Nitrokey NextBox im Test

  Lioh Möller   Lesezeit: 4 Minuten

Mit einer NextBox lässt sich die eigene Cloud in wenigen Schritten im eigenen Netzwerk betreiben.

nitrokey nextbox im test

Bei einer NextBox handelt es sich um ein vorkonfiguriertes System zum Betrieb von Nextcloud im eigenen Netzwerk. Die Raspberry Pi 4 basierte Lösung wird in unterschiedlichen Ausprägungen angeboten. Zur Auswahl stehen Varianten mit 2 GB oder 4 GB RAM und unterschiedlichem Speicherausbau.

Geliefert wird das Gerät in einem angepassten Gehäuse im schlichten schwarzem Design mit einem ansprechenden Logo. Dazu erhält der interessierte Anwender ein Netzteil und ein Netzwerkkabel zum Anschluss an den eigenen Router.

Ein Leitfaden zum Schnelleinstieg erklärt, wie das Gerät eingerichtet werden muss und enthält Verweise auf weiterführende Informationen.

Dabei beschränkt sich die Ersteinrichtung auf die Verbindung der NextBox via Ethernet und dem Aufruf der Seite http://nextbox.local

Zunächst muss ein Administratoren-Konto eingerichtet werden. Es empfiehlt sich die Beibehaltung der Auswahl zur Installation der empfohlenen Anwendungen.

Nach einem Klick auf Finish Setup ist die NextBox bereits im lokalen Netzwerk nutzbar. Die grösste Herausforderung stellt für Einsteiger erfahrungsgemäss die Einrichtung des Zugriffs aus dem Internet dar.

Mithilfe der in Nextcloud integrierten NextBox Administrationsoberfläche, wird dieser Vorgang deutlich vereinfacht. Die unterschiedlichen Möglichkeiten werden in der Dokumentation im Detail erläutert.

Im einfachsten Falle kann der Reverse-Proxy des Herstellers genutzt werden. Dazu ist keine Konfiguration am eigenen Router notwendig, der gesamte Netzwerkverkehr wird allerdings durch den Proxy von Nitrokey geleitet und dort auch SSL-terminiert.

Alternativ lässt sich auf einfache Weise DynDNS über den Anbieter deSEC einrichten. Ein integrierter Assistent führt durch die dazu notwendigen Schritte. Die Konfiguration des Port-Forwardings auf dem eigenen Router, muss allerdings vom Anwender selbst durchgeführt werden. Erst nachdem die Ports 80/443 TCP an die interne NextBox weitergeleitet wurden, ist es möglich ein SSL-Zertifikat über Let's Encrypt zu beziehen. Dazu ist lediglich die Aktivierung von TLS in der Administrationsoberfläche notwendig. In diesem Zusammenhang wird ausserdem eine Weiterleitung von HTTP auf HTTPS eingerichtet.

Eine weitere Besonderheit der Lösung stellt die integrierte Datensicherung dar. Dazu muss zunächst ein externes Speichermedium angeschlossen und in der Speicherverwaltung aktiviert werden. Daraufhin kann dieses als Sicherungsziel ausgewählt werden.

Auf der NextBox läuft Nextcloud innerhalb von Containern, welche in regelmässigen Abständen aktualisiert werden. Ein Update innerhalb der Nextcloud-eigenen Systemverwaltung entfällt damit.

Grundsätzlich eignet sich die Lösung für alle, die schnell und einfach die eigene Cloud zu Hause betreiben möchten, ohne sich viele Gedanken über die darunterliegende Technologie machen zu müssen. Die Dokumentation des Herstellers ist ausführlich und führt Anwender Schritt-für-Schritt in die wichtigsten Aspekte der Lösung ein.

Insbesondere die vereinfachte Einrichtung des Zugriffs aus dem Internet, ermöglicht es auch Nutzern, die sich bisher nicht in der Lage sahen, die teilweise komplexe Einrichtung vorzunehmen, den eigenen Cloudserver zu Hause zu betreiben.

Quelle: https://www.nitrokey.com/de/news/2021/nextbox-deine-private-cloud-f%C3%BCr-zuhause-b%C3%BCro

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NextBox, Nitrokey, Lösung, Nextcloud, Anwender, Router, Administrationsoberfläche

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