Duckduckgo profitiert von WhatsApp-Flucht

Di, 19. Januar 2021, Ralf Hersel

Die datenschutzfreundliche Suchmaschine mit der Ente im Logo registriert erstmalig über 100 Millionen Suchanfragen pro Tag. Das ist fast nichts im Vergleich zum Monopolisten Google mit seinen 4 bis 5 Milliarden Anfragen pro Tag (Faktor: 50). Duckduckgo liefert Ergebnisse aus hunderten Quellen, darunter auch anderen Suchmaschinen, ohne Nutzerdaten weiterzuleiten. Dazu versucht man, Werbeseiten und Contentfarmen herauszufiltern.

Wer sich fragt, was der seltsame Name 'DuckDuckGo' zu bedeuten, dem gebe ich einen Tipp: "Dreh dich nicht um, denn der Plumpsack geht um".

Seit Beginn des Jahres sind die Suchanfragen bei der Ente kontinuierlich gestiegen. Los ging es mit 78 Millionen pro Tag in den ersten Januartagen, gefolgt von einem Allzeithoch von 90 Millionen Suchen am 10. Januar, welche in den letzten Tagen die 100 Millionen-Marke überschritten haben. Ein Grund dafür ist der Abgesang auf WhatsApp, welcher die Anwenderinnen generell auf die Suche nach Anwendungen und Dienstleistungen geschickt haben, die sorgfältiger mit der Privatsphäre ihrer Kunden umgehen.

Bei dieser Gelegenheit schauen wir wieder einmal auf die Statistik von Netmarketshare zu den GNU/Linux-Zahlen. Bisher wurde gemunkelt, dass der Anstieg eine Folge der Pandemie und der gestiegenen Arbeit im Homeoffice ist (was durchaus plausibel erscheint). Falls nun jedoch die 'Friss-oder-stirb'-Politik von Facebook die Bevölkerung für freie Lösungen sensibilisiert, ist das ein positiver Nebeneffekt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/DuckDuckGo