Vor einigen Tagen hat Lars den Artikel "Notizen im Alltag" geschrieben: Einfach direkt mit Nextcloud die Notizen verfassen, ohne ein spezielles System nutzen zu müssen. Eine gute Ergänzung für diese Idee bietet das Terminal-Tool "Hike". Wenn man seine Markdown-Notizen in der Nextcloud sammelt und den Ordner mit seinem lokalen System synchronisiert, so kann man mit Hike sehr einfach Notizen bearbeiten oder ergänzen.
Nach dem Aufruf mit "hike" navigiert man zum lokalen Notizen-Ordner seiner Nextcloud. Dort ist die gleiche Struktur mit Ordnern und Unterordner aufgeführt, die zuvor angelegt wurde. Ein Klick auf die gewünschte Datei ruft den Inhalt auf:
Der Inhalt kann wie gewohnt editiert werden. Dabei lässt sich die Sidebar ausblenden, so dass man die ganze Fläche für die Texteingabe vor Augen hat. Über vier Reiter lassen sich aufrufen: "Local" für die Dateinavigation, "Bookmarks" für Lesezeichen zu einzelnen Dateien (Bookmarks werden mit Strg+B angelegt), "History" für die zuletzt aufgerufenen Dateien und "Content" für ein Inhaltsverzeichnis der aktuellen Datei mit Sprungmarken:
Eine Terminal-Zeile sorgt dafür, dass man auch direkt zu Verzeichnissen springen kann oder Dokumente aufrufen kann.
Formeln, Mermaid, Grafiken usw. lassen sich nicht im Editor darstellen. Allerdings genügt bei Bildern ein Klick auf den Link und das Foto wird im Browser aufgerufen:
Die bei TUI-Anwendungen übliche Auswahl an Themes ist auch dabei, so dass man sich den Farbstil je nach Geschmack einrichten kann.
Natürlich kann man mit "großen" Markdown-Editoren für den Desktop mehr machen. Aber der Charme der kleinen Terminal-Anwendung liegt aus meiner Sicht in der Schnelligkeit. Für Journale, Labortagebücher, kurze Ideen usw. genügt ein kurzer Aufruf, Eintrag tippen, schließen, weiter im Terminal arbeiten. In Kombination mit der Nextcloud landen die Texte dann auch auf den anderen Geräten oder im Team-Ordner.
Quellen:
https://github.com/davep/hike
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Sieht sehr gut aus. Die Rede ist da allerdings von einem "Markdown Browser", d.h. ist geklärt, ob es da überhaupt einen "Editing" Modus gibt, bzw. ob es sich bei dem Ding tatsächlich um einen "Markdown Editor" handelt?!?
...Frag' ja nur :D
Es ist ein "richtiger" Editor. Daher hatte ich geschrieben "Eintrag tippen" - aber ich hätte das stärker betonen können. Danke Dir für die Nachfrage!
Tolles Tool! Danke für den Tipp!
Es handelt sich aber IMO tatsächlich um einen Browser zum anzeigen und durchsuchen von Markdown Dateien. Editiert (F5) wird mit dem eingestellten System-Editor (bei mir nano).
Danke Dir für den Hinweis! Kann gut sein, dass ich das übersehen habe, weil sich bei mir mit Klick auf "edit" sofort die Bearbeitung öffnete. Aber so ist es noch besser (ich verwende Micro).
Als guten Editor für das Terminal bietet sich noch Micro an https://micro-editor.github.io/ Den gibt es für Windows, Mac, Linux und sogar BSD. Wobei es diverse PlugIns gibt und ich jedoch nicht weiß ob eines davon auch Markdown unterstützt? https://micro-editor.github.io/plugins.html
Der wurde hier vor langer Zeit schon einmal, ohne großes Feedback, vorgestellt https://gnulinux.ch/micro-der-beste-cli-texteditor