RustDesk: eigenen Relay Server betreiben

Fr, 2. September 2022, Norbert Rüthers

Als Ergänzung zum Artikel von Lioh Möller vom 20.4.2022 hier noch eine Beschreibung, wie man einen eigenen Relay-Server für RustDesk aufsetzt.

Wer also dem öffentlichen RustDesk Server nicht vertraut, der hat auch die Möglichkeit den Server selbst zu hosten.

Als Hardware reicht z.B. ein Raspberry Pi oder eine VM auf einen anderen Server

Als Betriebssystem eignet sich sowohl Ubuntu als auch Debian. Ich habe es auf einem Debian 11 LCX Container unter Proxmox getestet.

Der RustDesk Server ist Open-Source und die Anleitung zur Installation ist hier zu sehen

Die eigentliche Installation läuft über ein Script ab.

wget https://raw.githubusercontent.com/dinger1986/rustdeskinstall/master/install.sh
chmod +x install.sh
./install.sh

Es ist jedoch auch möglich, den Server über Docker zu betreiben.

Die entsprechende Anleitung befindet sich auf der oben genannten Webseite.

Um den eigenen Server nutzen zu können, muss zunächst der voreingestellte öffentliche Server gelöscht werden.

Danach kann der eigene Server eingetragen werden.

Wichtig ist an der Stelle der API-Key. Der befindet sich im Verzeichnis /opt/rustdesk

cd /opt/rustdesk

In diesem Verzeichnis befindet sich eine Datei mit der Endung .pub

Wenn man diese Datei z.B. mit nano öffnet, findet man den key

Im Feld ID Server trägt man (falls VPN benutzt wird) die lokale IP des Servers ein. Andernfalls die öffentliche (DynDNS) Adresse.

Der Server selbst verfügt auch über ein Webinterface. Die Zugangsdaten werden am Ende der Installation angezeigt.

Das sicherste ist, wenn man von aussen nur über VPN auf den Server zugreift.

Wer das nicht kann oder will, der muss die entsprechenden Ports auf seinem Router bzw. in der dedizierten Firewall öffnen.

Wie das geht, ist bei jedem Gerät verschieden und deshalb kein Thema dieses Artikels.

Webseite: https://rustdesk.com/

Github: https://github.com/rustdesk/rustdesk

Tags

Remote-Desktop, Remote, Homeserver