Mit Perma-Links für Ordnung sorgen

  Herbert Hertramph   Lesezeit: ~1 Minute  🗪 2 Kommentare Auf Mastodon ansehen

Nextcloud, OpenCloud, Joplin & Co. stellen spezielle Links zur Verfügung, die in beliebigen Anwendungen genutzt werden können. Diese Möglichkeit wird gelegentlich übersehen, bietet aber einige Vorteile für den digitalen Alltag.

mit perma-links für ordnung sorgen

Die Bezeichnungen für dauerhafte Links sind je nach Anwendung unterschiedlich. Bei der Nextcloud nennen sie sich "interne Links", bei ownCloud/OpenCloud "permanente Links", bei Joplin "externe Links". Im Unterschied zu öffentlichen Freigabe-Links sind diese Verweise für die Nutzung innerhalb des eigenen Anwendungsumfelds gedacht.

Damit hat man die Möglichkeit, z. B. in Aufgabenplanern, LibreOffice-Dokumenten, Markdown-Dateien usw. mit dem gleichen Link auf die gleiche Information zu verweisen:

So können Doppelungen vermieden werden, die sonst durch Kopiervorgänge (= gleiche Information in Ordner A, B und C) entstehen. Eine Information oder ein Dokument muss nur an einer Stelle aktualisiert, ergänzt oder gepflegt. werden. Auch ist damit klar, wo sich jeweils die Information befindet, nämlich immer am gleichen Ort (und nicht mal als Anhang im Kalender, dann wieder im Ordner X oder in der Notizen-App). 

Okay, könnte man sagen, das habe ich doch schon mit meiner Ordnerstruktur. Wenn ich z. B. im Dateimanager Nemo bei einer Datei "Strg + C" tippe, erhalte ich über die Zwischenablage den gesamten Verzeichnispfad einschließlich des Dateinamens. Den kopiere ich dann in mein Textdokument und findet damit auch sehr schnell das korrekte Dokument. Ja, das stimmt. Dann darf sich aber die Verzeichnisstruktur nicht ändern. Perma-Links haben gegenüber diesem Verfahren zwei große Vorteile:

  1. Dateien können verschoben werden, Verzeichnisse neue Strukturen erhalten usw. - der Link funktioniert weiterhin korrekt.
  2. Verweise auf ein lokales Dateiverzeichnis funktionieren in der Regel nur auf dem Ursprungsgerät. Dauerhafte Links aus den genannten Cloud-Anwendungen sind unabhängig vom genutzten Gerät. Rufe ich also ein Textdokument auf dem Notebook auf, das ich vom PC kopiert habe, so wird weiterhin die korrekte Information eingeblendet.

Tags

Nextcloud, joplin, Information, verknüpfung, Links

Alex
Geschrieben von Alex am 29. April 2026 um 13:53

Danke für den Hinweis! Ich bin gerade in der Entscheidungsfindung, ob mir SMB-Shares + Syncthing noch ausreichen oder ob ich auf Opencloud umsteigen soll (weniger überladen als Nextcloud). Ich bin mir noch nicht sicher, da das aktuelle Setup quasi wartungsfrei ist. Aber die Permalinks sind zumindest ein Vorteil unter anderen, den die Clouds haben, dass man in seinen Markdown-Notizen auf Office-Files verweisen kann und der Link stabil bleibt.

Herbert Hertramph
Geschrieben von Herbert Hertramph am 29. April 2026 um 14:13

Mit Samba plus Syncthing fährst Du auch nicht schlecht für die meisten Zwecke. Ich habe OpenCloud auf einem Raspberry Pi 4 mit DietPi laufen - Zugriffsgeschwindigkeit sehr flott. Der Desktop-Sync-Client ist ebenfalls gut. Und auf dem Smartphone (bei mir: iPhone) kann ich solche Cloud-Anwendungen gut integrieren samt Share-Befehl. Mein Tipp: Da OpenCloud sich mit Docker sehr leicht installieren lässt, vielleicht mal ein paar Tage ausprobieren - Du wirst rasch merken, ob Dir das Vorteile bringt.