Mein erster Monat im Ubuntu Community Council

Di, 1. Dezember 2020, Torsten Franz

In den letzten Wochen bin ich von vielen Leuten gefragt worden, welche Themen wir im Community Council haben und was wir tun. Nach einem Monat im Council möchte ich einen ersten Einblick in das geben, was in den ersten Tagen geschehen ist und was mir durch den Kopf gegangen ist. Natürlich sind dies alles subjektive Eindrücke, und ich spreche hier nicht aus der Perspektive des Councils, sondern aus meiner eigenen Perspektive.

Am Anfang hatten wir natürlich mit organisatorischen Fragen zu tun. Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass alle in die Kommunikationskanäle des Councils einbezogen werden. Es gibt zwei Hauptkanäle, die wir nutzen. Auf der einen Seite haben wir einen Teamkanal im IRC auf Freenode, um Ideen auszutauschen. Der Kanal hat den Vorteil, dass man den anderen kleine Fragen stellen und sich entspannt unterhalten kann. Um alle im Council zu erreichen, haben wir eine Mailingliste eingerichtet: community-council at lists.ubuntu.com


Nein, ich habe es noch nicht geschafft, alle Dokumente und Threads durchzulesen, die sich mit dem Council befassen oder damit, wie man die Gemeinschaft wieder aktiver machen kann. Aber ich habe im ersten Monat bereits viel über den Community Hub und die Mailinglisten gelesen, um verschiedene Eindrücke zu gewinnen. Ich kann alle nur ermutigen, sich mit konstruktiven Ideen einzubringen und uns zu helfen, die Gemeinschaft von Ubuntu zu verbessern.

Ich habe seit 2017 nicht mehr in einem internationalen Gremium gearbeitet und dabei ein Thema völlig vergessen, das komplexer ist als bei Nationalteams: die verschiedenen Zeitzonen. Aber nach kurzer Zeit haben wir es geschafft, ein Datum zu finden, an dem wir alle dabei sein können. Die öffentlichen Sitzungen fanden bereits zweimal statt, und beim zweiten Mal konnten alle Mitglieder daran teilnehmen. Die Protokolle der Sitzungen sind öffentlich zugänglich: 1. Sitzung und 2. Sitzung. Wir haben beschlossen, dass wir die Sitzung zweimal im Monat abhalten werden.

Das Ubuntu Community Council war seit einem Jahr nicht mehr aktiv, sodass es weitere Probleme bei der Besetzung von Positionen gab, die vom Council abhängig sind. Deshalb mussten wir diese Probleme so schnell wie möglich angehen. Im Falle des Membership Boards verlängerten wir nach Rücksprache mit den betroffenen Personen die bestehenden Mitgliedschaften um eine gewisse Zeit, sodass die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigt wurde. Danach starteten wir einen Aufruf zur Aufnahme neuer Kandidaten in den Vorstand. Das Ergebnis dieses Aufrufs war, dass genügend Kandidaten gefunden wurden und wir diesen Vorstand neu besetzen können. Demnächst werden die neuen Mitglieder von uns ausgewählt und bekannt gegeben.

Als etwas schwierigeres Thema erwies sich das Local Community (LoCo) Council. Wie das Ubuntu Community Council war auch dieser seit einiger Zeit personell nicht besetzt, und infolgedessen sind einige lokale Teams aus dem genehmigten Status herausgefallen, obwohl sie ihn beantragt hatten. Auch hier haben wir einen Aufruf für einen neues LoCo-Council lanciert. Trotz des grossen Bedarfs, wurden nicht genügend Kandidaten gefunden, um dieses Council mit Leben füllen zu können. Nach einer Diskussion darüber, wie wir mit der Situation umgehen sollten, beschlossen wir, einen Schritt zurückzutreten und uns zu überlegen, warum wir in diese Situation geraten sind und was die Bedürfnisse der bestehenden lokalen Gemeinschaften sind (siehe das Protokoll unseres zweiten Treffens). Dies wird das Thema eines Ausschusses sein, den wir einrichten werden. Auf diese Weise werden wir einen grundlegenden Rahmen für die Ubuntu Community diskutieren und sehen, welche neuen Wege wir als Gemeinschaft beschreiten können.

Als weitere Themen haben wir die Diskussion über unser Verständnis der Arbeit des Councils und darüber, wie wir arbeiten wollen, begonnen. Eines der Ergebnisse war, dass wir Launchpad in Zukunft zur Bewältigung unserer Aufgaben nutzen wollen. Da einem anderen Ausschuss das Ablaufen der Mitgliedschaft drohte, haben wir im Technical Board die Mitgliedschaft der beteiligten Personen bis zum Ende des Jahres verlängert. Dies wird es uns ermöglichen, dort den Prozess für eine Neuwahl zu beginnen.

Alles in allem gibt es in naher Zukunft noch weitere spannende Themen in der Ubuntu Community. Sind die derzeitigen Strukturen für die Community geeignet? Zurzeit gibt es kein Community-Team bei Canonical, und die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Canonical und der Community ist noch nicht geklärt. Dies alles scheinen mir sehr spannende Themen zu sein, und ich freue mich, dass wir gemeinsam daran arbeiten können.

Wer sich an Diskussionen über die Gemeinschaft beteiligen möchten, kann dies im Community Hub tun. Du kannst uns auch eine E-Mail an die oben genannte Mailingliste schicken, wenn dir ein Community-Thema durch den Kopf geht. Wer mit mir Kontakt aufnehmen möchten, kann mich über Twitter oder per E-Mail erreichen: torsten.franz at ubuntu.com

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