Grml 2021.07-rc1 erschienen

Di, 13. Juli 2021, Lioh Möller

Das Debian GNU/Linux basierte Live- und Rettungssystem Grml richtet sich in erster Linie an Systemadministratoren. Bei der nun veröffentlichten Version handelt es sich um einen Release Kandidaten. Sie ist primär dazu gedacht mögliche Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Wie auch bereits zuvor trägt Grml 2021.07 einen österreichischen Releasenamen, in diesem Falle lautet dieser: Jaukerl. Dabei handelt es sich um eine Wortkombination aus Jau (was für ja steht) sowie Kerl. Zusammengesetzt heisst Jaukerl im österreichischen jedoch Injektion.

Die aktuell vorliegende Version bringt eine Vielzahl von Verbesserungen. So wurde das Programm zur Netzwerkkonfiguration netcardconfig weiter vereinfacht und eher exotische Wireless-Optionen werden nicht mehr abgefragt. Blockierte Geräte lassen sich über netcardconfig mittels rfkill aktivieren.

Der grml-terminalserver unterstützt nun UEFI-PXE-Boot mittels GRUB und grml-chroot bietet Unterstützung für efivarfs in EFI-Umgebungen.

Bei Grml kommt als Standardshell die Zsh zum Einsatz, dessen Konfiguration weiter verbessert wurde. Einen guten Einstieg zur Nutzung der Zsh unter Grml bietet die vom Projekt bereitgestellte Referenzkarte.

Mithilfe von grml-debootstrap lassen sich aus der Distribution heraus Debian-Systeme installieren. Es handelt sich dabei um einen Wrapper für debootstrap, welcher erweiterte Optionen bietet. Neu wird nun ohne weitere Angaben ein Debian GNU/Linux Bullseye installiert.

Als Kernel kommt Version 5.10 zum Einsatz und der Paketstand entspricht dem aus bullseye/testing vom 12. Juli 2021.

Weitere Informationen finden sich in den Release Notes. Wer mithelfen möchte die Distribution zu verbessern ist herzlich eingeladen den IRC Kanal des Projektes zu besuchen, welcher neu auf OFTC zu finden ist.

Download: https://grml.org/download/prerelease/

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