, wie gut ist sie dokumentiert, wen kann man fragen, wie gross ist die Community? Das sind vier wichtige Fragen, die man bei jeder Distribution stellen sollte. Was nützt euch die crazy Distro, wenn kaum etwas dokumentiert ist und ihr niemanden fragen könnt, falls Probleme auftreten? Und ja, Probleme treten immer auf, früher oder später. Zum Glück reden wir vom Arch-Universum, einer der am besten dokumentierten Distributionen, die es gibt. Davon profitieren auch Cachy und Endeavour. Die Letztgenannten sind relativ junge Distros. EndeavourOS gibt es seit 6 Jahren (ohne die Antergos Vorgeschichte), CachyOS ist erst halb so alt. Im Gegensatz zu diesen Jungspunden feiert Arch Linux in diesem Jahr sein 25. Jubiläum und ist damit nur 8 Jahre jünger als Debian. Wer weiss, wie lange es die Jünglinge noch geben wird?

Paketverwaltung

Jetzt kommt er endlich, der Elefant im Raum. Meiner Meinung nach, ist die Paketverwaltung das wichtigste Entscheidungskriterium. Arch Linux hat nicht viel zu bieten; es gibt pacman und das war es. Cachy und Endeavour haben ein paar halbbatzige Tools eingebaut, um die Pflege und die Anwendungsinstallation zu unterstützen. Doch das ist wenig im Vergleich zu den Manjaro-Werkzeugen. Insbesondere pamac ist eine Besonderheit, wenn es um eine integrierte und grafische Paket- und Update-Verwaltung geht. Ich kenne keine andere Anwendung, die diesen Job so gut erledigt.

Arch-Connaisseure mögen dem entgegenhalten, dass man mit pacman, einem AUR-Helper und flatpak im Terminal doch prima zurechtkommt. Nein, kommt man nicht. Natürlich gibt es grafische Lösungen, die das Jonglieren mit verschiedenen Paketformaten und -quellen vereinfachen, wie z. B. bauh. Aber möchte man das? Ich bin der Meinung, dass eine schöne und umfassende Paketverwaltung (inklusive Store) zu den wichtigsten Bestandteilen einer Distribution gehört. Pamac ist der Hauptgrund, warum ich Manjaro so gerne verwende.

Fazit

Solange die Diskussionen zwischen der Manjaro-Community und der GmbH andauern, würde ich die Flinte nicht vorschnell ins Korn werfen. Wem Manjaro bisher gut gefallen hat, sollte dabei bleiben und dem Projekt den Rücken stärken. Es ist zu früh, um in Richtung CachyOS oder EndeavourOS zu flüchten. Wartet ab, bis sich die Wellen gelegt haben und die Streithähne hoffentlich mehr an ihre Anwender:innen denken, als an sich selbst.

Doch eines ist klar: Je länger die Diskussion ohne Ergebnis andauert, desto mehr Leute werden sich von Manjaro abwenden. Falls sich die Manjaro-Community und/oder die Manjaro GmbH & Co. KG nicht bis Ende April mit einer klaren Ansage an die Nutzer:innen wenden, ist diese Distribution tot.

Wer die Diskussion verfolgen möchte, findet sie im Manjaro-Forum. Und natürlich hat Brodie Robertson auch schon seinen Senf dazu abgegeben.

Sorry, für die Titelbildunterschrift :)

Titelbild: https://de.wikipedia.org/wiki/Kilimandscharo#/media/Datei:Kibo_summit_of_Mt_Kilimanjaro_001.JPG

Quellen:

https://forum.manjaro.org/t/manjaro-2-0-manifesto/186171

https://cachyos.org/

https://endeavouros.com/

https://archlinux.org/

https://forum.manjaro.org/t/discussions-regarding-the-manjaro-2-0-manifesto/186311/364

https://inv.nadeko.net/watch?v=EegnxkJeDx0 

Tags

Manjaro, Manifest, Krise, Paketverwaltung

Ephraim Admin
Geschrieben von Ephraim am 19. März 2026 um 09:27

Zu der Sache mit der Paketverwaltung: Ich hatte in meiner ersten Zeit unter Arch tatsächlich auch Pamac immer mitinstalliert, allerdings hat das immer mehr Probleme gemacht, sodass es irgendwann für eine Weile ohnehin nicht mehr funktionierte und ich es deinstalliert hatte. Seitdem nutze ich tatsächlich nur das Terminal und den GNOME-Store für Flatpaks. Da ich mir die Installation ohnehin verskriptet habe (wobei Skript spannender klingt als es ist), ist alles, was ich normalerweise brauche, gleich nach der Installation mit an Bord (und alles ungebrauchte nicht mehr;)). AUR versuche ich ohnehin zu vermeiden, sollte ich aber doch mal etwas brauchen, suche ich auf der Webseite (jaja, geht auch irgendwie im Terminal, ist mir aber zu umständlich) nach dem Paketnamen und installiere es dann einfach über paru (mehr oder weniger Nachfolger von Yay und in Rust geschrieben). Das läuft eigentlich recht sauber. Updates laufen wieder über ein Skript, welches dann auch gleich Flatpaks mit updated und nicht mehr benötigte Abhängigkeiten entfernt. Flatpaks sind halt etwas doof, da die Pakete immer einen riesen Namen haben. Das ist am Terminal einfach nicht komfortabel, aber dafür tut es der GNOME-Store dann doch.

mw
Geschrieben von mw am 19. März 2026 um 09:43

Kann man so sehen, muß man aber nicht. Selbstverständlich gehört die Diskussion in die Community und die Öffentlicjkeit. Schließlich geht es hier nicht um ein Geklüngel in Parteihinterzimmern sondern um Open Source und das sollte immer auch eine offene Diskussion beinhalten. Schaden wird es Manjaro mit Sicherheit nicht. Es gibt bestimmt Hinz und Kunz Anwender, denen das sowieso egal ist, so lange IHRE Distribution erhalten bleibt. Und es gibt Open Source und Community affine Personen, die wissen wollen wie es um Manjaro bestellt ist. ich sehe Dich auf der Seite der GmbH und nicht neutral dazu stehen. Das ist es, was Manjaro schadet.

Ephraim Admin
Geschrieben von Ephraim am 19. März 2026 um 10:02

Ich glaube, Ralf ist nicht wirklich auf einer der Seiten, vor allem nicht auf der der GmbH. Möchte jetzt aber auch nicht für ihn sprechen.

Der Punkt, den er beschreibt stimmt aber natürlich trotzdem. Solche Konflikte haben immer einen Einfluss auf die Projekte, meistens einen negativen. Das heißt aber natürlich nicht, dass sie nicht wichtig sind. Wenn es in einem Projekt nicht gut läuft, muss das geklärt werden. Punkt.

Ralf Hersel Admin
Geschrieben von Ralf Hersel am 19. März 2026 um 20:21

Ja, mw. Es ist exakt so, wie Ephraim geschrieben hat.

David
Geschrieben von David am 19. März 2026 um 12:21

Das ist der erste Artikel zum Thema, der meiner Meinung nach den Fokus mehr auf Fakten und nicht auf Stimmungsmache legt. Danke dafür! Ich finde es richtig, abzuwarten und die Diskussion nicht weiter anzuheizen - vor allem, wenn viel Unwissenheit über die internen Abläufe der Distribution im Spiel ist. Ich schätze Transparenz und Offenheit, finde aber auch, dass man immer aufpassen muss, auf welche Art man eine solche Auseinandersetzung führt und sich der Auswirkung auf die Öffentlichkeit bewusst sein sollte.

Armakuni
Geschrieben von Armakuni am 19. März 2026 um 19:24

Vielen Dank für diesen Artikel. Ganz wichtig ist eben auch, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird.

Aktuell habe ich in VMs Tests mit CachyOS und EndeavourOS am Laufen. Aber ich will gar nicht wechseln. Ich hatte mit Manjaro auch nie Probleme der Kategorie "ShowStopper", das ist vermutlich mein Glück. Beim Wechsel vor ein paar Jahren hat mich die Tatsache mit pacman/pamac verwirrt.

Ich habe manchmal den Eindruck, dass Themen bewusst für Konflikte genutzt werden. Im letzten Artikel dazu ist ja auch die Möglichkeit der Mediation gefallen. In der Sache sollte es jedem einzelnen immer erst mal wichtig sind, FÜR das Projekt einen Konsens zu finden. Beleidigt einen rauszuhauen, gerade heutzutage wo man jede Kleinigkeit ins Internet trägt und hofft, ein Shitstorm möge heraufziehen und das Problem für mich lösen, ist kindisch. Auch wenn es mehrere Verfehlungen und "dumme Fehler" gegeben haben mag, so hat man sich doch trotzdem zusammengefunden für ein Projekt. Wenn es ist tatsächlich so wäre, dass Philip Müller die Zügel alle in der Hand hält und nicht abgeben will, dann muss man aber auch sagen, dass dies über die Jahre einfach immer nur geduldet worden ist, aber nie an einer Lösung gearbeitet wurde. Sowas schaukelt sich immer auf. Aber das ist jetzt auch nur eine Mutmaßung von mir, ich kenne keinen der Involvierten in dieser Sache. Für mich ist halt nach wie vor auch bemerkenswert, dass Roman Gilg als CTO sich auf die Community-Seite stellt und so Philip Müller scheinbar von allen stehen gelassen wird. Da ist schon etwas im Busch, was mit Manjaro und den paar TLS-Zertifikaten und anderen "Fails" nicht wirklich was zu tun hat. Fühlt sich für mich so an.

Onimusha
Geschrieben von Onimusha am 19. März 2026 um 23:22

Hi, also ich war auch laaange zeit von Manjaro begeistert, allerdings seit ich im letzten Jahr feststellen musste das plötzlich keine updates mer kamen für die 25er version war ich stuzig. Wie auch immer, da man erst mal davon ausgeht das sich da vielleicht einiges im Hintergrund tut und es evtl Dann auch eine neue Version geben wird wartet man erst mal will ja nicht gleich das ganze System neu machen. Allerdings als dann plötzlich monatelang nichts passierte und man auch im Forum nichts dazu Lesen konnte wurde ich ein wenig Misstrauisch. Dann kam ja wie erwartet doch ne Neue version die 26 und ja dann war man erst mal besänftigt. So nun kommt aber das große "ABER", jetzt streiten die sich schonn wieder und es kommen schon wieder keine updates mehr. Was mich letztendlich jetzt ganz zu Arch getrieben hat. Wenn das auch gleich heißt das ich wohl bei einige liebgewonnene anwendungen abstiche machen muss, bsw. VMware ...
Naja kann ich notfalls mit leben gibt ja noch ander Hypervisor. Aber es zeigt deutlich meiner Ansicht nach das man so einem Projekt kein neues vertrauen mehr entgegen bringen sollte. Zwei mal die nutzer wegen interner streitigkeiten auf ungewarteten system sitzen zu lassen, ist ein absolutes NOGO für einen Distributor. Von daher kann ich nur jedem anraten sich schnellstens nach einer Alternative umzusehen.

Michael
Geschrieben von Michael am 20. März 2026 um 19:37

Als langjähriger (und zufriedener) Manjaronutzer hat mich der sehr ausgewogene, weise Beitrag sehr gefreut. Danke Ralf!

Christoph
Geschrieben von Christoph am 21. März 2026 um 16:58

Ich verwende selbst Manjaro und vorher hatte ich Ubuntu in Gebrauch. Ich glaube, die Lektion, die es hier zu lernen gibt, ist die: Wenn es keine absolut wichtigen Gründe gibt, dann die: nicht eine abgeleitete Distribution verwenden, sondern das Original (also Arch Linux, bzw. Debian), vor allem dann, wenn das Original eine nicht-kommerzielle, sondern community-driven Distribution ist UND die abgeleitete Distro von einer Firma betrieben wird. Dann hat man bei eventueller Mitarbeit auch nicht das Dilemma, dass man nicht recht weiß, ob man jetzt die Firma oder das Communityprojekt unterstützt und inwieweit wiederum die kommerzielle Firma das freie Projekt, auf dem sie aufbaut, unterstützt. Das war schon bei Ubuntu ein Problem und wiederholt sich bei Manjaro letztlich im Kleinen. Das ist nichts Persönliches gegen die Firmeninhaber. Es ist einfach ein strukturelles Problem.