Firefox verliert weiterhin Anwender

Mi, 4. August 2021, Ralf Hersel

Mozillas Firefox ist eine der beliebtesten Alternativen zu Chromium-basierten Browsern. Er ist die Standardwahl für Linux-Nutzer und datenschutzbewusste Nutzer auf allen Plattformen. Doch trotz aller Vorteile als einer der besten Webbrowser überhaupt, verliert er in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Um diesen Verlust zu beziffern, kann man in den Public Data Report von Firefox schauen, in dem seit Januar 2019 Daten erfasst werden.


Den offiziellen Statistiken zufolge lag die gemeldete Zahl der aktiven (monatlichen) Nutzer im Januar 2019 bei 244 Millionen und per Ende Juli 2021 bei 198 Millionen. Das entspricht einem Rückgang um fast 20% innerhalb von zweieinhalb Jahren. Betrachtet man einzelne Länder, so ergibt sich ein differenzierteres Bild:

  • Russland - 33%
  • Frankreich - 27%
  • USA - 25%
  • Brasilien - 18%
  • Deutschland - 16%
  • Indien - 7%
  • China + 8%

Lediglich in China konnte Firefox einen Zuwachs verbuchen. Die Gründe für die Verluste sind vielfältig:

  • Google Chrome als Standard-Webbrowser auf Android
  • Microsoft Edge als Standard-Webbrowser für Windows
  • Google (als Suchmaschine) empfiehlt den Nutzern, Google Chrome zu installieren
  • Einige Webdienste sind exklusiv für Chromium-basierte Browser
  • Ständige Umbauten im Firefox Webbrowser
  • Fehlende grosse Leistungsverbesserungen bei Firefox

Die Chromium-basierten Webbrowser haben mittlerweile eine Quasi-Monopolstellung erreicht, die zur weiteren Verdrängung von Nischen-Browsern wie Firefox führen wird.

Quellen:

https://data.firefox.com/dashboard/user-activity

https://backlinko.com/browser-market-share