Phoenix ist fertig

Di, 6. Oktober 2020, Ralf Hersel

Wie wir im August berichteten, arbeitet die Anstalt des öffentlichen Rechts Dataport an einem webbasierten Open-Source-Arbeitsplatz für den öffentlichen Sektor. Das Projekt Phoenix ist nun einsatzbereit. Der Arbeitsplatz bietet die gängigen Funktionen für die tägliche Arbeit am Computer und gewährt der Verwaltung zugleich die volle Kontrolle über die verarbeiteten Daten. Dies und das dahinterstehende, breite Netzwerk an IT-Partnern sind Alleinstellungsmerkmale von Phoenix.

Der im Projekt Phoenix entwickelt IT-Arbeitsplatz basiert auf Open-Source-Software und bietet alle Grundfunktionen für Arbeit am Computer: E-Mail, Kalender, Kontakte, Textverarbeitung, Chat, Videokonferenzen und gleichzeitiges Zusammenarbeiten sowie das Speichern und Austauschen von Dokumenten. Er eignet sich für öffentliche Verwaltungen ebenso wie für Schulen, Universitäten, Kultureinrichtungen und alle anderen öffentlichen Bereiche. Zum Starttermin ist die Infrastruktur von Phoenix auf 100.000 Nutzerinnen und Nutzer ausgelegt. Die Zahl soll schrittweise erhöht werden.

Die dazugehörige Software wird von Dataport als öffentlich-rechtlichem IT-Dienstleister mit seinen Partnern in sicheren Rechenzentren betrieben. Auf diese Weise behält der Staat jederzeit die Kontrolle über die eigenen und ihm anvertrauten Daten der Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen. Das unterscheidet das Angebot aus dem Projekt Phoenix von proprietärer Software.

Phoenix ist Teil der Hybrid-Strategievon Dataport, um der Verwaltung jederzeit passende IT-Lösungen anzubieten. Dafür verhandelt Dataport einerseits mit Softwareanbietern am Markt und schafft andererseits Alternativen, wie dies mit dem webbasierten Open-Source-Arbeitsplatz nun geschehen ist.

Umsetzungspartner im Projekt Phoenix sind die Mitglieder eines breiten Netzwerkes an Unternehmen unter der Führung von Bechtle und dem fachlichen Lead von Univention, so das Ergebnis der entsprechenden Ausschreibung. Bechtle bringt als deutsches und europäisches Systemhaus seine Kompetenzen im Bereich der Digitalen Souveränität ein, der Bremer Open-Source-Spezialist Univention arbeitet unter anderem bei Architekturfragen und der Integration der einzelnen Anwendungen in Phoenix mit. Beteiligt sind darüber hinaus Fraunhofer Fokus sowie weitere Partner aus der Open-Source-Community, der Wirtschaft und der Verwaltung.

Quelle: https://www.dataport.de/nachricht/dataports-open-source-arbeitsplatz-phoenix-ist-einsatzbereit/