AppImage Manager

  Ralf Hersel   Lesezeit: 3 Minuten Auf Mastodon ansehen

Diese GNOME-Extension ist ein einfaches Werkzeug, um AppImages in den Desktop zu integrieren.

appimage manager

Wer viele Artikel schreibt, so wie ich, probiert auch viele Anwendungen aus, um sie der Community zu zeigen. Dabei sind mir entweder native Pakete oder Flatpaks am liebsten. Doch manchmal gibt es Anwendungen nur in anderen Formaten: DEB, RPM, aus dem AUR oder als AppImage. So auch bei einem Programm, über das ich in Kürze einen Artikel schreiben möchte. Leider gibt es das Ding nur als RPM-Paket und als AppImage.

Kein Problem, dachte ich mir, du kennst doch einige Paketmanager für AppImages (falls man diese so nennen darf). Spontan fielen mir Arronax und AppImage Launcher ein. Selbstverständlich habe ich auch in unserem Archiv gesucht. Tja, Arronax von Florian Diesch, ist eher ein Hilfswerkzeug, um Starter (desktop-Dateien) zu erstellen und zu bearbeiten.

Die letzte Version stammt aus dem Jahr 2021. Das ist nicht schlimm, aber das Werkzeug ist nicht das, was ich für die Integration von AppImages suche.

Da gibt es noch den AppImage Launcher, der etwas moderner ist und speziell für dieses Paketformat gemacht wurde. Damit integrieren sich AppImages mit einem Klick in deinen Anwendungsstarter und es hilft beim Verwalten, Aktualisieren und Entfernen der Pakete. Die letzte Version ist ein Jahr alt und wird als DEB, RPM und (haha) AppImage angeboten.

Das hört sich doch gut an. In einem uralten Artikel habe ich den AppImage Launcher behandelt. Nun habe ich die Lite-Version installiert, bzw. habe ich versucht, sie zu installieren. Das ist mir nicht gelungen, worauf ich jetzt nicht näher eingehen möchte. An Software, die schon bei der Installation fummelig ist, verliere ich schnell die Lust.

Nach einer weiteren Suche, habe ich die GNOME-Extension AppImage Manager entdeckt. Na ja, "Manager" ist ein wenig übertrieben. Dieses Werkzeug kann das:

  • Überwacht ein konfigurierbares Verzeichnis (Standard: ~/Applications) auf AppImage-Dateien.
  • Erstellt automatisch .desktop-Startdateien für hinzugefügte AppImages.
  • Entfernt .desktop-Startdateien, wenn AppImages entfernt werden.
  • Stellt sicher, dass AppImage-Dateien ausführbar sind.
  • Extrahiert grundlegende Metadaten aus AppImages für Details zum Startprogramm.

Die Optionen sind minimal:

Man kann ein Verzeichnis angeben, das auf AppImages überwacht wird. Die Standardeinstellung (~/Applications) halte ich für suboptimal. Daher habe ich mich für das Verzeichnis ~/.AppImages entschieden. Zum einen, ist es versteckt und stört damit nicht die normale Verzeichnisliste im Dateimanager, und zum anderen sagt der Name, was dort liegt. Was die zweite Option (Deep Icon Search) macht, könnt ihr selbst im Screenshot lesen.

Wie funktioniert das? Falls ihr ein AppImages verwenden möchtet (warum auch immer), speichert ihr es im überwachten Verzeichnis ab. Fertig, das war es. Der AppImage Manager findet die neue Anwendung (was einen Moment dauern kann), erstellt eine Desktop-Datei und fischt ein passendes Icon für den Starter aus dem AppImage.

Selbstredend funktioniert das nur auf dem GNOME-Desktop. Dass Extensions nicht das Gelbe vom Ei sind, wissen wir. Wer weiss, ob diese Erweiterung mit GNOME 51 ff. noch laufen wird? Die bessere Lösung ist, wenn der Paketmanager eurer Distro auch mit AppImages umgehen kann. Doch das können die Wenigsten. Mir fallen spontan nur bauh und Shelly ein.

Titelbild: https://appimage.org/ (modifiziert)

Quellen: im Text

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AppImage, AppImage-Manager

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