Private Inhalte verschleiern mit Obfuscate

Do, 15. Juli 2021, Ralf Hersel

Bilder oder Screenshots enthalten manchmal Informationen, die man der Öffentlichkeit nicht preisgeben möchte. Wer Blogartikel schreibt, Dokumentationen erstellt, oder Bilder hochlädt, möchte solche privaten Angaben entfernen. Das lässt sich auf vielfältige Weise in jeder Grafikanwendung erledigen. Oft lohnt es sich jedoch nicht das grosse Gimp zu starten, nur um eine Textpassage in einem Screenshot zu schwärzen. Das kleine Werkzeug Obfuscate widmet sich genau dieser Aufgabe.

Obfuscate befindet sich in der frühen Version 0.0.3 und das merkt man auch. Das Öffnen einer Bilddatei aus dem Dateimanager bzw. Drag&Drop eines Bildes in die Anwendung funktionieren noch nicht. Auch wird nach der Bearbeitung einer Datei nicht der Speichern-Dialog geöffnet.

Ansonsten ist das Werkzeug sehr einfach zu bedienen. Um ausgewählte Bereiche unlesbar zu machen, wählt man entweder die Blur-Funktion (Tropfen-Icon) oder die Schwärzen-Funktion (Rechteck-Icon) und zieht einen Rahmen um den Bildbereich. Eine Undo-/Redo-Funktion steht ebenfalls zur Verfügung. Danach muss das Bild manuell gespeichert werden. Ein Schliessen der Anwendung führt zum Verlust der Änderungen.

Obfuscate steht als Flatpak zur Installation bereit:

Quelle: https://flathub.org/apps/details/com.belmoussaoui.Obfuscate

linmob
Geschrieben von linmob am 16. Juli 2021

Ein schöner Nebeneffekt der neuen Version ist, dass diese jetzt auch vernünftig auf PinePhone und Librem 5 skaliert.

Bo
Geschrieben von Bo am 15. Juli 2021

Bin ja grundsätzlich ein Freund solch einfacher Tools. Allerdings würde ich in dem Fall einfach weiterhin bei Shutter bleiben. Das nutze ich sowieso für Screenshots und damit lassen sich auch schnell blurs auf sensible Bereiche in Bildern legen.

Joël Admin
Geschrieben von Joël am 15. Juli 2021

Danke für den tollen Artikel, dieses Tool muss ich mir auch mal anschauen.
Wenn ich Screenshots mache, dann benutze ich immer Flameshot, da kann man auch gleich Bereiche verpixeln.
https://gnulinux.ch/tipp-screenshot-mit-flameshot

Bo
Geschrieben von Bo am 15. Juli 2021

Genau das. In meinem Fall allerdings Shutter. Gefällt mir in der Nachbearbeitung besser als Flameshot.