Vorgestellt: RecApp Screen Recorder

Mo, 13. Juli 2020, Ralf Hersel

Es gibt einige Werkzeuge um Videoaufnahmen des Desktops zu erstellen. Zu den Bekanntesten gehören der SimpleScreenRecorder der Kazam ScreenCaster oder das OBS Studio für weitergehende Ansprüche. Nicht zu vergessen der (gut versteckte und extrem eingeschränkte) GNOME eigene Screen Recorder, den man mit der Tastenkombination Alt+Ctrl+Shift+R starten bzw. stoppen kann. Die Tools unterscheiden sich wesentlich in ihrem Funktionsumfang und in der Benutzerfreundlichkeit. Wer gelegentlich ohne grossen Aufwand einen Screencast erstellen möchte, ist mit den meisten Werkzeugen überfordert bzw. kann sich nicht mehr daran erinnern, welche Einstellung denn was bedeutet. Auf der anderen Seite ist die eingebaute Funktion der GNOME-Shell zu primitiv (kein Audio, max. 30 Sekunden Videoaufnahme). Einen guten Mittelweg findet die Anwendung RecApp, die als Flatpak in Version 1.1.0 zum Ausprobieren bereit steht.

Die Anwendung basiert auf GTK und verwendet die GStreamer-Module statt der üblichen FFmpeg Bibliothek. Die Einstellmöglichkeiten beschränken sich auf das Wesentliche, was der Benutzerfreundlichkeit sehr entgegenkommt:

  • Bildwiederholrate
  • Aufnahmeverzögerung
  • Wahl des Aufnahmebereichs
  • Umschalten zwischen hoher und stärker komprimierter Qualität
  • Aufnahme der Audioausgaben von Anwendungen
  • Aufnahme des Maus-Zeigers
  • Zielverzeichnis für die Videoaufnahme
  • Unterstützt werden die Formate mp4, webm und mkv

Alle Einstellung sind über das Hauptfenster der Anwendung möglich, wodurch ein Suchen in Untermenüs oder Unterfenstern entfällt. RecApp empfiehlt sich für alle, die einen einfachen Screen Recorder suchen, der dennoch die wesentlichen Einstellungen und Funktionen bietet.

Quellen:

https://github.com/amikha1lov/RecApp

https://flathub.org/apps/details/com.github.amikha1lov.RecApp