OpenOlat in Version 16 erschienen

Di, 14. September 2021, Daniel Schär

Lernplattformen oder Learning Management Systeme (LMS) sind heute in aller Munde, nicht nur in tertiären Bildungseinrichtungen. Zunehmend wird dort auf Digitale Souveränität geachtet, also auf selbstbestimmte Kontrolle, Nutzung und Schutz der digitalen Medien und Daten sowie auf lokale Unternehmen, die professionellen Support anbieten können.

Was liegt da näher als ein Swiss-Made-LMS in Betracht zu ziehen? Kürzlich erschien die Version 16 von OpenOlat, ein umfassendes LMS, das hauptsächlich von der Firma frentix entwickelt wird. Seit der Version 15.5 sind über 100 Bugfixes und über 90 Funktionen dazu gekommen, u.a: 

  • neue Gestaltungsmöglichkeiten des Kurses und in der Kursvorschau
  • flexiblere Filtermöglichkeiten bei Tabellen 
  • einen Kopie-Wizard für Lernpfadkurse 
  • überarbeitete die Anzeige von Testlaufzeiten (bei eAssessment) 
  • erweiterte QTI Fragetypen
  • Fortschrittsbestimmung für das Anschauen von Videos
  • Individuelle Farben für Kalendereinträge
  • neue Funktionen für die BigBlueButton-Integration wie z.B. die Übernahme der OpenOlat Profilbilder für Personalisierung 
  • Zahlreiche Erweiterungen für einzelne Kursbausteine

OpenOlat verfügt über eine Vielzahl von Kursbausteinen, wie: Ordner (Dateien zum Download), Podcast (eigene Audio- und Videodateien oder externe Podcast-Episoden), Blog (Text, Bild oder Video), Video (selbst erstellte Videos oder via URL importierte Videos), Video Livestream, Opencast (Aufzeichnungen von anderen Lehrveranstaltungen), card2brain  (ermöglicht das Lernen mit Lernkarten) oder auch Edubase (e-books).

Das LMS OLAT ist in Java geschrieben, entwickelte sich ab 1999 an der Universität Zürich, wurde kurz später als Open Source veröffentlicht und bei einer Vielzahl von Hochschulen eingesetzt. Mittlerweile ist die Oberfläche in über 15 Sprachen übersetzt. Seit 2010 ist die Firma frentix für die Weiterentwicklung der auf OLAT aufbauenden Software OpenOlat verantwortlich. Ursprünglich war OLAT auf den universitären Bereich ausgerichtet, wurde dann aber für sämtliche Bildungseinrichtungen angepasst. Interessierte können die Software mit einem Testzugang ausprobieren.

OpenOlat ist Open Source (unter der Apache Lizenz) und steht kostenlos zum Download zur Verfügung. Speziell ist, dass die Software hauptsächlich von der Firma frentix programmiert wird und es laut ihrer Webseite nicht eine Entwickler-Community gibt. 

Die Vorgängerversion OpenOlat 15 wurde vom einschlägigen "eLearning Journal" getestet und mit der Note „SEHR GUT“ bewertet. 

Quelle:

https://www.openolat.com/openolat-release-16-0/

https://www.openolat.com/open-source/