Zum Wochenende: Der optimale Desktop

  Ralf Hersel   Lesezeit: 8 Minuten  🗪 26 Kommentare

Jeder hat andere Vorstellungen von einem optimalen Desktop. Dennoch gibt es ein paar Annahmen, die allgemeingültig sein könnten. Der Artikel versucht diese zu beschreiben.

zum wochenende: der optimale desktop

Den optimalen Desktop gibt es nicht; zumindest nicht aus einer objektiven Perspektive. Jeder hat seine Präferenzen, wenn es um das allgemeine Erscheinungsbild, das Layout und die Bedienung geht. Manchmal ist man in seinem Muscle-Brain gefangen, wodurch sich neue Ideen nur langsam aneignen lassen, falls das Bedürfnis dafür überhaupt besteht.

Trotzdem versuche ich in diesem Artikel den optimalen Desktop zu beschreiben. Dabei wähle ich Kriterien, von denen ich meine, dass eine Mehrheit der Anwender:innen diesen zustimmen kann.

Augenschmauss

Im Jahr 2024 darf eine Desktop-Umgebung (DE) schön und modern aussehen. Zwar gibt es Personen, die auf ein Retro-Design stehen, doch dabei handelt es sich um eine Minderheit, die hier nicht berücksichtigt werden soll. Schön und modern sind DEs wie GNOME, KDE-Plasma, Cinnamon, Budgie, ... Was für meinen Geschmack nicht dazu gehört, sind Xfce, LXDE, LXQt und die Tiling Desktops. Versteht mich nicht falsch, das sind sinnvolle DEs, die ihre Berechtigung und viele Anhänger in der Nische haben. Vom Erscheinungsbild wirken sie, wie aus der Zeit gefallen.

Desktop-Raum

Wer glückliche Besitzerin eines 34 Zoll Widescreens ist, schert sich wohl nicht um den Platz auf dem Bildschirm. Ich meine, dass man nie genügend Platz für die Inhalte haben kann. Platzräuber sind Panels, Docks, Menüs, Applets und alles, was bei der Arbeit an einer Sache nicht zwingend benötigt wird. (Im nächsten Absatz werde ich diese Meinung relativieren). Fast alle DEs haben das verstanden und reduzieren ihre Zusatzinformationen auf ein Panel. Ob das oben, unten, rechts oder links angeordnet ist, spielt keine Rolle und ist bestenfalls einstellbar. Wobei das Panel am linken oder rechten Rand weniger Bildschirm-Raum frisst als eines, welches oben oder unten angeordnet ist. Ich kenne nur eine Distribution, die beim Standard-Desktop mehr Raum einnimmt: Ubuntu. Dort büsst man oben und links Platz ein.

Wichtiges im Blick

Folgt man meiner Argumentation aus dem vorherigen Kapitel, wäre ein leerer Desktop der bessere Desktop. Kein Panel, kein SysTray, kein Menü, einfach gar nichts. Bestimmt gibt es einen Desktop, der es so macht, mir fällt im Moment keiner ein. Das Motto "weniger ist mehr" gilt jedoch beim DE nicht. Es gibt Dinge, die man immer sehen möchte, bzw. auf die man schnell zugreifen möchte. Und das sind:

  • Datum und Uhrzeit
  • App-Starter
  • App-Indikatoren (was läuft und wie viele Instanzen davon?)
  • SysTray-Icons (z. B.: Sync-Status, Monitoring, Netzwerk-Status, Lautstärke-Status, Ladezustand des Akkus)
  • System-Aktionen (z. B.: Ausschalten, Abmelden, Neustart, System-Einstellungen)

Bei den SysTray-Icons bin ich mir nicht so sicher. Da gibt es bestimmt einige, die man nicht permanent sehen muss, wie z. B. Nachtmodus, Netzwerkverbindung, Paketmanager, Social Media Icons. Andererseits kann ein Panel mit nützlichen Informationen aufwarten, solange es genug Platz darin gibt. Der vorhandene Platz darf auch genutzt werden.

Menü oder Panel oder Dock?

Die Überschrift ist vielleicht falsch gewählt, lassen sich diese Elemente doch miteinander kombinieren, insbesondere mit einem Anwendungsmenü. Ein Panel (oder zwei; wir erinnern uns an GNOME 2) ist nach meiner Meinung unnötig, weil alle Anforderungen an ein Panel durch ein Dock ersetzt werden können. Für ein Panel ist typisch, dass Anwendungsstarter und laufende Instanzen von Anwendungen getrennt voneinander dargestellt werden. Das macht keinen Sinn. In einem Dock sind der Starter und die Instanzen in einem Icon zusammengefasst. In der Regel werden die Instanzen durch Symbole (Punkte, Striche) dargestellt. Meistens gibt es eine Vorschau auf die laufenden Fenster, wenn man mit der Maus über dem Starter schwebt.

Im Screenshot sieht man, wie Linux Mint mit dem Cinnamon Desktop die Aufgabe löst. Es gibt eine Dash, in der mehrere Instanzen durch Zahlen auf den Starter-Icons gezeigt werden. Ganz rechts sehen wir die SysTray-Icons und links gibt es ein Menü. Ausserdem wird eine Vorschau auf die laufenden Fenster einer Anwendung geboten. Andere Desktops, bzw. Erweiterungen, lösen das noch eleganter, indem die Instanz-Indikatoren die Anzahl angeben. Hier ein Beispiel der GNOME-Shell Erweiterung 'Dash-to-Panel':

Fast alle Desktops bieten ein Anwendungsmenü, welches in das Panel oder Dash integriert ist. Dadurch eröffnen sich zwei Möglichkeiten, um Anwendungen zu starten, entweder über das Menü, oder über die Favoriten in der Dash. Das Menü bietet darüber hinaus den Vorteil einer Gesamtübersicht aller installierten Anwendungen. Beim GNOME-Desktop gibt es stattdessen das App-Grid. Doch dieses wird nur übersichtlich, wenn man die Anwendungen in Gruppen anordnet, was bei den meisten GNOME-Shell-Konfigurationen nicht der Fall ist.

Workflow

Mit der Unterscheidung der Arbeitsabläufe bin ich nie warm geworden. Offen gesagt, weiss ich nicht, was damit genau gemeint ist. Ich kann mir vorstellen, dass damit der Unterschied zwischen den Paradigmen Object/Action und Action/Object gemeint ist. Ersterer ist Datei-zentriert, der andere ist Anwendungs-zentriert. Manche denken zuerst an LibreOffice in dem sie einen Text schreiben möchten, andere denken zuerst an ein Dokument, dass sie mit einer Anwendung schreiben möchten. Dann fallen mir die Workspaces ein. Freizeit auf der einen Arbeitsoberfläche, Bürotätigkeiten auf einer anderen. Oder geht es um die Mauswege und die Klickanzahl, um eine Aufgabe zu erledigen? Ich weiss es nicht.

Die üblichen Desktops unterstützen mehrere Workflows. Selbstverständlich erhöht sich die Klickanzahl, wenn wesentliche Bedienschritte eine Extra-Aktion benötigen (hallo GNOME). Und dann wäre da noch die Geschwindigkeit, die für ein flüssiges Arbeiten wichtig ist. Ich habe den Eindruck, dass moderne Desktops immer langsamer werden. Jeden Anwendungsstart, der länger als 1 Sekunde dauert, halte ich für inakzeptabel.

Konfiguration

Bei den Einstellmöglichkeiten scheiden sich die Geister. Wer KDE-Plasma verwendet, erfreut sich an so vielen Optionen wie möglich. Nutzer:innen des GNOME-Desktops sind mit weniger Einstellmöglichkeiten zufrieden. Beiden gemeinsam ist, dass die Einstellungen in einer eigenen Anwendung zusammenfasst und sinnvoll angeordnet sind.

GNOME Settings

Bei den älteren, oder klassischen Desktops ist das nicht der Fall. Dort verteilen sich die Einstellungen über zig Einzelanwendungen, die meist unter einem Menüpunkt zusammengefasst sind. Im ersten Screenshot zu Xfce 4.18 sieht man es gut.

Paketverwaltung

Einen grossen Unterschied zwischen modernen und klassischen Benutzeroberflächen sieht man bei der Paketverwaltung. Damit meine ich nicht das zugrunde liegende Paketmanagement (apt, zypper, pacman, dnf) der Distribution, sondern die Benutzerschnittstelle.

Manjaro, GNOME, Pamac

Erschwerend kommt hinzu, dass die Paketverwaltung heute nicht nur mit den nativen Formaten der Distribution umgehen soll, sondern idealerweise auch neuere Containerformate wie Flatpak, Snap oder Appimage unterstützen kann.

Fazit

Ich wiederhole mich: Den optimalen Desktop gibt es nicht. Es gibt nur den subjektiv besten Desktop für jeden Einzelnen. Zu unterschiedlich sind die Vorstellungen und Bedürfnisse bezüglich der in diesem Artikel genannten Punkte: Aussehen, Raumnutzung, Übersichtlichkeit, Steuerung, Arbeitsablauf und Konfiguration. Wer sich nicht entscheiden kann, sollte verschiedene Desktops in einer virtuellen Maschine ausprobieren. Eine Hilfe gibt es beim Desktop-Chooser auf Knetfeder von Melanie Lerch und Daniel W. Schneider.

Sollte ich Kriterien vergessen haben, schreibt sie bitte in die Kommentare.

Tags

Desktop, optimal, Benutzerfreundlichkeit, Bedienung, benutzerfreundlich

Charly
Geschrieben von Charly am 20. Januar 2024 um 01:46

Ich bin oldschool und finde XFCE am besten. Aber laut deiner Aussage bin ich einer von wenigen Dinosauriern.

Ich brauche diese ganzen neu modernen und bunten Desktops nicht. Ich will einfach arbeiten mit meinem PC, und das kann ich ohne Ablenkung mit meinem XFCE.

Aber ich würde nie jemandem anderen seinen Desktop schlecht machen. Gott sei Dank hat man unter Linux die freie Wahl.

inhu
Geschrieben von inhu am 20. Januar 2024 um 08:08

ähnliches bei mir: xfce (auf debian/testing) seit der Version 4.4. Davor nutzte ich dwm über mehrere Versionen. Mich störte die 'Platzverschwendung' von Fensterrahmen, etc. Mitlerweile habe ich mich so daran gewöhnt, meine Shortcuts zu nutzen: die Maus wird wenig genutzt. Für andere richte ich Gnome3 ein, seltener Plasma, in VMs spiele ich mit diesen beiden 'großen' DMs rum...

OT: ganz lieben Dank für eure Artikel und Pods, die ich gerne höre!

GSe
Geschrieben von GSe am 22. Januar 2024 um 09:28

Ich hab früher sehr gerne den xfce genutzt und auf einen schwachen pc, finde ich xfce super. Bin aber nun zu cinnamon gewechselt, da er einige schöne tools in der oberfläche hat. Das drumherum ist mir egal 🤓😎

Stefan
Geschrieben von Stefan am 20. Januar 2024 um 07:09

Ich schließe mich an. Ich bin ebenfalls Oldschool und gehöre zur Minderheit, die einen XFCE-Desktop optisch wesentlich ansprechender findet als GNOME usw. Ich habe sämtliche DEs ausprobiert und bin immer wieder froh, das es XFCE gibt. Mit XFCE kann ich einfach am produktivsten Arbeiten. Gut das es unter Linux und FreeBSD so viel Auswahl gibt!

bert barten
Geschrieben von bert barten am 20. Januar 2024 um 12:42

Ich scliesse mich auch an. Oldschool mit einen XFCE-desktop ist fur mich genug. Hat alles was ich brauche. Ist sehr leicht fur meinen HP Probook 450 G1. Habe auch LXDE, Gnome und KDE Plasma probiert, aber komme jedes mal wieder zuruck zu XFCE. Jeder seine wahl, aber mit meine Sparky Linux XFCE desktop bin ich sehr zufrieden!!

FireWorx
Geschrieben von FireWorx am 20. Januar 2024 um 08:44

Sway / swaybar / Arch Editor: Helix / Goland / Godot Launcher: Tofi

Tatsächlich extrem schlank, und optimiert um so wenig die Mouse zu nutzen, wie möglich.

Uwe
Geschrieben von Uwe am 20. Januar 2024 um 09:42

Ich finde Cinnamon und LXDE unter Mint Debian/Debian vom Handling her, in meinen Augen unschlagbar, schnell und ist je nach Hardware im Einsatz. Eine wirkliche Neuheit in der Linuxwelt wäre das aus Star Trek bekannte LCARS. Vor allem für Touch-Screen Systeme.

Beispiel, LCARS Mediaplayer aber eben nur für Windows.

LCARS Hinzugefügt 12 Februar 2012 Aktualisiert 18 November 2023

Version 11.5 of the skin LCARS (wide screen 16:9; 1920x1080) for MP 1.7.x (or higher) with BasicHome Editor in GUI

The LCARS skin displays all information in the style of the LCARS GUI (Library Computer Access and Retrieval System) known from the TV series Star Trek - The Next Generation. ...

https://www.team-mediaportal.de/erweiterungen/16-9-widescreen/lcars

Text+30 Bilder

pur
Geschrieben von pur am 20. Januar 2024 um 09:56

xfce mit einem panel, reicht mir völlig

linux user since 25 years :)

kamome
Geschrieben von kamome am 20. Januar 2024 um 10:30

Dann würde ich mich vielleicht als „modern oldschool“ bezeichnen – Plasma macht keinen modernen Mist, den ich nicht mag, kann ich mir mir aber einrichten, wie ich mag … Aber der Desktop ist nicht so wichtig für mich, Hauptsache, kein GTK ;)

Ivan Il Terribile
Geschrieben von Ivan Il Terribile am 20. Januar 2024 um 11:20

Knetfeder Ergebnis: "Du bist ein Kandidat für LXDE: Ein schlanker und dafür doch relativ gut ausgestatteter Desktop, der im Prinzip wie klassische Windowsversionen funktioniert. Bei Lubuntu und Knoppix ist LXDE der Standarddesktop."

99 Punkte! 👍️ - Tatsächlich verwende ich überall Debian mit LXDE, und in einem Fall LXQt 😇️

LXDE ist im Auslieferungszustand ziemlich häßlich, was sich aber ändern läßt. Wahlweise plank noch dazu, und dann gibt es eigentlich nur noch wenige Schwachpunkte:

Für die Dateisuche verwende ich etwas mit fzf, anstatt der in pcmanfm eingebauten, aus mir unerfindlichen Gründen -keine Indices?!- bemerkenswert lahmarschigen Suche. Eine GUI Version meiner Lösung bräuchte ich halt. Einen zweiten Punkt hatte ich -glaube ich- noch, aber so wichtig kann der nicht gewesen sein.

Uwe
Geschrieben von Uwe am 21. Januar 2024 um 03:43

:-) LXDE ist wie guter Bushmills-Whisky 21, kompakt, ausgereift und sehr gut verträglich! Da weis man, was man bekommt. Qualität und keine Experimente.

Max Kaufmann
Geschrieben von Max Kaufmann am 22. Januar 2024 um 07:11

Ja, aber neulich hat bei mir lxappearance nicht mehr funktioniert. Tut es übrigens immer noch nicht. Erst Speicherzugriffsfehler dann hab ich es aus den Quellen gebaut, läuft aber funktioniert immer noch nicht wegen GTK.

Fritz
Geschrieben von Fritz am 20. Januar 2024 um 11:37

Nanu Ralf, sind wir mit den ...*innen durcheinander gekommen? Gendern hat doch so seine Tücken gell. "Wer glückliche Besitzerin eines 34 Zoll Widescreens ist,...."

Klaus
Geschrieben von Klaus am 20. Januar 2024 um 12:47

Wie lustig, dass sich hier gerade die XFCE Enthusiasten treffen. Bin auch so einer. Wenn's GNU/Linux.ch nicht schon gäbe, hätte ich fast vorgeschlagen, einen Club aufzumachen. Was DEs betrifft, ich kan mich mit Docks nicht anfreunden. Ich mag mein Panel. So schön übersichtlich. App Gruppierung ist bei mir immer abgeschaltet. Sobald ich merke, dass ich nicht mehr sicher weiß, wofür welche Instanz dient, wird es Zeit ein paar von ihnen zu schließen.

Knut
Geschrieben von Knut am 20. Januar 2024 um 14:00

Jahrelang Xfce benutzte, dann vor Monaten alles auf i3wm umgestellt. Tiling, ich will nichts anderes mehr. Es macht einfach riesen Spass damit zu arbeiten. Ist ein echtes Brett. DE wie Gnome etc. Ist mir alles viel zu vollgemüllt.

MaSchle
Geschrieben von MaSchle am 20. Januar 2024 um 17:22

Ich benutze Xfce 4.18 in classic mit elementary-xfce Icons und XFCE ClassicLooks thema. Die moderne Variante ist Tela-ubuntu Icons mit adweita Thema. die klassische Version kommt zu 100% an einen einheitlichen Desktop heran. Die moderne ausgabe auch noch zu neunzig Prozent wobei gimp da der Spielverderber ist. Probiert es aus . Thunar mit seiner Vorschau ist eh genial

Stefan
Geschrieben von Stefan am 20. Januar 2024 um 18:23

Als Fan von qtile und awesome gehöre ich einer Minderheit an. "Aus der Zeit gefallen" kann ich jetzt aber nicht nachvollziehen. Ich kann mit Tilingmanager wesentlich flotter arbeiten , als mit anderen DEs. Ich empfinde die anderen DE-Konzepte eher als Oldschool :)

Mutant77
Geschrieben von Mutant77 am 20. Januar 2024 um 20:02

Da das (auch) ein Meinungsartikel ist, ruft er dazu auf auch die eigene Meinung zu äußern. Ich kann mich hier den miesten Kommentatoren anschliessen. Ich nutze XFCE seit Gnome nicht mehr so schön ist :-)

Aber ich sehe die Probleme indirekt über GTK auch im XFCE Desktop immer häufiger (z.b. die Dateidialoge, wo man auch konsequent nützliche Details entfernt). Daher bin ich seit kurzen Tiling DEs am ausprobieren.

"Folgt man meiner Argumentation aus dem vorherigen Kapitel, wäre ein leerer Desktop der bessere Desktop. Kein Panel, kein SysTray, kein Menü, einfach gar nichts. Bestimmt gibt es einen Desktop, der es so macht, mir fällt im Moment keiner ein."

I3 (und vermutlich auch andere Tilingdesktops) macht das so. Ich nutze aber noch i3status aus Gewohnheit

Was viele Entwickler übersehen ist, das jede Nutzergruppe ihre speziellen Fähigkeiten hat. Die Maus ist anders als das Pad oder das Tablet, daher gibt es den optimalen Desktop vermutlich nicht. Aber man sollte jeder Nutzergruppe ihre Möglichkeit der Konfiguration lassen. (es ist z.b. nervig für Mausbenutzer, dass die "Fenstergriffe" immer kleiner wurden und Scrollbalken verschwinden), wenn man sie behalten möchte.

DF
Geschrieben von DF am 21. Januar 2024 um 01:02

Breche hier mal eine Lanze für Gnome. Ich fühle mich mit Gnome einfach am wohlsten und mein Laptop ist jetzt bestimmt auch schon 13-15 Jahre alt ...

Christopher
Geschrieben von Christopher am 21. Januar 2024 um 14:03

Ich möchte dich unterstützen und schließe mich mit GNOME (Debian Stable) an. Die ganze Familie nutzt Debian mit GNOME. Einen Rilling basierten kann und möchte ich meinen Kids und meiner Frau nicht zumuten. Davon abgesehen läuft alles wunderbar stabil und ist aus meiner Sicht nicht so verspielt wie manch anderer, aber das ist ja alles Geschmacks- und Ansichtssache. Gut so! Halt Meinungs Artikel. Ich habe viele Jahre XFCE4 genutzt und war sehr zufrieden. Ich kenne such KDE. Alles die, wo nicht Wayland unterstützten, werden es in Zukunft schwer haben.

Max Kaufmann
Geschrieben von Max Kaufmann am 21. Januar 2024 um 18:25

Ich nutze aktuell xfce weil leichtgewichtig auf einem Raspberry Pi. Ich werde wenn ich meinen ersten eigenen PC baue Arch Linux mit KDE installieren.

belfix
Geschrieben von belfix am 22. Januar 2024 um 09:14

XFCE haftet nach wie vor - völlig ungerechtfertigt - das "hässliche Entlein" unter den Linux-Desktops zu sein an. "Schuld" daran sind meiner Meinung nach - bis auf wenige Ausnahmen - die jeweiligen Distributionen. Diese übernehmen die ziemlich unansehnliche Grundkonfiguration und machen sich keinerlei Mühe, das zu ändern. Mit wenigen Handgriffen - sprich Themes, Icons usw. lässt sich XFCE ungemein aufpeppen. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind sehr vielseitig. Eine geniale Kombination aus XFCE und Openbox bietet Mabox Linux mit integrierter tint2-Leiste - flexibel, modern und individuell bis ins Detail konfigurierbar.

Thoys
Geschrieben von Thoys am 22. Januar 2024 um 13:06

Tja.... IMHO .... Unity

Zur damaligen zeit hattes einen modernen Look. Platz: Das Globale Menü oben hat super funktioniert und der Fensterwechsel von zwei (und mehreren) offenen Anwendungen (vollbild Auswahl) hatte eine Qualität, die heute keiner erreicht. Tolles Startmenü (Vollbild oder Fenster) und die Möglichkeit Menüs zu durchsuchen. Wenn man weiß, was man möchte, aber nicht mehr weiß, wo.

Der Ribbonstyle passt da nicht ganz rein, aber Usability war unübertroffen.

Schade, dass es nie so richtig weiterentwickelt wurde. Auch Ubuntu Unity scheitert (bei meinem Test) daran, dass Libreoffice und andere die globalen Menüs nicht mehr nutzen.

Daher, Gnome :-)

Christian Becker
Geschrieben von Christian Becker am 22. Januar 2024 um 20:48

XFCE 4.18+ (manche Teile sind 4.19, je nachdem, welche Version gerade in Portage vorliegt) auf meinem Hauptrechner. Sehe nicht, dass das irgendwie aus der Zeit gefallen sein soll. Viel ist ja auch dem Theme geschuldet. Da gibt es halt auch welche, die altbacken aussehen und solche, die moderner sind. Tiling Desktops hielt ich persönlich eher für eine neuere Entwicklung.

Lars
Geschrieben von Lars am 23. Januar 2024 um 13:56

Ich bin auch eher oldschool und habe XFCE am laufen. Nicht weil mir GNOME/KDE nicht gefallen, diese sind mir nur zu FAT. Zudem meinen viele dieser DEs das Rad neu erfinden zu müssen. Eigener Browser/E-Mail Client etc.

Mir würde die Uhrzeit reichen und ein Panel in dem per Text angezeigt wird, was gerade läuft.

Den Rest mache ich sowieso von einer Shell aus. Als Standard-Editor verwende ich den Emacs. Zum Entwickeln nutze ich IntelliJ-CE.

Chris
Geschrieben von Chris am 23. Januar 2024 um 16:12

oops dann bin ich ja auch nen dino, ich mag meinen xfce, auch wenn ich erst seit nem jahr bei *nix dabei bin. und so wie ich das lese sind das dann doch einige dinos, die nicht ausgestorben sind ;o)