Ältere Kernelversionen entfernen

  Lioh Möller   Lesezeit: 2 Minuten

Auf einem Linux-System wie Fedora, Red Hat, Rocky oder Alma Linux kann die Anzahl der vorzuhaltenden Kernelversionen gesteuert werden.

Ältere kernelversionen entfernen

Auf einem Linux System, welches dnf als Paketmanager verwendet, werden 3 Kernelversionen vorgehalten. Diese können genutzt werden, um nach einer Aktualisierung im Fehlerfalle auf die ältere Version zurückzugreifen.

Um sich zunächst alle aktuell installierten Kernelversionen anzeigen zu lassen, kann folgender Befehl genutzt werden:

rpm -q kernel

Die aktuellste Kernelversion sollte automatisch über den Bootloader gestartet werden. Prüfen lässt sich dies wie folgt:

Anzeigen der aktuell laufenden Kernelversion:

uname -r

Prüfen des Default Kernels mit grubby:

grubby --default-kernel

Eine alternative Kernelversion kann mithilfe von grubby --set-default als Standard aktiviert werden.

Die Konfiguration, wie viele Kernel vorgehalten werden sollen, erfolgt über dnf, anhand der Parameter installonlypkgs und installonly_limit. Kernel-Pakete fallen immer in die Kategorie installonlypkgs, also Pakete, welche nur installiert und nicht aktualisiert werden sollen. Darüber hinaus werden die über den Parameter definierte Pakete von einem dnf autoremove ausgeschlossen.

Daher muss für eine Änderung nur der Wert für installonly_limit in der Konfigurationsdatei /etc/dnf/dnf.conf angepasst werden:

[main]
...
installonly_limit=2
...

Um manuell ältere Kernelversionen zu entfernen, ohne die dnf Konfiguration anpassen zu müssen, kann folgender Befehl genutzt werden:

dnf -y remove --oldinstallonly --setopt installonly_limit=2 kernel

Tags

Fedora, Rocky, Alma, RHEL

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