Eine GNOME-Office-Suite?

  Ralf Hersel   Lesezeit: 3 Minuten  🗪 27 Kommentare Auf Mastodon ansehen

Office-Suiten bieten meist mehr, als für den alltäglichen Gebrauch benötigt wird. Das bietet die Chance für eine moderne Mittelklasse-Office-Suite für den GNOME-Desktop.

eine gnome-office-suite?

Das Ibuprofen-Chapter kann sich vielleicht noch an GNOME-Office aus den 2000er-Jahren erinnern. Das war keine eigentliche Office-Suite, sondern eine Sammlung dieser drei Anwendungen:

Interessanterweise werden die ersten beiden Anwendungen weiterhin gepflegt. Es gab nie einen Überbau oder gemeinsame Designkonzepte für diese Office-Teile. Man hat sie als GNOME-Office bezeichnet, um überhaupt etwas im Office-Bereich anbieten zu können.

Heute heissen die Office-Flaggschiffe unter Linux LibreOffice und ONLYOFFICE. Im KDE-Umfeld gibt es ausserdem die Calligra-Suite und im Nextcloud-Umfeld die Collabora-Office-Suite auch für den Desktop. Die proprietären Lösungen SoftMaker-Office und WPS-Office erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.

Nun könnte man meinen, dass dieses Angebot für Office-Bedürfnisse ausreichend ist. Das sehe ich nicht so, sondern verorte (bei der Textverarbeitung) eine Lücke zwischen Text- und Markdown-Editoren und den grossen Textverarbeitungsprogrammen. Für häufige Anwendungsfälle können die einfachen Editoren zu wenig und die grossen zu viel. Es fehlt die Mittelschicht, sozusagen der Volkswagen für Textbearbeitung. Für die Tabellenkalkulation und Präsentationen gibt es im einfachen Segment gar nichts, zumindest nicht in einer Office-Suite.

Linux-Anwender:innen sind bekanntlich erfinderisch und flexibel. Es gilt das Motto: "Unter Linux gibt es für alles eine Lösung". Das stimmt, wie ich aus langjähriger Erfahrung bestätigen kann. Diese Lösungen sind jedoch nicht immer das wünschenswerte Optimum. Vielmehr landet man häufig bei einem Sammelsurium von Einzellösungen, die sich hinsichtlich UI, UX und Funktionalität stark voneinander unterscheiden. Das muss nicht schlecht sein; man kann es auch als "für mich genau richtig" beschreiben.

Eine GNOME-Office-Suite?

Ich habe keine Umfrage im Zürcher Hauptbahnhof durchgeführt, um die Leute zu fragen, was sie von Office-Anwendungen erwarten. Dennoch kann ich mir den Bedarf für eine integrierte Mittelklasse-Suite für den GNOME-Desktop gut vorstellen. Eine moderne Office-Suite auf der Basis von Gtk4/libadwaita mit einem reduzierten Funktionsumfang und guter Integration könnte insbesondere Einsteiger:innen abholen. Wer braucht schon den Funktionsumfang von LibreOffice oder ONLYOFFICE? Weniger ist einfacher und oft auch mehr.

Mir ist nicht bekannt, dass die GNOME-Foundation eine eigene Office-Suite plant. Doch es gibt zumindest ein Projekt, welches in diese Richtung geht.

Auftritt Letters

Letters ist eine minimalistische Textverarbeitung in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Die aktuelle Version 0.2.0 kann man als Flatpak installieren, was ich getan habe. Hier bekommt ihr einen ersten Eindruck von Letters:

Die Anwendung ist noch ganz weit von einer Alltagstauglichkeit entfernt. Alle (ja alle) Formatierungsmöglichkeiten seht ihr im Screenshot. Nein, es gibt keine Fonts und keine Schriftgrössen. Es gibt keine Seiten, keine Nummerierung, keine Aufzählungen. Zum jetzigen Entwicklungsstand kann Letters weniger als jeder Markdown-Editor.

Standardmässig werden die Dokumente im odt-Format gespeichert. Dank der Verwendung von Pandoc, stehen weitere Speicherformate zur Verfügung, nämlich docx, rtf, md, txt, html und pdf. Auch das Drucken von Dokumenten und die Steuerung über Tastenkombinationen werden unterstützt.

Fazit

Ob es eine moderne Mittelklasse-Office-Suite für den GNOME-Desktop braucht, muss jede:r für sich selbst entscheiden. Ich kann mir eine solche gut vorstellen und würde sie einsetzen. Insbesondere wenn sich die Suite an den GNOME Human Interface Guidelines orientiert.

Wenn ich mir die Entwicklung von neuen GNOME-Anwendungen anschaue, dauert es meistens ewig, bis sie den täglichen Bedürfnissen gerecht werden. Meiner Meinung nach leiden die GNOME-Anwendungen unter dem selbst verordneten Minimalismus.

Wie seht ihr das? Ist eine einfache Office-Suite für den GNOME-Desktop wünschenswert?

Titelbild: https://www.gnome.org/img/circle-illu.svg

Quelle: https://itsfoss.com/gnome-office-revival/

Tags

Office-Suite, Office, Büro, Gnome, Letters

Robert
Geschrieben von Robert am 10. November 2025 um 10:06

Klingt gut, und ich könnte mir tatsächlich vorstellen es zu nutzen. Ist außerdem GPL-lizensiert, in Python entwickelt und auf Codeberg :) Mal sehen, wie es sich entwickelt!

Robert
Geschrieben von Robert am 10. November 2025 um 11:05

Ja, es gibt eine Lücke zwischen reinen Markdown- bzw. Texteditoren und vollwertigen Textverarbeitungen, doch die sind technisch und anwendungsbezogen im Laufe der Zeit entstanden und gewachsen. Dazwischen gibt es keinen echten Mittelweg. Wenn ich dich richtig verstehe willst du dabei keine Abstriche beim Funktionsumfang sondern nur ein anderen User Interface. Mit AbiWord hast du doch genau diese "Volkswagen"-Textverarbeitung, die du suchst. Warum muss deine Office-"LIGHT"-Suite unbedingt auf GNOME basieren?

Was meiner Meinung nach unter Linux viel eher fehlt ist ein freier, offener, portabler und zuverlässiger PDF-Editor der auch Signaturen und diverse Export-Formate unterstützt. Das könnte ein leichtgewichtiger WYSIWYG-Editor sein, wo GUI-Elemente nur dann eingeblendet werden wenn man sie wirklich braucht.

Einige Open Source Alternativen zum Schreiben von Texten, die vielleicht zum Teil deine Anforderungen erfüllen:

Eine Übersicht zu weiteren Open Source Alternativen: https://neoxion.net/texteditor-textwriter/

TextEditor.org unterteilt Editoren übrigens in folgende Klassen: https://texteditors.org/cgi-bin/wiki.pl?TextEditorFamilies Zur Textverarbeitungsfamilie gehören diese Programme: https://texteditors.org/cgi-bin/wiki.pl?WordProcessorFamily

Thoys
Geschrieben von Thoys am 10. November 2025 um 11:07

Das ist ein wirklich interessanter Gedanke.

Ich helfe vielen - meist älteren - Personen am Computer. Eine Suite, die das nötigste kann aber nicht zu komplex ist, dürfte in diesen Kreisen dazu führen, dass am Ende wegen des kleineren Funktionsumfanges mehr erreicht wird.

Wenn es zu komplex wird, dann sind sie überfordert.

Sehe ich das richtig, dass das letzte Release von Abiword vor einem Jahr war?

Schönen Gruß

Günter
Geschrieben von Günter am 10. November 2025 um 11:11

Oh ja, jederzeit. Ich arbeite zwar mit Libre Office, einfach weil es funktioniert und OS übergreifend einsetzbar ist, allerdings nutze ich in Writer und Calc höchstens 10% der verfügbaren Möglichkeiten. Ein abgespecktes Office mit den gängigsten Möglichkeiten würde ich sofort einsetzen. Mit Gnumeric habe ich schon ganz gute Erfahrungen gemacht, Abi-Word ist dagegen eine absolute Katastrophe hinsichtlich Stabilität, Formatierung und Einsatzmöglichkeiten. Hier müsste Gnome noch gewaltig nachbessern...

Markus
Geschrieben von Markus am 10. November 2025 um 12:40

Ich würde im privaten Umfeld eine abgespeckte Office-Suite sehr begrüßen. Die Einfachheit mancher Anwendungen hat mir erheblich geholfen, Linux in meinem familiären Umfeld schmackhaft zu machen. So ist z.B. Simple Scan eine Wohltat gegenüber anderen Scan-Anwendungen.

Im beruflichen Umfeld sieht das m.E. anders aus, hier braucht man dann doch eher Anwendungen mit größerem Leistungsumfang.

Stefan Draxlbauer
Geschrieben von Stefan Draxlbauer am 10. November 2025 um 13:37

Solange es mit libAdwaita erstellt wird, kann es mir gestorben bleiben. Ich habe kein GNOME und möchte es auch nicht nutzen. D.h. dieses "GNOME-Office" wäre ein Alien auf meiner Desktop-Umgebung und damit will ich das nicht. Bei libAdwaita frage ich mich nämlich immer: Ist das jetzt die Titelleiste oder schon Inhalt der App? Ist das ein Button oder einfach nur Info-Text? Alle anderen Toolkits schaffen es, das klar darzustellen bzw. abzugrenzen, aber GNOME nicht. Zumal es auch nicht änderbar ist, bzw. änderbar sein soll. Es soll lieber mehr Energie in Calligra Office gesteckt werden, damit das eine vernünftige Konkurrenz ist.

ubu
Geschrieben von ubu am 10. November 2025 um 15:02

Dass es dir nicht gefällt ist ok, solange die Gnome Entwickler damit zufrieden sind. Ich bin jetzt auch kein Fan von LibAdwaitha, aber das habe ich nicht zu entscheiden.

Du kannst dich aber gerne bei Calligra einbringen

Stefan Draxlbauer
Geschrieben von Stefan Draxlbauer am 10. November 2025 um 20:27

Richtig, hast du nicht zu entscheiden. Aber für eine App "aufzurufen", die auf einem von 20 Desktop Umgebungen funktioniert, finde ich nicht zielführend.

Ich bin leider kein Programmierer. Deswegen sind meine Fähigkeiten zum Einbringen beschränkt. Ich spende jedes Quartal an KDE, weil deren Software schön, effektiv und mächtig ist.

Thoys
Geschrieben von Thoys am 10. November 2025 um 13:38

Ich habe auf wikipedia gelesen, dass Abiword Probleme beim Öffnen von odt Dateien hat. Weiß jemand, wie massiv das Problem ist? (Da steht, dass manchmal Tabellen verschwinden - das wäre natürlich schwerwiegend)

Dann wäre ein Libreoffice, bei dem man händisch viele Icons entfernt wohl doch besser.....

Was ist denn das Standardformat von Abiword?

Klaus
Geschrieben von Klaus am 10. November 2025 um 13:52

Gibt es diese Lücke wirklich zwischen "einfachen" Editoren und LibreOffice wirklich oder wird sie herbeigeredet? Worin besteht diese sogenannte Lücke, wie macht sie sich bemerkbar? Über welche Eigenschaften muss, sollte so ein Medium-Editor verfügen und welche weiteren wären wünschenswert! Was, wenn dieser Medium-Editor doch nicht mehr ausreichen sollte? Bauen wir den dann zu einem volle n Editor aus oder blasen ihn mit Add-Ons auf? Oder dann doch lieber der Umstieg auf LibreOffice? Lehnt der Medium-Editor sich qua Bedienung an bestehende Editoren an oder müssen doch wieder andere Bedienkonzepte gelernt werden? Könnte ein LO mit stark reduzierter Bedienoberfläche dem auch gerecht werden, z.B indem die vortgeschrittenen Funktionen weggelassen/ausgeblendet werden? Gruß, Klaus

Thoys
Geschrieben von Thoys am 10. November 2025 um 15:52

Hallo Klaus,

vielleicht muss es gar kein extra Programm sein. Vielleicht geht es ja nur um die Oberfläche. Für viele Menschen, denen ich im Alltag helfe, ist Libreoffice und co. zu komplex. Zu viele Knöpfe, zu viele Orte, an denen etwas zu finden ist.

Wenn es die Grundfunktionen: Schreiben, Tabelle, Bild übersichtlich gäbe und alles andere nach einem Klick auf "Erweiterte Leistenansicht", dann wäre vielen geholfen.

Stefan Draxlbauer
Geschrieben von Stefan Draxlbauer am 10. November 2025 um 20:25

Aber Word und Excel sind in Ordnung. Richtig? 🤦‍♂️

Markus
Geschrieben von Markus am 11. November 2025 um 10:03

Das sehe ich genauso. Man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Meines Wissens nach gibt es z. B. in LibreOffice doch schon die Möglichkeit der verschiedenen Ansichten. Wenn man diesen „einfach“ die Ansicht „Basic“ (oder wie auch immer) hinzufügen könnte, wäre den meisten Usern doch schon geholfen.

ubu
Geschrieben von ubu am 10. November 2025 um 14:56

Nicht zu vergessen, Lotus123 für Linux dank Tavis Ormandy:

https://github.com/taviso/123elf

Ich verstehe das Problem aber nicht ganz, Abiword und Gnummeric existieren, genauso wie Calligra, sind das nicht die leichtgewichtigen Lösungen die du suchst?

Leider fehlt bei leichtgewichtigen Lösungen oft für jeden User genau ein (jeweils anderes) Feature, und nachdem diese alle hinzugefügt sind, ist die Software nicht mehr leichtgewichtig ;)

Marco
Geschrieben von Marco am 10. November 2025 um 19:32

Ist es Zufall, dass auf ItsFoss genau das gleiche Thema heute behandelt wird, sogar mit Bezug auf Letters? https://itsfoss.com/gnome-office-revival/

Ralf Hersel Admin
Geschrieben von Ralf Hersel am 10. November 2025 um 21:01

Hast Du mal auf die Quelle meines Artikels geschaut? Das war der Auslöser.

Kuhl
Geschrieben von Kuhl am 10. November 2025 um 20:43

Gibt es eine MS Word entsprechende Linux Anwendung, mit der man Tabellen in textdateien bearbeiten kann? Also Zeilen in der Tabelle Ausschneiden und einfügen kann? Ich brauche das für Rechnungen. Libreoffice versagt hier leider.

Ralf Hersel Admin
Geschrieben von Ralf Hersel am 10. November 2025 um 21:09

In mancher eurer Kommentare lese ich, dass ich etwas suchen würde. Das ist nicht der Fall. Ich suche nichts, sondern rücke ein Thema in den Fokus. Vielleicht gibt es Leute, die sich ein abgespecktes LibreOffice wünschen. Wie bereits richtig kommentiert wurde, nutzen nur Wenige den vollen Funktionsumfang von LibreOffice, ONLYOFFICE, usw. Da liegt die Überlegung nahe, dass eine Mittelklasse-Office-Suite einem breiten Bedürfnis entgegenkommen würde.

GerryT
Geschrieben von GerryT am 10. November 2025 um 22:13

Ja, wir brauchen eine leichte Alternative zu LibreOffice, die sich in den Gnome-Desktop einbindet. Wir brauchen aber keinen neuen Office-Kern, sondern nur eine schlanke Benutzeroberfläche. LibreOfficeKit ist sehr schlank und extrem leistungsfähig. LibreOffice nutzt es, Collabora Online baut darauf auf, und auch die iOS und Android-Versionen. Der Vorteil ist auch, dass unmittelbar alle Dokumente korrekt angezeigt werden, die auch von LibreOffice unterstützt werden. Die DocumentFoundation hat bereits einen Prototyp "GTK Tiled Viewer" entwickelt. So geht es! Weiter damit! Ich hoffe, dass das jemand zu einer leichten Office-Suite weiterentwickelt.

GerryT
Geschrieben von GerryT am 11. November 2025 um 00:24

Den Link zum "GTK Tiled Viewer" habe ich noch vergessen: https://dev.blog.documentfoundation.org/2024/06/27/libreofficekit-api-in-action/ Ich hoffe, dass jemand diese Idee aufgreift und auf Basis des LibreOfficeKit einen Office-Viewer mit einfachen Bearbeitungsmöglichkeiten erschafft.

spriggins
Geschrieben von spriggins am 11. November 2025 um 08:17

Jain. Es gabt und gibt immer wieder lokale Lösungen. Apple hat seit langem so etwas on board, niemand außerhalb der Apfelinsel kann mit den Dokumenten etwas anfangen. Die Crux ist immer der Austausch mit anderen Office-Suiten. Es nutzt sie niemanden, wenn man nur ein eigenes Format hat und man die anderen nicht öffnen kann. Dann kannst du dir gern Office-Dokumente erstellen wie du willst, der Export erfolgt dann nur über PDF oder Papier. Und der Import geht gern schief, wenn nur eine Funktion in der Datei drin ist, die das Programm nicht beherrscht.

Selbst gute Mittelklasse-Programme wie Freeoffice von Softmaker nutzen standardmäßig die Open XML-Formate von Microsoft und nicht ihren eigenen Standard. Auf der anderen Seite sind auch Markdown-Editoren, die eine Vorschau bieten und LaTeX oder Mermaid einbinden können mittlerweile keine kleinen Programme mehr sondern laufen gern auf einer Browser-Engine, sind also vom Aufwand her auch MIttelklasse-Office-Suiten.

Wenn jetzt ein Programm versucht, diese Kompatibilitäten aufzulösen, wächst der Codeanteil schon deshalb. Sinnvoller fände ich eine rudimentäte oder bessere an den jeweiligen Desktop angepasst Oberfläche für LibreOffice, also eine striktere Trennung zwischen Programm und GUI.

Aber natürlich - wenn sich Entwickler finden, die ihr Herzblut investieren, kann auch das gut werden.

Miru
Geschrieben von Miru am 11. November 2025 um 21:35

Das „Problem“ liegt nicht darin, dass die Textverarbeitungen zu viel können, das Problem sehe ich eher darin, dass sie in den Standard-Einstellungen ein ZUVIEL anbieten und damit protzen wollen. Jede mir bekannte Textverarbeitung bietet die Möglichkeit Features ein- oder auszublenden. Nun hat aber nicht jeder Lust oder Zeit oder Geduld dies zu machen. Insbesondere da das manchmal auch nicht einfach ist. Würden die Textverarbeitungen mit sehr einfachen Einstellungen starten und nicht derart überfrachtet daher kommen, könnte jeder anschliessend die Features dazu schalten, die er tatsächlich braucht. Aber es wollen ja alle mit MS-Word konkurrieren und sofort zeigen, was sie drauf haben. Dass das „Problem“ tatsächlich für manchen existent ist, habe ich kürzlich durch einen Freund erfahren. Der verwendete MS-Word unter Windows 7, wechselte auf 11 und beklagte sich, dass er nun Probleme habe, einen einfachen Text zu schreiben und sich erst einarbeiten müsse. Das sei ungeheuer kompliziert geworden.

Froschi
Geschrieben von Froschi am 12. November 2025 um 06:38

Hoffentlich wird es das geben. Ein schönes Präsentationsprogramm in libadwaita wäre schön. (Die anderen Bestandteile natürlich auch)

Thorsten
Geschrieben von Thorsten am 12. November 2025 um 14:58

Hört sich an, als vermisse jemand das mittlerweile eingestellte Works-Paket von Microsoft. Das war nämlich genau sowas. Nix richtig, aber von allem ein bisschen. Das Problem sehe ich bei solchen Ideen immer darin, dass ja Anforderungen definiert werden müssen. Dann braucht das wieder eine Hälfte der Benutzer sowieso nie, der anderen Hälfte geht ein Feature nicht weit genug. Imho wäre es sinnvoller, dem LibreOffice-Kern von mir aus eine andere Oberfläche zu verpassen mit sinnvollen Feature-Sets, die bei Bedarf auch gezielt vom User angepasst und erweitert werden können, wenn mehr Features in bestimmten Bereichen benötigt werden. Da darf dann auch gerne eine simple Helper-KI dabei unterstützen ;-)

Jassie
Geschrieben von Jassie am 12. November 2025 um 16:45

Ich benutze seit längerer Zeit AbiWord und Gnumeric, vom Funktionsumfang völlig ausreichend, übersichtlich und im Vergleich zu LibreOffice richtig schnell.

Gerd
Geschrieben von Gerd am 12. November 2025 um 19:35

Ein libreoffice mit dem Funktionsumfang von Word 2003 unter XP wäre sehr willkommen.

Noname
Geschrieben von Noname am 17. November 2025 um 11:53

Also will man im Grunde ein WordPad für Gnome entwickeln? Features zusammenstreichen können die ja. Eigentlich reicht ja: Schriftgröße, Schriftart, Schriftfarbe.