Informatik an deutschen Schulen - ein Flickenteppich

Di, 16. März 2021, Ralf Hersel

Die Gesellschaft für Informatik (GI) veranstaltete gestern Abend einen Web-Talk zu Thema: "Informatikmonitor: Stand der Informatikbildung in Deutschland". Darin diskutierte die GI mit Expertinnen aus Wissenschaft und Schule zum Stand der Informatikbildung in Deutschland. Wie die GI schreibt, spielt auch fast sechzig Jahre nach Erfindung des Computers und dreissig Jahre nach Gründung des World Wide Webs die Informatik in deutschen Schulen kaum eine Rolle, obwohl es einen breiten Konsens seitens der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Bevölkerung in Deutschland gibt, dass die Aufwertung der Informatik in der allgemeinbildenden Schule dringend geboten ist.

Der bundesweite Informatik-Monitor zeigt ein ernüchterndes Bild der Informatikbildung in Deutschland und zieht folgendes Fazit:

  • Obwohl in den zurückliegenden Jahren viel über Digitalisierung und Medien diskutiert wurde, wird die Bedeutung einer verbindlichen informatischen Bildung für alle Schülerinnen und Schüler offensichtlich nicht flächendeckend erkannt.
  • Es ist noch ein weiter Weg bis zu einer nachhaltigen und verbindlichen informatischen Bildung in der Schule in allen Bundesländern. Jedoch zeigen Entwicklungen wie in Baden-Württemberg, dass auch mittelfristig positive Veränderungen möglich sind.
  • Einer regen Diskussion zur Digitalisierung in der Gesellschaft zum Trotz fehlt insbesondere in der Bildung eine breitere Einsicht und Akzeptanz der verantwortlichen Stellen sowie ein abgestimmtes und für die Schulpraxis im jeweiligen Bundesland passendes Konzept. Die Gesellschaft für Informatik bietet mit den Bildungsstandards bereits eine wissenschaftlich fundierte und erprobte Grundlage, die hier Eingang finden kann.

Details zum Informatik-Monitor der GI finden sich in der Quelle:

Quelle: GI Informatik Monitor.pdf

UbIx
Geschrieben von UbIx am 3. April 2021

Irgendwie scheinen hier alle auf dem Holzweg. Gute IT Ausbildung hat was mit technischen Verständnis und der Fähigkeit zu tun Probleme sinnvoll in kleinere teile zu zerlegen und logisch zu verstehen. So hilft mir heute noch die mittlerweile in der schule selten ausgeprägte Mengenlehre mehr als irgendwelches spezifisches wissen, dass man sich dank Internet aneignen kann. Die Bedienung spezifischer SW egal auf welchen Gerät hat nix, aber auch gar nix damit zu tun. Für die Ausbildung reicht ein RasPi + Tastatur und Monitor (TV) bei weiten aus.

nipos
Geschrieben von nipos am 16. März 2021

Also ich haette lieber gar keinen Informatikunterricht gehabt,als den,den ich bekommen habe.Man lernt in der Schule nicht,einen Computer zu verstehen und richtig damit umzugehen - Das musste ich mir selbst beibringen.Was man lernt,ist ein paar bestimmte kommerzielle Produkte,hauptsaechlich von Micro$oft,zu bedienen.Und das koennte Micro$oft wohl auch in eigenen Seminaren erklaeren...

XP312
Geschrieben von XP312 am 16. März 2021

Mal meine meinung ob man das wirklich braucht: Es ist vieleicht eine Übergangslösung, aber sicherlich nicht die Lösung. Meiner meinung nach. Der Deutschlehrer soll für Medienkompetenz zuständig sein auch wenn es im Internet ist und der der Mathe Lehrer Macht rechnen mit Modernen Hilfsmitteln (Tabbellenkalkulation) sowie er es vorher auch mit dem Taschrechner getan hat. Aber als übergangslösung ist das zu Begrüssen.