rlxos

Di, 29. Juni 2021, Lioh Möller

Sogenannte Immutable Linux Distributionen erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Prominente Beispiele sind Fedora Silverblue oder openSUSE MicroOS.

Mit rlxos (gesprochen Relax OS) reiht sich nun ein weiterer Kandidat in diese Riege ein. Die Distribution wird vollständig eigenständig entwickelt und nutzt ein read-only-root mit einem Overlay-Dateisystem. Erweitert wird dies durch einen hauseigenen Paketmanager namens appctl. Im Gegensatz zu den meisten anderen Mitbewerbern kommt bei rlxos nicht Flatpak, sondern AppImage für die Installation von Anwendungen zum Einsatz.

Durch den unveränderlichen Aufbau des Basisbetriebssystems können unterschiedliche Versionen parallel genutzt werden.

Die Installation von rlxos ist mit dem grafischen Installationsprogramm in wenigen Schritten erledigt. Es wird lediglich eine manuelle Partitionierung mittels gparted vorausgesetzt. Dabei ist es ausreichend eine bootbare Partition des Typs ext4 auf einer Disk mit MSDOS-Label zu erstellen. Die Installation selbst ist in weniger als 5 Minuten durchgeführt.

Als Desktop kommt aktuell GNOME in der Version 3.36 zum Einsatz, welches mittels der Dash-to-Panel Extension und Themes ein Distributionseigenes Erscheinungsbild verliehen bekommen hat.

Der integrierte Paketmanager appctl bietet die Möglichkeit zur Aktualisierung des Systems und zur Installation weiterer Anwendungen. Parallel dazu bietet das Projekt einen Bazaar getauften AppStore an über den sich Applikationen im AppImage Format herunterladen lassen.

Trotz des vergleichbar jungen Alters des Projektes bietet rlxos viele interessante Ansätze. Die Community ist freundlich und reagiert schnell. Wer sich einmal mit einer immutable Distribution auseinandersetzen möchte, und das AppImage-Format dem sonst so verbreiteten Flatpak vorzieht, dem sei ein Blick auf rlxos empfohlen.

Quelle: https://rlxos.dev

davidak
Geschrieben von davidak am 29. Juni 2021

>Prominente Beispiele sind Fedora Silverblue oder openSUSE MicroOS.

Ist NixOS nicht viel populärer? Oder Guix?

Oder sind nur solche Distros gemeint, bei denen das Grundsystem nicht beschreibbar ist, aber Programme schon?

Bei NixOS ist das System, Pakete und Konfigurationen nicht beschreibbar. Alles wird durch NixOS verwaltet. Das scheint mir konsequenter.

Was Benutzerfreundlichkeit angeht scheint mir rlxos bereits besser als NixOS. Es hat einen graphischen Installer, welcome-tour app, graphischen paket manager und scheint insgesamt einfach zu bedienen. Bei NixOS wird mehr in Richtung reproduzierbare Paket Builds (https://reproducible-builds.org/) gemacht (unser minimal Image ist seit kurzem zu 100% reproduzierbar, https://r13y.com/).

tux.
Geschrieben von tux. am 29. Juni 2021

ja gut, wer braucht schon Sicherheitsupdates in /? ...