Eigentlich müsste ich mich gar nicht aufregen, weil Flameshot (mit ein wenig Gebastel) auch unter Wayland funktioniert. Somit könnte man Flameshot als alleiniges Werkzeug verwenden, um Bildschirmaufnahmen zu erstellen und diese zu annotieren. Aber dann hätte ich nichts, worüber ich mich aufregen könnte.
Wie ihr im Titelbild seht, ist das Standardwerkzeug des GNOME-Desktops einfach gehalten, wie man es von GNOME-Anwendungen kennt. Man kann zwischen einer manuellen Auswahl (Druck), dem ganzen Bildschirm (Umschalttaste+Druck) und einzelnen Fenstern (Alt+Druck) wählen. Ausserdem gibt es eine Option, um den Mauszeiger mit in die Aufnahme einzubeziehen. So weit, so einfach.
Apropos Titelbild. Dieses musste ich mit der Handykamera aufnehmen, weil es nicht so einfach ist, einen Screenshot vom Screenshot-Werkzeug zu erstellen.
Der Aufreger lässt sich mit diesem bekanntenArchimedes-Zitat beschreiben: "Noli turbare circulos meos" (Störe meine Kreise nicht). Oder etwas salopper ausgedrückt: "Geh mir aus der Sonne". Vielleicht erkennt ihr im folgenden Bild das Problem:
Was macht man, wenn sich der aufzunehmende Bereich genau (oder teilweise) unter dem Dialog befindet? Wie ihr seht, sind die beiden Anfasser an der rechten Seite der Auswahlmaske nicht erreichbar. Ganz einfach, dann verschiebt man den Dialog. Doch das geht nicht. Somit bleibt einem nichts anderes übrig, als die Auswahlmaske in einen anderen Bereich zu verschieben, um sie dann auf die ungefähre Grösse zu bringen, um sie dann im Blindflug wieder auf die richtige Position zu schieben.
Dabei wäre die Lösung so einfach. Liesse sich der Dialog verschieben, oder würde er automatisch der Auswahlmaske aus dem Weg gehen, gäbe es das Problem nicht. Aber mich fragt ja keiner.
Auf GitLab.gnome.org gibt es bezüglich des Screenshot-Tools viele Issues und einige beziehen sich auf das oben genannte Problem. Doch eine Lösung scheint nicht in Sicht.
Titelbild: eigene Handyfotos
Quellen: im Text


Der Anfasser lässt sich auch bewegen, wenn er unterhalb des Dialogs zu liegen kommt. Man sieht ihn einfach nicht gleich gut. Aber wenn man den Anfasser bewegt, erscheint der Dialog transparent(er) und man sieht den Anfasser gut.
Tatsächlich. Geht aber nicht, wenn sich der Anfasser unter einer Schaltfläche des Dialogs befindet. Wer denkt sich so etwas aus?
Doch, hier (Ubuntu 25.10) geht es auch an den Icons - mit dem Original-Theme. Das Handling ist eigentlich problemlos.
Bin ich also nicht der Einzige mit diesem Problem ;) Unabhängig davon, ich mag die Einfachheit des Screenshot-Werkzeugs. Mit einer Erweiterung kann man damit sogar Screencasts aufnehmen – äußerst nützlich!
Es ist scheinbar nur eine Kleinigkeit die urplötzlich als Showstopper aufpoppt. Für mich jedoch ist das ein typischer Fehler aus der Kategorie "Der Entwickler / Erbauer hat es nie benutzt oder einmal selbst einsetzen müssen". Es gibt zahlreiche weitere gut dokumentierte Beispiele, wo manchmal sogar gut gemeinte aber unbenutzbare Lösungen umgesetzt worden sind, nicht nur im Bereich Software. Die Selbstbenutzung des eigenen Produkts ist immer von Vorteil, auch wenn es natürlich keine Erfolgsgarantie gibt: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Reichelt
Habe das Problem immer mit einem zweiten Bildschirm gelöst... sprich GNOME-Screenshot auf einem Bildschirm, das Fenster von dem ein Screenshot erstellt werden soll, auf dem anderen Bildschirm.
GNOME halt :-)
Auch Klipper (KDE) ist kaputt: wenn man einen Ausschnitt "fotografiert", der in der Nähe vom unteren Monitorrand endet, dann ist dieses Hover-Menü (Save, Save as ..., Copy, ...) außerhalb vom Bild. Da kann man dann gar nichts machen.
IMO kann man das nur lösen, indem man dieses Hover innerhalb vom Bild und verschiebbar macht.
Zumindest in Plasma 6.6.3 ist das nicht mehr der Fall. Bei mir "springt" das Menü immer schön aus dem Weg ;-)
Das Screenshot-Werkzeug von KDE Plasma heißt Spectacle und da gibt es dieses Problem nicht - zumindest nicht bei KDE Plasma 6.6, das habe ich gerade getestet: Die Speichern-Leiste verschiebt sich genug nach oben, dass man sowohl die Angriffspunkte als auch die Leiste selbst klickbar und erkennbar sind.
Ach ja, falscher Name für das Teil.
Plama 6.3.6 hier mit Debian stable.
Eben nochmal nachgestellt: ja, ist kaputt.
Allerdings vermutlich mit einer Einschränkung: Multi-TFT-Setup und der untere Bereich des Screenshot-Monitors ist höher als der untere Bereich eines anderen Monitors. Der Bug betrifft also vermutlich hauptsächlich extended desktop User auf Bildschirmen, die nicht "der unterste" sind.
Also aus meiner Erfahrung kommt der Bug eher daher, dass KDE in Debian leider mangelhaft gepflegt wird. Plasma 6.3.6 wird durch Upstream schon seit bald einem Jahr nicht mehr unterstützt.
Bugreport ist draußen: https://bugs.kde.org/show_bug.cgi?id=518083
Ich habe den Bug eben mal reported: https://bugs.kde.org/show_bug.cgi?id=518083
Ich weiß schon, warum ich kein GNOME mehr benutze. Und es wird mir immer klarer gemacht von den GNOME-Entwickler:innen. 😅 KDE ist einfach besser in jeglicher Hinsicht.
Das ist zwar etwas Offtopic, aber ich empfinde das ganz genauso wie du. Wenn ich die Wahl zwischen der "Schlichtheit" von GNOME und der "Featuritis" von KDE habe, dann doch lieber letzteres weil es zumindest ziemlich gut sortiert und aufgeräumt wirkt. Außerdem weil alle Dinge einfach OOTB vorhanden sind, funktionieren und als ganzes gepflegt werden. Bei GNOME ist das nicht der Fall. Man kann sich zwar viele Funktionalität(en) durch Extensionen nachrüsten, doch nur wenige Zeit später läuft man immer Gefahr das diese zunächst nicht unter neueren GNOME Versionen laufen (weil GNOME Entwickler - mal wieder - etwas geändert haben) und / oder wenn der alleinige Entwickler sie nicht mehr pflegt dann steht man relativ dumm da.
Für Newbies und Leute die einfach nur arbeiten wollen, für Menschen die keine großartigen Ansprüche an individuelle Anpassung(en) und Konfiguration(en) haben mag GNOME trotzdem durchaus akzeptabel sein.
Ich würde sagen das ist Geschmackssache. Empfehlen würde ich eine DE eher weniger sondern, dass man selbst Probiert was einem gefällt, ist ja schliesslich der Vorteil mit Linux.
Die Frage wäre ausserdem was sind alle Dinge die vorhanden sein sollten? Aus meiner Sicht, hat Gnome die Basics an Board was ein normaler User braucht oder?
Das mit den Extension ist sicher ein Problem auch weil es von Usern gepflegt werden auch und zum Teil auch manchmal nicht mehr gepflegt werden. Ich nehme an das ist bei KDE gleich. Ist aber natürlich ärgerlich wenn es breaking changes gibt, ist nur die Frage ob dies nur bei einer Main Version passiert.
Ich präferiere auch lieber Gnome als KDE. KDE erinnert mich zu sehr an Windows denke ich und Gnome gefällt mir von der Usability mehr.
Gab es nicht mal eine Umfrage wie viel welche DE nutzen und Gnome war da recht führend? Nehme an dass es auch ein bisschen, daran liegt, dass Gnome z.B. in Ubuntu und Fedora default ist, wenn ich mich nicht täusche.
Naja, ein funktionierendes Bildschirmfoto-Werkzeug finde ich schon eher essentiell. Und wenn man sich in GNOME umschaut, dann merkt man immer wieder mangelnde Fähigkeiten, die sogar teilweise ein Xfce oder LXQt mitbringt. Bspw. Theming. Beim Batch-Umbenennen hat GNOME "nachgezogen", aber das ist Xfce meilenweit besser.
Bei KDE werden seltenst Brüche in der API vorgenommen. Ich hatte bisher ein Widget, das nach einem Update nicht mehr funktioniert hat.
Ja, Ubuntu und Fedora haben GNOME als Default. Aber schon Ubuntu wandelt GNOME massiv ab durch mindestens 3 selbst gepflegte Erweiterungen, weil Vanilla GNOME nicht ausreicht. Das ist für mich schon Signal genug, dass GNOME etwas fehlt.
Darum steht Dir auch frei GNOME schlicht nicht zu nutzen. Deswegen muss GNOME an sich nicht schlecht sein. Die Entscheidung für KDE etc. entspricht folglich einfach Deinen Präferenzen (ist ja auch das Schöne die Wahlfreiheit zu haben). Daher gibt es hier schlicht kein "besser" oder "schlechter" was allgemein gültig wäre. Ich selbst gehöre bspw. zu den Fedora-Nutzern ohne installierte Erweiterungen und bin zufrieden.
Hallo zusammen,
ich nutze das Tool sehr regelmäßig und dieses Phänomen hatte ich noch nicht. Vielleicht bin ich vom Scrollverhalten her jemand, der seine Inhalte eher oben hält - klingt komisch, meine ich aber so. Das macht aber das Problem nicht weniger wichtig. Wie wird denn auf die Issues auf github reagiert? Mit "Brauchen wir nicht, funktioniert ja" oder gar nicht oder ganz anders?
Ich habe in GitLab (Link steht im Artikel) drei Issues gefunden, die sich auf dieses Problem beziehen. Es gibt keine zielführenden Reaktionen darauf.
Ich bin letztens von GNOME zu KDE gewechselt. Ach ist das herrlich. Er kommt mit Multi-Monitor-Setups zurecht! Unter GNOME nutze ich immer Flameshot und es war ein Graus! Teilweise war in der Vorschau die Hälfte des Monitors nicht sichtbar. Wie soll ich so die richtige Auswahl ziehen? Unter KDE kein Problem mehr. Das was ich sehe, sind die Bildschirme. Einfach Auswahl ziehen. Fertig!
Diesen Schritt raus aus der Zwangsjacke habe ich auch gerade vollzogen.