Fedora Kinoite

Mi, 16. Februar 2022, Lioh Möller

Kinoite gehören zur Mineralklasse der 'Silikate und Germanate'. Der bläulich-silbern schimmernde Glanz hat wohl die Entwickler des Fedora-Abkömmlings zur Namensgebung inspiriert.

Ähnlich wie Fedora Silverblue gehört Kinoite zu den sogenannten immutable Systemen, das heisst das Basissystem ist grundsätzlich unveränderlich. Die Distributionen unterscheiden sich vorwiegend in der Wahl der Standard-Desktopumgebung. Im Gegensatz zu Silverblue, kommt bei Kinoite KDE Plasma zum Einsatz. Grundlegende Mechanismen wie rpm-ostree sind auch dort gültig.

Die Installation erfolgt mit dem von Fedora bekannten Anaconda Installationsprogramms, wobei die Einrichtung der Benutzerkonten von Silverblue abweicht. Der Root-Account ist standardmässig deaktiviert, der anzulegende Benutzer erhält allerdings erst nach Auswahl der entsprechenden Option, die Möglichkeit Administratoren-Rechte zu erlangen. Wurde dies nicht aktiv konfiguriert, lässt sich die Installation nicht starten.

Wurde diese Hürde erst einmal genommen, präsentiert sich Kinoite mit einem leicht angepassten KDE Plasma Desktop. Damit einher geht die grafische Softwareverwaltung mit dem Programm Discover. Wie auch bei Silverblue ist das Flathub Repository standardmässig nicht aktiviert. Die Möglichkeit 3rd Party Repositories über einen Assistenten zu integrieren, wie es bei Silverblue der Fall ist, gibt es nicht. Sobald Flathub anhand der offiziellen Anleitung des Projektes eingebunden wurde, lassen sich Applikationen aus dem Repository über Discover installieren und das System so erweitern.

Damit stellt Kinoite eine verlässliche Alternative für Nutzer des KDE Plasma Desktops dar und hebt sich aufgrund der neuen Systemarchitektur von klassischen Linux-Distributionen ab.

Quelle: https://kinoite.fedoraproject.org/

Tags

Kinoite, Fedora, KDE, Silverblue, Plasma, Desktop, Discover