Remote Desktop Verbindung mit xrdp

Mo, 22. März 2021, Lioh Möller

Für den Zugriff auf entfernte Rechner ist im Microsoft-Umfeld seit vielen Jahren RDP quasi der de facto-Standard. Auch unter Linux kann es nützlich sein, aus der Ferne auf eine grafische Benutzeroberfläche zuzugreifen.

Mit xrdp steht seit einiger Zeit ein entsprechendes Werkzeug zur Verfügung. Zur Nutzung wird eine leichtgewichtige Desktopumgebung wie Xfce empfohlen. Wir erklären dir im folgenden wie du ein Xubuntu 20.04 System in einen Remote-Desktop verwandelst.

Die Installation von xrdp ist denkbar einfach und in wenigen Schritten erledigt. Installiere zunächst die benötigten Pakete auf dem Gerät, auf das du aus der Ferne zugreifen möchtest:

sudo apt install xrdp

Das Paket erstellt ein xrdp Benutzerkonto, welches Zugriff auf die integrierten Zertifikate erhalten muss:

sudo adduser xrdp ssl-cert

Falls eine lokale Firewall wie ufw aktiv ist, muss der TCP Port 3389 für externe Zugriffe geöffnet werden.

Damit ist die Installation auf dem Rechner, welcher aus der Ferne verwaltet werden soll, bereits abgeschlossen.

Für den Zugriff kann ein beliebiger RDP-Client verwendet werden. Unter Linux bietet sich FreeRDP an welches auf einem Debian-basierten System wie folgt installiert werden kann:

sudo apt install  freerdp2-x11

In unseren Tests war ein Login nicht möglich, solange das gleiche Benutzerkonto lokal an dem Zielsystem angemeldet war.

Ein Zugriff mittels FreeRDP erfolgt unter der Angabe der Benutzerinformationen und des DNS-Names/der IP-Adresse des entfernten Rechners:

xfreerdp /u:JessicaDoe /p:Pwd123! /w:1366 /h:768 /v:192.168.1.100

Zum Beenden der RDP Sitzung sollte man sich regulär abmelden. Andernfalls ist eine lokale grafische Anmeldung nicht möglich.

Alternativ kann ein grafischer RDP Client wie Remmina verwendet werden. Dort ist es möglich über das + Symbol eine neue Verbindung vorzudefinieren:

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