Cool Retro Term bringt Retro-Feeling auf den Flachbildschirm

Mi, 30. Juni 2021, Niklas

Das Open-Source-Projekt Cool Retro Term kann viele Terminals verschiedener beliebter Computer aus dem letzten Jahrtausend imitieren, darunter zum Beispiel alte Computer von IBM und Apple. Die Designs sind aufwändig gestaltet und erinnern direkt an die guten alten Zeiten.

Es sind viele Effekte eingebaut, die auf solch alten Bildschirmen üblich waren und das Ganze realistischer wirken lassen, wie Flackern, Scanlinien, eingebrannte Bilder und ab und zu wird etwas in seitlicher Richtung verzerrt. Dazu bringt Cool Retro Term für jeden Computer eine original Schriftart mit.

Es hat umfangreiche Einstellungen, mit denen man sich auch einfach sein eigenes Wunschterminal bauen kann, wenn die grosse Auswahl an Vorlagen nicht reicht. Hier kann man jeden Effekt einzeln aktivieren und deaktivieren, sowie seine Stärke einstellen. Die Farbe sowie das Raster (Pixel, Scanlinien oder normal) lässt sich hier ebenfalls bestimmen.

Bei den Extrafunktionen, die man von modernen Linux Terminals kennt, ist Cool Retro Term allerdings ziemlich eingeschränkt, so unterstützt es beispielsweise keine Tabs. Es geht hier mehr um das Retro Feeling und weniger um das produktive Arbeiten. Trotzdem ist auch letzteres möglich, man bekommt auch mit Cool Retro Term ein voll funktionsfähiges Terminal.

Cool Retro Term ist in QML geschrieben und basiert auf dem Qt Framework. Es nutzt das QMLTermWidget zur Darstellung des Terminals. QMLTermWidget ist ein QML-Port von QTermWidget, das auch in Konsole vom KDE Projekt eingesetzt wird. Das Projekt kann wahlweise mit GPL 2.0 oder GPL 3.0 Lizenz verwendet werden.

Das Paket cool-retro-term ist in vielen Linux Distributionen und bei FreeBSD in den offiziellen Repositorys verfügbar und kann einfach mit dem gewohnten Paketmanager installiert werden. Auf macOS kann es aus Homebrew installiert werden. Wenn es nicht im Repository verfügbar ist, kann es auch aus dem Quellcode selbst kompiliert werden.

Quellen: