Seitdem ich etwas besser programmieren kann, auch mit KI‑Unterstützung, wenn ich nicht weiter weiß, habe ich die ein oder andere App realisiert für Nextcloud. Beispiele wären Mediafetch oder Musiccurator. (Da gibt es bald ein Update.) Aber darum geht es in diesem Artikel nicht.
Vor ca. 2 Monaten habe ich die App „files_zip“ geforkt und diese interne App für Nextcloud für den Privatgebrauch erweitert. Ursprünglich kann die Anwendung Dateien nur im ZIP‑Format packen und entpacken.
Ich selber habe es schon mehrfach erlebt, dass ich eine Tar/Tar.gz‑ oder auch 7z‑Datei in der Cloud hatte und die entpacken wollte. Bisher musste die erst auf den Rechner geladen werden und dann entpackt werden. Das wollte ich vermeiden, zumal jeder Server alle Archivformate unterstützt. Wieso nicht auch die Nextcloud?!
Also hab ich die App geforkt und nun kann diese eben jene gewünschten Formate, packen und entpacken. Den Wunsch gibt es bereits seit längerer Zeit als Feature-Request von anderen Nutzern. Diese stammen allerdings schon aus 2025 sowie aus 2024. Beide Requests offen und unbeantwortet. Mein PR #491 ist auch noch offen.
Hier würde mich freuen, wenn jemand von Nextcloud vielleicht einen Gedankengang beisteuern könnte, wieso es da keine Weiterentwicklung gibt. Vielleicht liest ja hier jemand aus dem Team mit.
Aber zurück zum Fork: habe einen Screenshot erstellt in meiner eigenen Cloud und das zeigt die aktuellen Möglichkeiten. Neben den verschiedenen Formaten ist auch das Splitten der Dateien in verschiedene Teile mit definierter Größe möglich, wie z.B: testarchiv.zip.001, testarchiv.zip.002 usw..
Mögliche Gründe, dass dort in dem Repository nichts mehr passiert ist, sind, dass es immer ein Sicherheitsrisiko ist, wenn man unbekannte Dateien auf einem laufenden System entpackt. Aber das ist nur eine Vermutung. Allerdings könnten ja auch die jeweiligen Nextcloud-Admins größerer Instanzen entscheiden, ob die App erlaubt ist, oder eben nicht.
Jedoch steht die Frage im Raum: Soll ich noch weiter warten, bis irgendwann der PR gemergt wird, oder daraus eine eigene „App“ erstellen? Was meint ihr?
Beitragsbild von Kelsy Gagnebin auf Unsplash
