Fedora 35 veröffentlicht

Mi, 3. November 2021, Denys Konovalov

Gestern, am 2. November 2021, ist mit einwöchiger Verspätung Fedora Linux 35 erschienen. Es heißt übrigens mit Absicht jetzt Fedora Linux und nicht mehr einfach nur Fedora. Aber die anderen Änderungen, die das neue Release mitbringt, sind deutlich interessanter, was wir in diesem Artikel zeigen.

Neues Fedora Linux, neues GNOME: Diesmal dürfen sich Fedora-Nutzer*innen über GNOME 41 freuen. Über die Neuerungen in GNOME 41 haben wir bereits ausführlich berichtet.

Die in GNOME 40 eingeführten und mit GNOME 41 aufpolierten Energie-Modi können nun auch in Fedora genutzt werden, dank der Integration des nötigen Dienstes ins System. Als Beta-Nutzer seit einem Monat erlaube ich mir bereits den Hinweis, dass diese Funktion es in der Realität tatsächlich erlaubt, den Energieverbrauch des Gerätes einfach zu steuern und die Akkulaufzeit sehr zu verbessern.

Als weitere bestehende GNOME-Funktion wird nun auch die GNOME-Kindersicherung in Fedora integriert. Diese erlaubt es, Benutzerkonten mit eingeschränktem Zugang auf Anwendungen zu erstellen, was besonders in Familien mit gemeinschaftlich von Kindern und Erwachsenen genutzten Computern nützlich sein könnte.

Besitzer*innen von Nvidia-Grafikkarten können sich langsam freuen: durch die enge Zusammenarbeit zwischen Fedora- und Nvidia-Entwicklern konnte erreicht werden, dass mit dem neuen Nvidia-Treiber eine weit verbesserte Unterstützung von Wayland mitgeliefert wird.

Die Zusammenarbeit mit Flathub resultierte in einer von Fedora kurierten Liste von Flathub-Anwendungen, die beim Aktivieren externer Quellen in Fedora verfügbar sind. So werden derzeit die Flatpak-Apps für Bitwarden, Discord, Postman, Microsoft Teams, Minecraft, Skype, und Zoom bereitgestellt, ohne zusätzlich Flathub aktivieren zu müssen.

Und zuletzt eine lang ersehnte Neuerung für Fans von KDE und OStree-Systemen: mit Fedora Kinoite erscheint eine Abzweigung von Fedora Silverblue, in der standardmäßig der KDE-Desktop angeboten wird.

Weitere interessante Änderungen sind unter anderem die Einführung von WirePlumber, einem neuen PipeWire-Sitzungsmanager, und die automatische Nutzung von DNS-over-TLS bei Verfügbarkeit.

 Auch wenn Fedora Linux 35 keine weltbewegenden Änderungen bringt, bleibt es eine Distribution, die stets mit interessanten und modernen Ansätzen erfreut. Dem ist auch das neue Release keine Ausnahme.

Wer sich die vollständigen Release Notes von Fedora Linux 35 anschauen will, kann dies unter https://docs.fedoraproject.org/en-US/fedora/f35/release-notes/ tun.

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