Xayn sucht nach Tinder Art

Di, 16. Februar 2021, Ralf Hersel

Da die Suche mit Google personalisiert ist, führt der gleiche Suchbegriff bei verschiedenen Personen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Dafür zahlen die Anwender mit ihren privaten Daten. Die Suchmaschine Xayn möchte das ändern, indem eine föderierte KI zu passenderen Suchergebnissen führen soll.

Das Berliner Start-up verwendet dazu ein föderiertes Maschine-Learning. Die KI wertet auf dem Smartphone das Verhalten der Anwenderin aus, um später bessere Suchergebnisse anzubieten. Diese Modelle werden verschlüsselt und an einen Server übertragen. Aus den Modellen der einzelnen Anwender wird ein globales KI-Modell generiert, welches wieder auf die Smartphones zurückgespielt wird. Die Technik basiert auf dem Xaynet Open-Source Projekt, das Apache 2.0 lizenziert ist.

Bisher gibt es die Such-App für Android und iOS in den jeweiligen Stores. Nach dem Starten der App werden Nachrichten auf dem Homescreen präsentiert. Mit dem Lupen-Symbol gelangt man zur eigentlichen Suchfunktion. Nun kommt das Tinder-Prinzip ins Spiel: Informationen, die einen interessieren, wischt man nach links; bei Desinteresse wischt man nach rechts. Mit diesen Informationen wird die KI gefüttert, um im Laufe der Zeit treffendere Ergebnisse für die jeweilige Benutzerin anzuzeigen, ohne deren Privatsphäre zu gefährden.

Quelle: https://www.xayn.com/how-it-works