Ich mag Nextcloud und nutze sie schon seit der Zeit, als Frank Karlitschek damals ownCloud verlassen und mit Nextcloud einen eigenen Fork gestartet hat. Was ich an Nextcloud mag, ist schlichtweg, wie flexibel sich das Ganze mit Apps erweitern und an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.
In den frühen Zeiten von ownCloud gab es sogar direkt die Möglichkeit, Dateien über eine URL aus dem Internet in die eigene Cloud zu laden. Diese Funktion wurde eines Tages entfernt. Danach kamen Apps auf, die genau diese Lücke wieder geschlossen haben.
NCDownloader war für mich lange die Lösung
Eine davon war NCDownloader. Damit konnte man nicht nur normale Dateien über eine URL herunterladen, sondern beispielsweise auch YouTube-Videos oder Torrents direkt in die eigene Nextcloud laden. Ich habe die App lange und gerne genutzt.
Das Problem: NCDownloader wurde nicht mehr weiterentwickelt. Das letzte Release im offiziellen Nextcloud App Store ist inzwischen über ein Jahr alt und offiziell nur bis Nextcloud 31 freigegeben. Einen für mich wirklich passenden Ersatz hatte ich bisher nicht gefunden.
Also habe ich selbst einen Fork gebaut
Also habe ich mich mithilfe von ChatGPT selbst an einen Fork gewagt. Und siehe da: Heute habe ich das Ganze tatsächlich so weit bekommen, dass MediaFetch im Nextcloud App Store veröffentlicht werden konnte.
Es gibt zwar bereits einen anderen Fork namens Vapor, der NCDownloader unter anderem für neuere Nextcloud-Versionen kompatibel gemacht hat. Bei mir gab es damit allerdings noch einige Punkte und Fehler in der Oberfläche, die mich gestört haben. Also habe ich es selbst gemacht.
Was ich bei MediaFetch geändert habe
Mit MediaFetch habe ich meinen eigenen Fork erstellt und diesen nach und nach so angepasst und erweitert, wie ich mir die App selbst vorgestellt habe. Mir war unter anderem wichtig, dass die Oberfläche vernünftig funktioniert und sich sowohl am Desktop als auch auf dem Smartphone gut benutzen lässt.
Gerade auf dem Smartphone fand ich die Bedienung bisher eher hakelig. Und wenn ich solch eine App schon selbst anpasse, dann soll sie am Ende auch so funktionieren, dass ich sie im Alltag wirklich gerne nutze. Kann natürlich variieren, je nachdem, was ihr mit eurer Nextcloud macht. Für mich war aber genau das der Punkt, an dem ich keine Lust mehr hatte, immer wieder nach einem anderen Downloader zu suchen.
Jetzt gibt es mit MediaFetch eben meine eigene Variante. Und dass die App seit heute tatsächlich im offiziellen Nextcloud App Store gelistet ist, freut mich schon ein wenig. 🙂 Aktuell habe ich noch was in der Pipeline für die Musikverwaltung mit MusicBrainz usw.
Quellen
- Nextcloud launches as an independent company – Nextcloud
- NCDownloader – GitHub
- NCDownloader im Nextcloud App Store – Nextcloud App Store
- Vapor im Nextcloud App Store – Nextcloud App Store
- mediaFetch - nextcloud Store
- mediaFetch - Github

Eh? warum? Du fügst einfach /download hinter einen Freigabelink ein und hast das gleiche?
ah... aus dem Internet in die Cloud... Guten Morgen... ;-)
Es gibt nun also NCDownloader Vapor und MediaFetch. Weshalb hast du dich nicht direkt bei NCDownload oder Vapor eingebracht?
Bringe mich aktuell bei Vapor ein. Ncdownloader ist Geschichte.